24. 05. 2012
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Ford beginnt mit Bau seines neuen Entwicklungszentrums
Am gestrigen Dienstag legte der Kölner Autobauer Ford-Werke GmbH in Anwesenheit des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters den Grundstein für ein neues Entwicklungszentrum gelegt. Am Standort Köln-Merkenich wird der größte Arbeitgeber in der Domstadt für ein Investitionsvolumen in Höhe von 11,6 Millionen Euro ein neues Designzentrum errichten. Bereits zum Jahresende soll der Neubau fertig gestellt und bezugsfertig sein, hieß es dazu weiter. Der Ausbau des Design-Zentrums wurde erforderlich, weil Ford die globale Verantwortung für Design und Entwicklung von kleinen und mittleren Fahrzeugen in Köln-Merkenich konzentriert hat, begründeten die Verantwortlichen die Investition am Kölner Standort. Auf Seiten des Autobauers legten Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH sowie Martin Smith, Executive Design Director von Ford of Europe, Hand an den ersten Stein.
Der Neubau umfasst eine Nutzfläche von 3000 Quadratmeter und befindet sich auf dem Areal des John-Andrews-Entwicklungszentrum Damit ist das Bauprojekt die größte Erweiterung seit der Errichtung des ersten Gebäudes für das Fahrzeugdesign im Jahr 1968. Heute umfasst das Design-Zentrum bereits rund 13.000 Quadratmeter Fläche, inklusive eines Aerodynamik-Windkanals. Teile des Neubaus sind unter anderem für ein neues Studio des Designbereiches Farben und Materialien bestimmt. 100 hochqualifizierte Mitarbeiter des Autobauers werden nach Fertigstellung der neuen Immobilie aus den bestehenden Gebäuden umziehen. Darüber hinaus wird der Erweiterungsbau auch eine hochmoderne so genannte "Powerwall" erhalten. Sie dient der virtuellen und dreidimensionalen Darstellung von neuen Fahrzeugen und Konzepten. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters würdigte in seiner Eigenschaft als Kölner Stadtoberhaupt die Investition in den Standort als Bekenntnis zum Wirtschafts- und Industriestandort Köln. "Die Grundsteinlegung ist für mich ein Grund zur Freude. Jeder hier investierte Euro ist dabei Beleg für die enge Verbundenheit von Ford und Köln. Denn Ford und Köln – das gehört in meinen Augen untrennbar zusammen. Es freut mich, dass Ford auch in Zukunft auf den Standort am Rhein setzt und sich in diesen, für die Automobilindustrie unsicheren Zeiten zur weiteren Expansion entschieden hat, erklärte der Chef der Kölner Stadtverwaltung in seiner Ansprache.
Der US-Autobauer Ford hat in Köln seinen größten Produktionsstandort in Europa. Ingesamt beschäftigt die Europatochter des US-Konzerns in den Werken Köln, Saarlouis sowie im belgischen Genk rund 29.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Köln arbeiten mehr als 17.000 Beschäftigte, hergestellt werden hier vor allem die Modelle Fiesta und Focus. Kölns damaliger Oberbürgermeister Dr. Konrad Adenauer hatte in den späten 1920er Jahren den US-Autobauer an den Rhein gelockt, nachdem die deutsche Niederlassung zunächst nach Berlin zog. Seither hat der US-Autobauer bis heute weit mehr als 40 Millionen Fahrzeuge gebaut.

























