24. 05. 2012
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Köln: Neubau des Zentrums für molekulare Medizin nun auch offiziell eingeweiht
Auf dem Campus der medizinischen Fakultäten der Universität zu Köln errichtete das Land für rund 21 Millionen Euro ein neues Wissenschaftsgebäude. Hinter dem Kürzel ZMMK verbirgt sich das Zentrum für Molekulare Medizin Köln. Hier forschen Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin und Naturwissenschaften (Physik, Biologie, Biochemie und Informatik) unter einem Dach an den molekularen Grundlagen von Krankheiten. Die reinen Fakten sehen eher nüchtern aus. Das neue Gebäude bietet eine Nutzfläche von rund 6000 Quadratmetern. 20 der 40 universitären Forschungsgruppen auf diesem Gebiet haben bereits im November vergangenen Jahres ihre neuen Labors bezogen. Die Bauzeit samt Einrichtung dauerte mehr als zweieinhalb Jahre. Und von außen wirkt der Zweckbau nun wahrlich nicht wie das High-Zentrum des aufstrebenden Zweiges der so genannten Lebenswissenschaften (engl. "life sciences), der in Köln unter anderem auch im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes zusätzliche Gelder zufließen.
Vier Schwerpunkte der Forschung
Innerhalb des weiten Feldes interdisziplinärer Erforschung von molekularen Grundlagen haben sich die Kölner Wissenschaftler, die nun in dem neuen Gebäude eine neue Wirkungsstätte haben, auf vier Schwerpunkt spezialisiert. Ihre Grundlagenforschung soll sich vor allem auf die Ursachen von Herz- und Gefäßerkrankungen, Tumoren, Entzündungen und Infektionen sowie auf die Neurobiologie konzentrieren. Darunter fallen so weit verbreitete Krankheiten wie Krebs, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Arteriosklerose. Auch durch die räumliche Nähe zu den Gebäuden der Universitätsklinik – das Gebäude befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Frauenklinik der Uni – soll zudem gewährleistet sein, dass die Ergebnisse und Erkenntnisse der Forschung auch den Patienten zugute kommen. Ziel ist es vor allem neue Therapieansätze zu entwickeln.
Lob und hohe Erwartungen von allen Seiten
Auf der heutigen Eröffnungsveranstaltung äußerte Innovationsminister Pinkwart seine Zufriedenheit über den Abschluss der Bauarbeiten. Der Neubau ist zugleich auch sichtbares Zeichen für diesen wichtigen Forschungsbereich an der Kölner Hochschule. "Mit dem neuen Gebäude bekommt die international beachtete und renommierte biomedizinische Forschung der Universität Köln die Sichtbarkeit, die ihr zusteht", erklärte Pinkwart. Auch Schramma gab sich zufrieden und voller Erwartungen. "Hier in Köln entsteht das führende Kompetenzzentrum im Bereich der Gesundheit der Generationen", so das Kölner Stadtoberhaupt bei der heutigen Einweihung. Der Neubau soll dabei vor allem bei der Bündelung der Kompetenzen unter einem Dach helfen. Eine Anbindung an das neu gegründete Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns sowie die aktive Beteiligung am Exzellenzcluster Alternsforschung machen die Bedeutung des Neubau deutlich. 14 der insgesamt 18 Projektleiter des Exzellenzclusters sind die Forschungsvorhaben des ZMMK integriert, hieß es dazu weiter. Das neue Max-Planck-Institut wird zudem bis zur Fertigstellung seiner neuen Zentrale im Jahr 2012 die eigenen Forschergruppen auf zwei der sechs Etagen unterbringen.
Das ZMMK wurde bereits 1994 als fakultätsübergreifende Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Bereits ein Jahr danach wurde das Zentrum als eines von acht Modellprojekten des Bundesforschungsministeriums in die Förderung genommen. Es sollte allerdings noch bis zum Jahr 2003 dauern, ehe die finanzielle Unterstützung des Bundes für das ZMMK verstetigt werden konnte. Bis dahin flossen aus Bundesmitteln rund 20 Millionen Euro in die Einrichtung. 2004 übernahm das Land NRW die Finanzierung der laufenden Kosten. Mit Inkrafttreten der Regelungen des neuen Hochschulfreiheitsgesetzes wird das jährliche Mittelvolumen von 5,1 Millionen Euro von der medizinischen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät gemeinsam bestritten. Leiter des ZMMK ist der Medizinprofessor Martin Krönke.

























