24. 05. 2012
Seite drucken
Kölner Büromarkt wird sich 2012 "normalisieren"
In seiner aktuellen Marktprognose geht das Kölner Immobilienberatungsunternehmen Greif & Contzen von einer Vermietungsleistung von rund 230.000 Quadratmetern aus. Nachdem eigenen Recherchen zufolge die gesamte Bürovermietungsleistung mit 330.000 Quadratmetern taxiert wurde, bedeutet das zunächst einen drastischen Rückgang. Allerdings war das Immobilienjahr 2011 durch zwei „Ausreißer“ geprägt. 83.000 Quadratmeter entfielen alleine auf die beiden Anmietungen von Lanxess und Rheinenergie. Rechnet man diesen Sondereffekt heraus, ist man fast wieder auf dem Niveau der Schätzung. Langfristig betrachtet liegt der Kölner Büromarkt mit der nun veröffentlichten Schätzung wieder in der Nähe des Zehn-Jahres-Durchschnitts angekommen.
Gesunder Markt – Leerstand soll weiter sinken
Trotz der rückläufigen Erwartungen sind die Marktexperten des Kölner Maklerhauses alles andere als pessimistisch gestimmt. So wird beispielsweise das Neubauvolumen in diesem Jahr bei erneut unter 100.000 Quadratmetern liegen. Das wiederum bedeutet, dass die Leerstandsquote auch in diesem Jahr weiter zurückgehen wird, auch wenn sich die Dynamik des Rückgangs etwas abschwächen wird. So bleiben beispielsweise hochwertige Büroflächen in guten Lagen weiterhin gefragt. Hier wird es somit eher zu einem Engpass kommen, was sich stabilisierend auf die Spitzenmieten auswirkt. Ein „erheblicher“ Teil der Leerstände ist überdies revitalisierungsbedürftig, ist also folglich nicht wirklich marktfähig.
Stabile Preise und eine leichte Belebung bei Projekt-Pipeline
Nachdem die Durchschnittsmieten im vergangenen Jahr mit 11,23 Euro pro Quadratmeter spürbar angestiegen ist, rechnet das Kölner Maklerhaus in diesem Jahr mit einer Stabilisierung auf diesem Niveau. Auch die Spitzenmieten werden aller Voraussicht nach mit 21 Euro pro Quadratmeter auch in diesem Jahr stabil bleiben. Nach Angaben des Immobilienberaters ist die Spitzenmiete damit bereits seit dem Jahr 2008 unverändert.
Gestiegen ist hingegen das Volumen an Neubauflächen im Bürosegment. Noch im Jahr 2008 lag das Volumen an fertiggestellten Büroflächen bei rund 120.000 Quadratmetern. Ausgerechnet im Krisenjahr kamen mit 260.000 Quadratmetern so viele Büroflächen neu auf den Markt wie schon lange nicht mehr. In den beiden Folgejahren ging dieser Wert dann aber auch jeweils 60.000 Quadratmeter zurück. Ausgehend davon bedeutet das erwartete Fertigstellungsvolumen in Höhe von 80.000 Quadratmeter eine leichte Belebung. Zwei Drittel davon sind bereits vor Fertigstellung vermietet, wie der Makler weiter mitteilte. Mit diesen Kennzahlen liegt die Millionenstadt am Rhein im „moderaten und stabilen“ Bereich. Ausgehend von der geografischen Lage spricht das Beratungsunternehmen von einem „guten Preis-/Leistungsverhältnis.


























