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24. 05. 2012
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Einzelhandelsimmobilien: Alle wollen in die Toplagen


16.02.2010 22:09 von:

Schlagwörter: Köln,Einzelhandel,Retail Report,2010,BNP Paribas Real Estate,Marktbericht,Schild

Mit einer erzielten Spitzenmiete von 260 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche bliebt die Schildergasse das teuerste Pflaster auf dem Kölner Markt für Einzelhandelsimmobilien. Das geht aus dem jüngsten Marktbericht des bundesweit tätigen Maklerhauses BNP Paribas Real Estate hervor, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Köln liegt mit dieser gegenüber dem Vorjahr unveränderten Spitzenmiete weiterhin auf dem Podest der teuersten deutschen Einzelhandelsstandorte. Der Abstand auf den führenden Einzelhandelsstandort in Deutschland – die Kauffinger Straße in München – ist allerdings im Jahresverlauf um zehn Euro pro Quadratmeter gestiegen. Die Münchener Einkaufsmeile liegt mit nun 310 Euro pro Quadratmeter Spitzenmieter mit weitem Abstand an der Spitze. An zweiter Stelle folgt die Frankfurter Zeil mit einem Wert von 265 Euro pro Quadratmeter. Auch dieser Standort konnte gegenüber der letzten Analyse leicht (um fünf Euro) zulegen. Auf den weiteren Plätze folgen Berlin (Tauentzienstraße auf der Seite des KaDeWe mit 245 Euro) und Hamburg (240 Euro). Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf ist mit gleich zwei Einzelhandelslagen in der Liste der teuersten Einzelhandelsstandorte vertreten. Sowohl auf der Königsallee wie auch auf der Schadowstraße werden Spitzenmieten in Höhe von 225 Euro pro Quadratmeter erzielt.

Trotz Enge kein positiver Effekt in den Nebenlagen

Auch wenn in den beliebtesten Spitzenlagen die freien Flächen weiterhin absolute Mangelware sind, haben die Immobilienexperten des Frankfurter Vermittlers keine positiven Wirkungen auf die so genannten Nebenlagen feststellen können. Die Fachleute erklärten das mit einer gewissen Kompromisslosigkeit der Nachfrager von nationalen und internationalen Filialisten. Der Kampf um die besten Lagen für die eigenen Filialstandorte führt zu einem zunehmend härter werdenden Wettbewerb. "Vor dem Hintergrund reduzierter Expansionsplanungen steigen einige Filialisten in den Top-Lagen aktiv in die Vertragsverhandlungen mit den Eigentümern ein, um den Standort langfristig zu sichern. Die aktuellen Nutzer sind eher in der Lage die marktübliche Miete zu bezahlen, da kein aufwändiger Umbau kalkuliert werden muss und die dort zu erzielenden Umsätze bekannt sind. Alternative Ladenlokale ohne optimalen Zuschnitt werden überwiegend abgelehnt", fasst Christoph Scharf, Bereichsleiter Retailvermittlung von BNP Paribas Real Estate, diesen Trend zusammen.

Auch für das laufende Jahr sieht der Immobilienexperte keine Umkehr des Trends. Neue Konzepte, vor allem aus der Modebranche, streben weiterhin an die besten und damit auch teuersten Standorte. Zunehmend siedeln sich so genannte "Monolabels", wie zuletzt der Uhrenhersteller Fossil mit einem Flagship-Store auf der Flinger Straße in den Einkaufsstraßen der Innenstädte an. Neben Anbietern von Textilien gehören auch Modeschmuck & Accessoires sowie neue Anbieter aus den Bereichen Lederwaren/Schuhe zu den größten Nachfragern. Die aber wollen alle in die Top-Standorte. Die Nebenlagen hingegen weisen inzwischen in den Immobilienhochburgen wieder Leerstände auf wie zuletzt in den Jahren 2003/2004. Auch dieser Trend der Konzentration auf Top-Standorte wird in diesem Jahr weiter anhalten, so Scharf abschließend. In der Folge verzeichnen die Immobilienprofis an diesen Standorten sogar leichte Rückgänge bei den Durchschnittsmieten.

Detaillierte Zahlen will das Unternehmen in seinem Retail Report 2010 Mitte des kommenden Monats veröffentlichen.


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