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24. 05. 2012
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Gewerbemarkt Köln: Flächenumsätze im ersten Halbjahr rückläufig


12.07.2010 11:16 von:

Schlagwörter: Köln,Gewerbeimmobilien,Markt,Halbjahr,2010,Investitionen,Büro,Einzelhandel,BNP P

In der Rheinmetropole Köln sind die Umsätze der vermittelten Büroflächen im ersten Halbjahr des laufenden Jahres deutlich zurückgegangen. Wie das bundesweit tätige Maklerhaus BNP Paribas Real Estate am heutigen Montag bekannt gab, wurden in den ersten sechs Monaten rund 88.000 Quadratmeter an Büroflächen vermittelt, 18 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 2009 betrug der Gesamtwert der vermittelten Büroumsätze noch 107.000 Quadratmeter. "Mitverantwortlich für den Rückgang ist vor allem die Tatsache, dass bislang noch kein großflächiger Vertrag über 10.000 Quadratmeter abgeschlossen wurde", betonte Jens Hoppe, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Kölner Niederlassungsleiter. Als positiv bezeichnete der Büromarktexperte indes die breite Streuung der nachfragenden Branchen. Dabei bleiben Berater die größte Gruppe der Nachfrage mit einem Flächenanteil von 18 Prozent. Erfreulich ist der hohe Anteil der Unternehmen aus der Medien- und Werbebranche (14 Prozent). Auch die Versicherungen konnten ihren Anteil deutlich erhöhen. Mit einer Verdopplung auf einen Anteil von neun Prozent liegt diese Branche nun wieder auf Rang drei der Nachfrager.

Nach Angaben des Immobilienvermittlers stieg der Leerstand im Laufe der vergangenen zwölf Monate um knapp zehn Prozent auf 690.000 Quadratmeter an. Das liege daran, dass einige Projekte fertig gestellt, aber noch nicht vollständig vermietet wurden. Dadurch ist der Leerstand mit moderner Flächenqualität besonders stark gestiegen (plus 64 Prozent), umfasst jedoch mit knapp 30 Prozent nach wie vor einen relativ geringen Anteil am Gesamtleerstand. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 stabilisierte sich das Volumen der leer stehenden Flächen bereits wieder. Die Leerstandsquote liegt aktuell bei 9,1 Prozent. Durch umfangreiche Fertigstellungen (unter anderem der Rheinhallen in Deutz) reduzierten sich die Flächen im Bau im Laufe des Jahres um knapp 59 Prozent (auf 106.000 Quadratmeter). Im Gegensatz zum Vorjahr steht dem Markt mit gut 78 Prozent noch ein Großteil dieser Flächen zur Verfügung. Für insgesamt 78.000 Quadratmeter wird die Fertigstellung jedoch erst nach Mitte 2011 erwartet. Schwerpunkt der Bautätigkeit bleibt der Bereich der Innenstadt mit einem Anteil von mehr als der Hälfte (gut 53 Prozent) und im rechtsrheinischen Deutz (rund 43 Prozent), wo mit dem Bau des maxCologne Büroflächen im Top-Segment entstehen. Das insgesamt verfügbare Büroflächenangebot (Leerstand plus noch verfügbare Flächen im Bau) liegt bei 773.000 Quadratmetern und ist gegenüber der ersten Jahreshälfte 2009 um zwölf Prozent gestiegen, so der aktuelle City-Report Köln aus dem Hause des Immobilienmaklers.

Trotz der gesunkenen Vermittlungenleistung bleibt das Segment der Spitzenmieten stabil. Mit einem Durchschnittswert von 21,60 Euro pro Quadratmeter liegt dieser Wert sogar leicht über dem des Vorjahres. (21,50 Euro pro Quadratmeter). Auch im Gesamtmarkt haben sich die Büromieten trotz gestiegener Leerstände deutlich stabilisiert. Für die nahe Zukunft blicken die Marktexperten der BNP Paribas-Immobilientochter zuversichtlich auf den Kölner Markt. "Aktuelle Gesuche deuten auf eine weitere Marktbelebung hin, sodass die Flächennachfrage bis zum Jahresende noch etwas zulegen dürfte", hofft Hoppe. Allerdings bleibt das Ziel der Gesamtvermittlungsleistung aus dem Vorjahr (228.000 Quadratmeter) ausgesprochen ehrgeizig. Ansonsten gehen die Experten von einer weitgehenden Stabilisierung der Märkte aus. Lediglich bei älteren Bestandsbauten in guten und hochpreisigen Lagen rechnet BNP Paribas mit Druck auf die Durchschnittsmieten.

Im ersten Halbjahr 2010 verzeichnete der Kölner Markt ein Investitionsvolumen von 569 Millionen Euro und steigerte damit das niedrige Ergebnis des Vorjahres (79,3 Millionen Euro) um mehr als das Siebenfache. Insgesamt liegt dieses sehr gute Resultat im Bereich der Jahre 2006 und 2008, wurde jedoch ohne einen nennenswerten Anteil an Portfoliotransaktionen (gut ein Prozent) erzielt. Im Gegensatz zum Vorjahr trugen auch mehrere großvolumige Deals zum Ergebnis bei. Einzelhandelsimmobilien waren mit knapp 47 Prozent die beliebteste Anlageklasse, auf Bürogebäude entfielen gut 23 Prozent. Vor allem wurde in den zentralen Citylagen angelegt (gut 70 Prozent). Aktivste Käufer waren im ersten Halbjahr die Pensionskassen (Anteil: 22 Prozent), gefolgt von den Spezialfonds (knapp 18 Prozent). Die im Vorjahr führenden Corporates liegen mit nur noch rund 14 Prozent inzwischen auf dem dritten Platz. Auch ausländische Investoren haben den Kölner Gewerbemarkt wiederentdeckt. Ihr Umsatzanteil betrug im ersten Halbjahr immerhin wieder zehn Prozent. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres war diese Gruppe fast komplett abgetaucht, so das Maklerhaus abschließend.







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