24. 05. 2012
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Mipim-Award für Kölner Kranhaus
Alle Jahre wieder treffen sich die Entscheider der internationalen Immobilienbranche im sonnigen Cannes an der Cote d’Azur. Und einer der Höhepunkte der viertägigen ist die Verleihung der so genannten "Mipim Awards". In fünf Kategorien werden die Auszeichnungen vergeben. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Wettbewerben entscheiden die Messebesucher auf der Messe selbst über die Gewinner. In der entsprechenden Kategorie "Business Centre" trat das mittlere der drei Kranhäuser, das Kranhaus 1, gegen den Münchener Angerhof und das World Financial Centre in Shanghai an – und gewann. Am späten Donnerstagabend nahmen die Projektbeteiligten Winfried Siebers vom Düsseldorfer Projektentwickler Development Partner AG und Architekt Hadi Teherani die Auszeichnung entgegen. Teherani, der bereits seine dritte Auszeichnung in Cannes erhielt, ist allerdings nicht der einzige Urheber des markanten Bürogebäudes im Kölner Rheinauhafen. Das in Trier und Luxemburg ansässige Architekturbüro Linster Architekten beansprucht eine Miturheberschaft. Das 16.000 Quadratmeter Bürofläche umfassende 16-geschossige Bürogebäude kostete rund 50 Millionen Euro und ist inzwischen nahezu vollständig vermietet. Vor allem Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen haben sich inzwischen in dem Gebäude niedergelassen.
Zufriedene Kölner Gesichter und ein kleinteiliger Messeauftritt
Mit der zweiten Auszeichnung hat sich erneut ein Kölner Immobilienprojekt bei der Leitmesse der Branche durchsetzen können. Die Kölner Delegation, die erneut über ihre Marketinggesellschaft Köln Bonn Business einen Gemeinschaftsstand in Cannes hatte, zeigte sich nach der Preisverleihung hoch zufrieden. "Das ist ein positives Signal für Köln - ich danke allen Beteiligten und wünsche mir für die nächsten Jahre weitere Projekte dieser Strahlkraft", erklärte der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma, der wegen des Einsturzes des Historischen Archivs allerdings in diesem Jahr nicht nach Südfrankreich reiste. Auch die beiden Dezernenten Dr. Norbert Walter-Borjans (Wirtschaft und Liegenschaften) und Bernd Streitberger (Stadtentwicklung) reisten bereits am Donnerstag zurück in die Domstadt und waren bei der feierlichen Preisverleihung nicht mehr dabei. "Der MIPIM-Award, den das Kranhaus 1 und sein Architekt Hadi Teherani gegen starke Konkurrenz aus allen Kontinenten gewonnen hat, ist für unsere Stadt enorm wichtig. Er lenkt die Blicke internationaler Investoren nicht nur auf Köln insgesamt, sondern ganz besonders auf Köln als Wirtschaftsstandort", kommentierte Walter-Borjans die Auszeichnung.
Während die Verantwortlichen des Gemeinschaftsstandes der Region Köln-Bonn sich auch zufrieden mit dem Messeverlauf äußerten, regte sich bereits im Vorfeld der Messe Unmut an der zu kleinteiligen Präsentation. Bereits bei der Ernennung der neuen Geschäftsführerin bei der Marketinggesellschaft Köln Bonn Business hatte es vor allem vonseiten der Sozialdemokraten Kritik gegeben. Inzwischen plädiert auch die CDU für eine Ausweitung der regionalen Zusammenarbeit. In die gleiche Richtung agieren die Industrie- und Handelskammern beider Großstädte bereits seit längerer Zeit, zuletzt mit einem gemeinsamen Konjunkturbarometer. Der Kölner Immobilienmarkt selbst zeigte sich auch 2008 trotz beginnender Wirtschafts- und Finanzkrise außerordentlich stabil. Zwar rechnen Experten inzwischen mit einem moderaten Anstieg der Leerstandsrate auf über zehn Prozent. Trotzdem bleibt der Büromarkt in der größten NRW-Kommune mit 290.000 (Atisreal) bzw. 300.000 Quadratmeter (Greif & Contzen) Umsatzvolumen nahezu auf Rekordniveau. Der Kölner Gemeinschaftsstand umfasste – wie sollte es anders sein in der Domstadt – elf Standpartner. Die Gewerbeimmobilienmesse endete am heutigen Freitag.

























