24. 05. 2012
Seite drucken
Hertie-Insolvenz: Erster Erfolg bei Vermarktung von Hertie-Immobilien
Nun meldet der für die Vermarktung des Immobilienportfolios beauftragte
Immobilienberater Atisreal einen ersten Verkaufsabschluss.
Ein 9200 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassendes Warenhaus in der
Innenstadt von Wolfenbüttel ist nun das erste Immobilien von 61
Warenhäusern des Hertie-Konzerns an einen neuen Besitzer gegangen. Ein
mittelständischer Projektentwickler namens KTM habe das Objekt gekauft,
hieß es dazu. Die Immobilienvermittler der Retail-Abteilung von
Atisreal hoffen nun,
dass endlich Bewegung in die seit Monaten laufenden Benmühungen kommen,
das Portfolio des Hertie-Konzerns an Investoren zu veräußern. Die
Vermittlungsbemühungen gestalteten sich zunächst schwierig. Nachdem der
Konzern im Sommer Insolvenz anmelden musste, sorgte diese Nachricht in
vielen Kommunen – auch in Köln für heftige Diskussionen. Und auf
Initiative verschiedener Kommunalpolitiker kamen Mitte September dieses
Jahres Vertreter zahlreicher betroffener Kommunen in der Gemeinde
Wesseling am Rhein südlich von Köln, um über die weitere Entwicklung zu
beraten.
Kein Angriff auf das Unternehmen Hertie
„Die Verkäufe sind sicherlich nicht als Angriff auf das Bestehen von
Hertie zu werten. Deshalb sprechen wir vor allem mit regionalen,
mittelständischen Investoren, die Hertie-Häuser kaufen wollen“,
erkläret Christoph Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung von Atisreal
und Leiter Retail Investment, der die Vermarktung der Liegenschaften
betreut. „Diese Anleger können am ehesten beides: Hertie bei
erfolgreicher Sanierung des Unternehmens am jeweiligen Standort
belassen oder die Objekte entwickeln, wenn es keine Zukunft für das
Unternehmen geben sollte“, betont Meyer weiter.
Die Hertie-Häuser befinden sich überwiegend in den 1A-Lagen
mittelgroßer Städte. „Die Nachfrage von Investoren, die die
Standortqualität erkannt haben, ist entsprechend rege“, so Meyer.
Insgesamt steht noch ein Portfolio von 61 Warenhausstandorten mit
insgesamt 540.000 Quadratmetern Mietfläche zum Verkauf, von denen laut
Atisreal mindestens noch zehn in diesem Jahr veräußert werden sollen.
Die Immobilien liegen vor allem in Nordrhein-Westfalen und in
Norddeutschland. Atisreal hat bereits Ende 2007 mit der Veräußerung von
Hertie-Immobilien begonnen. Im Mai dieses Jahres wurden auf Vermittlung
des Frankfurter Maklerhauses zwei Immobilien in Berlin veräußert. Seit
Beginn des Insolvenzverfahrens ist Atisreal mit der Vermarktung des
gesamten Hertie-Portfolios beauftragt.

























