24. 05. 2012
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Neubau am Rudolfplatz heißt "Westgate"
Autofahrer, die aus der Innenstadt kommend die Schaefenstraße
stadtauswärts fahren, müssen kurz vor den Ringen eine kleine Schleife
fahren.
Aufgrund der Abrissarbeiten ist die Straße an der Südseite des
Gebäudekomplexes nur einspurig befahrbar. Unabähngig davon steht nun
der Name der neuen Immobilie fest, wie der Münchener MEAG Munich Ergo
Asset Management GmbH, am heutigen Montag in einer Pressemitteilung
bekannt gab. „Westgate“, so der inzwischen auch beim Deutschen Marken-
und Patentamt eingetragene Markenname. Damit hat das neue Tor zum
Westen an der historischen Ost-West-Stadtachse nun endlich einen neuen
Namen, nicht ganz unwichtig für die bevorstehende Vermarktung der
Nutzflächen.
Öffnung nach Westen
Der Gebäudekomplex, der nun abgerissen wird, war früher Sitz der Kölner
Stadtsparkasse, ehe das kommunale Kreditinstitut in den direkt östlich
davon gelegenen Neubau umzog. Danach folgten verschiedene
Einzelhandelsnutzungen, zuletzt auch als Kunsträume oder
Schnäppchenflächen. Richtig ansehnlich war das nicht und so hatte der
Stadtrat bereits vor knapp zwei Jahren Grünes Licht für eine umfassende
Revitalisierung gegeben. In einem Ideenwettbewerb erreichte das
Düsseldorfer Architekturbüro Hentrich Petschnigg und Partner den ersten
Preis. Doch es sollte noch einige Zeit dauern, bis tatsächlich die
Bagger anrücken konnten. Seit der zweiten Oktoberwoche aber ist es
soweit.
Das Bürogebäude wurde in den 50er Jahren als Bürobau konzipiert und war
bis 1992 Sitz der Kölner Stadtsparkasse, anschließend fand hier ein
Elektronikmarkt Verkaufsflächen. Nun soll das in die Jahre gekommene
Bürogebäude komplett abgerissen und durch einen siebengeschossigen
Neubau ersetzt werden. Bis zu 850 Menschen sollen dann in Büros und im
Einzelhandel arbeiten. Mögliche Mietparteien sind neben hochwertigen
Einzelhandelsgeschäften auch Gastronomie. Durch Wärmepumpeneinsatz soll
die Heizkostenrechnung der späteren Mieter geschont werden, das dazu
notwendige Grundwasser wird aus einer Tiefe von 25 Meter in sechs
Brunnen an die Oberfläche gepumpt, erklärte der Bauherr. Das Gebäude
hat nach den Plänen eine Gesamtnutzfläche von 21.000 Quadratmetern,
2700 davon sind für Einzelhandel, 17.400 für Büronutzung vorgesehen.
Zum Investitionsvolumen machten die Verantwortlichen keine Angaben.
Nach derzeitigem Zeitplan soll das Gebäude bis Herbst 2010 fertig
gestellt sein.

























