24. 05. 2012
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Neues Hotel am Rheinauhafen eröffnet
Das art’otel am Kölner Rheinauhafen ist eröffnet. Im Beisein der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes eröffneten Boris Ivesha, Präsident und Vorstandsvorsitzende des Betreibers Park Plaza Hotels, und die neue Hoteldirektorin Cordula Waldeck (44) die neue Liegenschaft mit Blick auf den Vater Rhein und die neue Stadt-Silhouette mit den drei Kranhäusern. "Die heutige Eröffnung des art’otels cologne ist der Anfang einer ganzen Reihe von neu geplanten art’otels in den nächsten drei Jahren", so Ivesha. Als Standorte für die neuen Beherbergungsbetriebe sind unter anderem die europäischen Metropolen Amsterdam und London vorgesehen.
Gleich mit einer ganzen Reihe von Innovationen warten die Verantwortlichen am Kölner Standort auf. So soll neben der besonderen Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit auch der Aspekt der Kunst ein Alleinstellungsmerkmal sein. Die Stromversorgung erfolgt über die kostengünstigen Energieträger Mittelspannungsnetz und Fernwärme. Durch den Einsatz moderner Wassertechnik soll überdies der Wasserverbrauch in den 218 Zimmern des Hotels um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Durch intelligente Gebäudetechnik will der Betreiber zudem die eigene Betriebskostenrechnung optimieren. Am Nordende des langgezogenen viergeschossigen Hotelgebäudes befindet sich mit dem Club "Chino Latino" ein weiteres Highlight. Wahrzeichen des neuen "art’otel" ist die kunstvolle und durchaus nicht alltägliche Ausstattung der Räume und des Interieurs. Gleich im Eingangsbereich fallen die grellen Sitzmöbel und die kahlen Betonwände auf, die teilweise mit den Kunstwerken der Künstlerin ausgestattet sind. Die Entwürfe für den Hotelneubau stammen aus der Feder der Architektin Christiane Nalbach, die allerdings bereits in einer frühen Phase mit der aus Korea stammenden Künstlerin SEO zusammengearbeitet hat.
"Ein solches Kunst- und Kulturhotel hat in Köln schon lange gefehlt", erklärte die Kölner Bürgermeisterin Scho-Antwerpes bei der feierlichen Eröffnung des neuen Hauses. Auch der Chief Operating Officer des Betreibers Park Plaza Hotels, Eric von Kessel, zeigte sich hocherfreut, dass der Neubau inzwischen fertig gestellt ist. Derzeit gibt es in Deutschland mit dem neuen Kölner Objekt sieben "art’otel", ein weiteres befindet sich in Budapest. Nach längerer Pause hat sich der Betreiber dazu entschlossen, mit der Expansion dieser Hotelmarke fortzufahren. Dabei orientiert man sich an der geografischen Stoßrichtung Westen. Im kommenden Jahr soll ein weiteres art’otel in Amsterdam, ein Jahr darauf in der britischen Hauptstadt London eröffnet werden. Die künstlerische Gestaltung der Innenräume und der Fassaden wird dabei – das ist Teil des Konzeptes – einem bestimmten Künstler zugewiesen. Eigentümer der Hotelimmobilie ist das Versorgungswerk der Zahnärztekammer mit Sitz in Berlin, Projektentwickler ist das Unternehmen LIP. Mit einer Bauzeit von insgesamt 15 Monaten blieb man im Zeitplan, wie die Verantwortlichen weiter erläuterten. Und das Lob des Vorstandes gab es hinterher. "Sie haben etwas Wunderbares geschaffen", so von Kessel weiter.
Die Künstlerin SEO ist eine Meisterschülerin von Prof. Georg Baselitz. Ihre Arbeiten bestehen zum Teil aus bis zu 10.000 Stücken Papier, die akribisch übereinander auf Leinwand verklebt werden, um anschließend bemalt zu werden. So entstehen komplexe Werke mit einer besonderen Oberfläche. Nach ihrem Erststudium in ihrer Heimat Korea nimmt sie im Jahr 2000 an der Berliner Akademie der Künste ihr nächsten Studium auf. Im Anschluss erhielt SEO bereits zahlreiche internationale Kunstpreise. Ein Kunstwerk wurde übrigens schon entwendet. Vor der Einweihung zierte eine Plane mit dem Motiv ihres Werkes "Global Roses" den Bauzaun. Innerhalb von nur einer Woche wurde diese Plane gleich zweimal entwendet. In dem heute eröffneten Hotel dürfte das nicht passieren.

























