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24. 05. 2012
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Kölner Büromarkt mit deutlichen Abschlägen in 2009


12.03.2010 17:30 von:

Schlagwörter: Köln,Büromarkt,Büroflächen,Vermietung,Vermietungsleistung,Greif und Contzen,Makl

Der Kölner Markt für Büroimmobilien ist im zurückliegenden Jahr deutlich nach unten gegangen. Nach dem bisherigen Rekordjahr 2008 mit einem Vermietungsvolumen von rund 300.000 Quadratmeter ging es im vergangenen Jahr erstmals seit 2001 wieder nach unten. Mit einer Vermietungsleistung von rund 230.000 Quadratmeter lag das Volumen um 23 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Kölner Immobilienberater Greif & Contzen in seinem aktuellen Marktbericht bekannt gab. Trotz der deutlichen Abschläge bleibt der Flächenumsatz im vergangenen Jahr oberhalb des zehnjährigen Durchschnitts, so die Marktexperten weiter. Im Vergleich zu anderen Immobilienhochburgen wie Frankfurt am Main oder München konnte sich Köln allerdings relativ gut behaupten. Andernorts waren Rückgänge von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen. Trotz Wirtschaftskrise und einem deutlichen Konjunktureinbruch im vergangenen Jahr stieg nach Angaben des Maklers die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sogar noch leicht auf 450.000 an. Allerdings gebe es trotz der positiven Impulse am Konjunkturhimmel Anzeichen dafür, dass das Vermietungsvolumen im laufenden Jahr weiter zurückgehen wird. Ausschlaggebend dafür ist ein erwarteter Anstieg der Arbeitslosigkeit und damit einhergehend ein spürbarer Rückgang der Nachfrage nach Büroflächen. Die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten soll demnach im Laufe des Jahres um 10.000 zurückgehen, die Arbeitslosenquote nach Schätzungen auf knapp 13 Prozent ansteigen.

Aber nicht nur beim Vermietungsvolumen zeigte sich der Kölner im Vergleich zu den anderen fünf deutschen Immobilienhochburgen stabil. Auch bei den Mietpreisen auf dem Büromarkt gab es ein hohes Maß an Kontinuität, wie das Beratungsunternehmen herausfand. Der Druck auf die Mietpreise wird nach Meinung von Greif & Contzen jedoch anhalten. So ging das "gewichtete Mittel" aller Büromieten im vergangenen Jahr von knapp zwölf auf nur noch 10,88 Euro pro Quadratmeter nettokalt zurück. Auch für das laufende Jahr dürfte sich dieser Trend nach unten – wenn auch abgeschwächt – fortsetzen. Greif & Contzen rechnet hier mit einem Durchschnittspreis von 10,50 Euro pro Quadratmeter. Auch bei den Spitzenmieten soll der 2009 erzielte Spitzenmietpreis von 21 Euro pro Quadratmeter in diesem Jahr nachgeben. Mit prognostizierten 20,50 Euro ist der Rückgang allerdings nicht ganz so deutlich wie im Gesamtmarkt. Das Maklerhaus begründet das mit dem relativ knappen Angebot an modernen Büroflächen in guten bis sehr guten Lagen. Spitzenlagen finden sich neben dem Rheinauhafen vor allem im Bereich des Bankenviertels sowie entlang der Rheinuferstraße. Auch das Neubauprojekt Westgate dürfte gute Marktpreise erzielen. Die positive Entwicklung des Bürostandorts Köln-Deutz hat sich derweil auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Mit Spannung wird hier die weitere Entwicklung durch "Leuchtturmprojekte" wie die MesseCity oder die Umwidmung des ehemaligen Lufthansa-Hochhauses in das Projekt "maxCologne" erwartet.

bei der Branchenverteilung zeigt sich erneut, wie breit die Kölner Wirtschaft und damit auch die Nachfrager nach Büroflächen aufgestellt sind. Im vergangenen Jahr schaffte es keine Branche, auf mehr als 13 Prozent Umsatzanteil zu kommen. Mit 13 Prozent führt hier das Segment "Behörden/Verbände", bedingt auch durch die Großanmietung des Verbandes Privater Krankenkassen im Cologne Oval Office (COO) am Rheinufer. Unternehmen der Medienbranche folgen nach Angaben des Makler auf Rang zwei mit einem Anteil von zwölf Prozent. Den dritten Platz mit rund neun Prozent Flächenumsatzanteil teilen sich gleich vier Branchen. Neben Beratungsunternehmen und Bildungsträgern und –gesellschaften sind auch Industriebetriebe und allgemeine Dienstleister zu nennen. Insgesamt weist der Kuchen 15 verschiedene Branchen aus, so das Maklerhaus weiter. Schnell reagiert haben hingegen die Projektentwickler. Nach einem Fertigstellungsvolumen von rund 260.000 Quadratmeter im vergangenen sollen in diesem Jahr gerade noch rund 60.000 Quadratmeter an neuen Büroflächen auf den Markt kommen. Allerdings gibt es zahlreiche bedeutende Projekte "in der Pipeline", die in diesem und dem darauffolgenden Jahr ihrer Fertigstellung entgegenstreben. Alleine in der Airportcity stehen Entwicklungen in einem Volumen von rund 80.000 Quadratmeter auf dem Plan. Mit dem Gerling-Quartier, dem maxCologne, dem Cologne Oval Office und dem Mülheimer Carlswerk gibt es weitere bedeutende Großprojekte, die in Kürze fertig gestellt werden. In der Statistik gibt es auch bedeutende Neubauprojekte für Eigennutzer. Das größte von ihnen hat gerade mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Die neue Konzernzentrale des Energieversorgers RheinEnergie AG ist mit einer Nutzfläche von rund 45.000 Quadratmeter ebenfalls eines der größeren Bauprojekte in dieser Stadt. Trotz der vollen "Pipeline" und dem Rekordvolumen bei den Fertigstellungen hat sich die Leerstandsquote kaum verändert. Mit 8,4 Prozent ist sie indes leicht gestiegen. Trotz der deutlich rückläufigen Fertigstellungen in diesem Jahr wird sie allerdings nach Schätzungen des Kölner Makler auch im laufenden Jahr weiter ansteigen. Das Plus soll allerdings mit einem geschätzten Leerstand von 8,5 Prozenz ebenfalls moderat ausfallen. Auch dieses Problem ist in den anderen Hochburgen wesentlich gravierender, hieß es dazu abschließend.


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