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24. 05. 2012
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MaxCologne: Hoher Besuch auf der Baustelle


21.06.2010 18:48 von:

Schlagwörter: Köln,Baustelle,Rückbau,Abriss,Parkdeck,Lufthansa,maxCologne,Hochtief,Projektentw

"maxCologne”, so soll das ehemalige Verwaltungsgebäude der Deutschen Lufthansa AG einmal heißen, wenn es im dritten Quartal 2012 fertig gestellt sein soll. Am heutigen Montag besuchten Oberbürgermeister Jürgen Roters und Baudezernent Bernd Streitberger zusammen mit den Verantwortlichen des Projektentwicklers die Abrissbaustelle am rechten Kölner Rheinufer. Das alte Gebäude steht seit einigen Jahren leer, nachdem die börsennotierte Fluggesellschaft nur wenige Hundert Meter weiter seinen neuen Verwaltungssitz gegenüber der Kölnmesse bezogen hatte. Inzwischen habe die Abrissbagger bereits ganz Arbeit geleistet. So werden unter anderem Parkdecks, die drei oberirdische Geschosse hoch waren, zurückgebaut. In zwei Monaten will man mit dem "Rückbau" fertig sein. Dann beginnt der Rohbau neuer Gebäudeteile, die an der Nord- und Südseite an die Bestandsgebäude angebaut werden. Im Herbst kommenden Jahres wollen die Verantwortlichen dann mit der neuen Fassade fertig sein, bevor dann in zwölf Monaten der komplette Innenausbau erfolgt. 46.000 Quadratmeter vermietbare Flächen sollen in den kommenden Monaten und Jahren vermarktet werden. Projektentwickler und Investor, die Rheinischen Zusatzversorgungskassen (RZVK) hoffen auf eine schnelle Vermietung, schließlich liegen die neuen Büroflächen an prominenter Stelle. Schon heute führe man erste Gespräche, wie der Niederlassungsleiter der Hochtief Projektentwicklung GmbH, Rolf Müller, bestätigte.

Mit dem Rückbau wird das bisherige kompakte Gebäudeensemble städtebaulich geöffnet und frei gestellt. So soll sowohl in Nord-Süd- wie auch in Ost-West-Richtung neue Sichtachsen entstehen. Mit den Anbauten an der Nord- und der Südseite wird der Baukörper zwar etwas massiver. Allerdings wirkt das neue Ensemble aus dem rund 95 Meter neuen Hochhaus mit 36.000 und dem Nebengebäude und seinen rund 10.000 Quadratmeter Mietfläche deutlich transparenter. So wird unter anderem der Blick auf den Rhein von der Mindener Straße wie auch der von der Rampe zur Deutzer Brücke auf die Kirche St. Heribert geöffnet, wie die Verantwortlichen warben. Die Stadtvorstände Roters und Streitberger zeigten sich jedenfalls begeistert von den Illustrationen des zukünftigen maxCologne. So soll unter anderem an der Südseite eine neue Platzfläche entstehen, die dem Haupteingang zum Hochhaus vorgelagert ist. Großzügig soll auch das Innere des neuen Hochhauses werden. Statt den Parkdecks soll zukünftig eine große Eingangshalle den Blick auf das Rheinufer und St. Heribert öffnen. Für das Energiekonzept des neuen Büroensembles haben die Initiatoren um die Hochtief-Tochter und den Sieger des Architektenbüros Hentrich Pertschnigg & Partner (HPP) bereits das Vorzertifikat der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen erhalten.

Auch der Vertreter des Investors, Geschäftsführer Reinhard Elzer von den Rheinischen Zusatzversorgungskassen, zeigte sich zufrieden mit dem Baufortschritt und dem Objekt. Die Versorgungskasse selbst hat alleine in den vergangenen zehn Jahren rund 450 Millionen Euro alleine im Stadtteil Deutz investiert. Neben dem maxCologne, das vor wenigen Monaten für rund 235 Millionen Euro den Besitzer wechselte und nun von Warburg-Henderson in einem Spezialfonds für die RZVK gemanagt wird, gehört dem Investor auch das Triangel mit dem rund 100 Meter hohen Büroturm und das Rheinlandhaus, das im vergangenen Jahr fertig saniert und auf den neuesten Stand gesetzt wurde. Dieses Gebäude ist der Sitz des Investors. Dass die Sanierung von 40 Jahre alter Bausubstanz nicht immer einfach ist, konnte auch http-Manager Müller bestätigen. So mussten auch im Lufthansa-Hochhaus asbesthaltige Baumaterialien entkernt und entsorgt werden. Dafür werden im Neubau und dem Innenausbau nachhaltige Materialien verwendet. Außerdem wird es zukünftig zwei Gebäudeschalen geben, um das ehrgeizige Ziel der deutlichen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs zu realisieren. So fördern unter anderem zwei Brunnen Grundwasser zur Temperierung der Büroflächen in Heiz-Kühl-Decken. Das Bestandsgebäude bleibt dabei in seiner Grundsubstanz bestehen.

Lediglich die Anbindung an den Stadtteil Deutz steht noch aus. Bernd Streitberger bemerkte am Rande des Rundgangs, dass die Erschließung des neuen Ensembles bisher nur durch eine Fußgängerbrücke über die Mindener Straße sowie eine Stadtbahnunterführung funktioniert. Die werden zwar gut angenommen, seien aber der Weisheit letzter Schluss noch nicht. Die Lenkungsgruppe zum Masterplan Innenstadt sieht hier eine seiner zentralen sieben Aufgaben. "Die Stadtbahn ist eine harte Grenze", erläuterte Streitberger die Schwierigkeit. Zur Westseite hin sieht es da schon wesentlich positiver aus und das liegt nicht nur am grandiosen Kölner Panorama mit Hohenzollernbruecke, Dom und dem Rhein. In unmittelbarer Nähe zum maxCologne haben am heutigen Montag die Bauarbeiten für den RheinBoulevard begonnen. Auch hier sollen die Arbeiten in rund zwei Jahren abgeschlossen sein.


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