24. 05. 2012
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Ditib kündigt Architekten
Die neue Moschee an der Ecke Innere Kanalstraße / Venloer Straße steht kurz vor der Vollendung. Der Rohbau steht bereits seit fast einem Jahr, doch offenbar hatte es hinter den Kulissen in den vergangenen Wochen erhebliche Differenzen zwischen Bauherr und Architekt gegeben. Die haben nun dazu geführt, dass der Bauherr Ditib die Zusammenarbeit mit dem bekannten Kölner Architekten mit sofortiger Wirkung gekündigt hat. „Unüberbrückbar“ seien die Differenzen zwischen den beiden Kooperationspartnern.
In einer Presseerklärung begründete der Ditib-Dachverband die Entscheidung mit gestiegenen Baukosten und unterschiedlichen Ansichten zur Qualität der Bauleistung. Der Verband hatte mehrere Gutachter eingeschaltet, um die Qualität der Bauausführung zu überprüfen, teilte der Verband weiter mit. Die Maßnahme sei bei Großprojekten dieser Art durchaus üblich und diene der Sicherung der Bauwerksqualität und der frühzeitigen Mängelbeseitigung. Schließlich soll die neue Mosche auf Jahre hinaus seine Wirkung nach außen haben. „Es ist ein bedeutendes Bau- und Kunstwerk gleichermaßen, das weit über Ehrenfeld und Köln hinaus seine Wirkung entfaltet. Gerade dies gemahnt uns aber auch der Verantwortung, die mit diesem Bau verbunden ist“, erklärte Prof. Ali Dere, Vorsitzender des Ditib-Vorstandes.
Böhm, der vor fast drei Jahren die überarbeiteten Pläne und Modelle für die neue Moschee vorstellte, habe einen künstlerisch-anspruchsvollen Entwurf vorgelegt, dessen gestalterische und qualitative Anforderungen er nun nicht mehr erfülle. Die Kosten seien zuletzt aus dem Ruder gelaufen, die Summer der Mängel habe sich erhöht und wichtige Termine und Meilensteine seien nicht mehr einzuhalten gewesen, führte der Bauherr zur Begründung seiner Entscheidung weiter aus. Das habe schließlich dazu geführt, die Notbremse zu ziehen, hieß es dazu abschließend.

























