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24. 05. 2012
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NRW: Deutlicher Rückgang bei Neugenehmigungen für Büro- und Verwaltungsgebäude


03.05.2011 09:06 von:

Schlagwörter: NRW,Baugenehmigung,2010,Rückgang,Büro,Verwaltung,Landesamt,Schweinezyklus

Der so genannte "Schweinezyklus" ist in der Fachsprache der Wirtschaftswissenschaftler ein feststehender Ausdruck. Gemeint ist die Wellenbewegung von den Aufs und Abs einer Konjunktur. Bei steigenden Marktpreisen verstärkt sich zugleich auch das Angebot; fallen hingegen die Preise, zum Beispiel durch ausbleibende Nachfrage, sinken auch die Investitionen. Nur anti-zyklisches Verhalten kann diesem beständigen und immer wiederkehrenden Marktmechanismus abfedern. In einer Branche wie der Immobilienwirtschaft wirken diese Mechanismen aufgrund der langen Vorlaufzeiten und hohen Lebensdauer des Produkts Immobilie mit entsprechender Zeitverzögerung. So hat der fast vollständige Einbruch auf dem Investmentmarkt im Jahr 2009 dazu geführt, dass vor allem Projektentwickler sehr vorsichtig mit Projektierungen wurden. Obwohl die Nachfrage nach Büroflächen inzwischen wieder erfreulich angestiegen und das Investmentgeschäft noch stärker anzog, wirkte dieser Effekt offenbar nach. Nur so ist zu erklären, warum im Wirtschaftboomjahr 2010 die Zahl der Neubaugenehmigungen im Segment Büro- und Verwaltungsgebäude mit 219 neu genehmigten Objekten um mehr als ein Viertel (- 28,2 Prozent) zurückging. Der genehmigte Rauminhalt sank mit rund 1,3 Millionen Kubikmeter umbauter Raum sogar um fast die Häfte (- 49 Prozent) ab.

Der Einbruch bei den gewerblich genutzten Gebäuden sorgte auch für rote Vorzeichen insgesamt. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Dienstag weiter mitteilte, sank landesweit die Zahl der Baugenehmigungen für Betriebs-, Büro- und Verwaltungsgebäude mit 3703 um 1,5 Prozent. Stabilisierend wirkte sich dabei vor allem das Segment der landwirtschaftlich genutzten Gebäude auf den Gesamtmarkt aus. Mit 1318 wurden 2010 neun Prozent mehr Genehmigungen erteilt als im Jahr zuvor. 1008 Baugenehmigungen für Handels- und Lagergebäude im vergangenen Jahr bedeuteten ebenfalls einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings lag der Zuwachs mit 1,4 Prozent bereits deutlich darunter. In der Kategorie verzeichneten die Landesstatistiker mit 438 neu genehmigten Fabrik- und Werkstattgebäuden ebenfalls einen deutlich Rückgang von 11,9 Prozent. Die Baugenehmigungen für die Sammelkategorie "übrige Gebäude" ging mit 720 im vergangenen Jahr um eher moderate 4,5 Prozent zurück, hieß es dazu abschließend.







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