24. 05. 2012
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Köln hat 2009 erneut Chancen auf den Immobilien-Oscar
Alljährlich treffen sich Banken, Investoren, Projektentwickler und jede Menge anderer Immobilienprofis zur Leitmesse im mondänen Cannes. Dort, wo zwei Monate später Filmstars unter dem Blitzlichtgewitter über den roten Teppich laufen, treffen sich im März die Schlipps- und Anzugträger der milliardenschweren Immobilienbranche zu ihrem jährlichen Stelldichein. Nicht nur das Palais de Festival mit seinen Nebenhallen wird genutzt, selbstverständlich werden dann auch in den umliegenden Geschäften, Fünf-Sterne-Hotels und – besonders beliebt – im angrenzenden Yachthafen Geschäfte gemacht oder zumindest angebahnt. Festes Ritual dieser internationalen Fachmesse ist die Verleihung der Mipim-Awards, die – ebenfalls traditionell – am vorletzten Messeabend im feierlichen Rahmen vergeben werden. In der Kategorie "Business Center", hier kommt die Domstadt ins Spiel, ist das mittlere Kranhaus nominiert. Gegner ist der Münchener Angerhof und das World Financial Centre in Shanghai, wie die Stadtspitze in der vergangenen Woche bekannt gab.
Krönender Abschluss für das Jahrhundertprojekt Rheinauhafen
"Mit der Award-Nominierung für das Kranhaus hat die Köln-Präsentation auf der führenden internationalen Immobilienmesse MIPIM auch in diesem Jahr wieder einen absoluten Publikumsmagneten vorzuweisen", zeigte sich Oberbürgermeister Fritz Schramma zufrieden über den Kölner Erfolg. "Schon unser erster Award, den wir 2006 nach Köln geholt haben, ist das beste Beispiel dafür, dass dieser Wettbewerb ein großes internationales Echo hervorruft", so Schramma weiter. Die Mipim-Awards werden alljährlich zumeist in fünf Kategorien ausgelobt. Neben Business-Centern gibt es auch die Kategorien Büroimmobilie, modernisierte Bürogebäude, Hotel & Ferienanlagen sowie die offene Kategorie "green buildings". Ein Jury hatte zuvor aus den eingereichten Bewerbern jeweils drei Projekte ausgewählt. Die Entscheidung, wer den Preis gewinnt, treffen die Fachbesucher auf der Messe, die zwischen dem 10. und 13. März dieses Jahres stattfinden wird. Ansprechpartner für deutsche Projekte ist die in Wiesbaden ansässige Immobilien Zeitung.
Die Nominierung – ein positiver Impuls für den Immobilienstandort?
Vor drei Jahren hatte die städtische Wirtschaftsförderung gemeinsam mit Peek & Cloppenburg erstmals ein Kölner Projekt ins Rennen um die begehrten Auszeichnungen geschickt. Auf Anhieb erhielt das im Herbst 2005 fertig gestellte Kölner Weltstadthaus von P&C den Jury-Preis der MIPIM, vergleichbar mit dem Oscar der Immobilienbranche. Auch in diesem Jahr organisiert das Kölner Amt für Wirtschaftsförderung wieder den Messeauftritt der Kölner Immobilienbranche. "Das Kranhaus steht für hochwertigste Architektur und zugleich für das internationale Format des Kölner Immobilienmarktes", lobte auch Wirtschaftsdezernent Dr. Norbert Walter-Borjans. Das markante 50 Millionen Euro teure Immobilienprojekt ist inzwischen zu fast 100 Prozent vermietet und damit auch wirtschaftlich ein Erfolg. Die Entwürfe stammen aus der Feder des Hamburger Stararchitekten Hadi Teherani (Bothe Richter Teherani Architekten BDA) und Linster Architekten, Trier-Aachen-Luxembourg. Projektentwickler und Initiator war die Düsseldorfer Development Partner AG. Zusammen mit dem Kranhaus-Süd und dem derzeit noch im Rohbau befindlichen nördlichen Kranhaus der Pandion (Wohnungsnutzung) ist es inzwischen zum prägenden Symbol des modernen Wirtschafts- und Bürostandorts Köln geworden. Walter-Borjans, zugleich als Liegenschaftsdezernent für Immobilien- und Grundstücksfragen mitverantwortlich, schöpft aus der erneuten Nominierung eines Kölner Projekts die Hoffnung, dass der Kölner Markt für gewerbliche Immoblien in diesem Jahr gegen den Trend wachsen wird. Zumindest die Maklerbranche sieht das angesichts der zunehmenden Wirtschaftskrise eher etwas skeptisch.

























