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24. 05. 2012
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Rennen um ehemaliges Völkerkundemuseum scheint entschieden


04.03.2009 20:35 von:

Schlagwörter: Köln,Rautenstrauch-Joest-Museum,Nachnutzung,Luxet,Musikschule,Gebäude,Kulturbetr

Im Januar vergangenen Jahres schloss das Völkerkundemuseum (Rautenstrauch-Joest-Museum) am Ubierring seine Pforten. Noch in diesem Jahr soll der städtische Kulturbetrieb Hauptnutzer im neuen Kulturzentrum am Neumarkt werden und damit deutlich mehr Flächen zur Verfügung haben als in dem repräsentatitven Altbau ganz in der Nähe des Kölner Rheinauhafens. Was aber geschieht mit der Immobilie? Genau darum dreht sich seit bereits über einem Jahr die Diskussion unter den Fachleuten. Zuletzt gab es zwei seriöse Bewerber um die Nachnutzung des ehemaligen Rautenstrauch-Joest-Museums. Am gestrigen Dienstag hat Kölns Wirtschaftsdezernent Dr. Norbert Walter-Borjans die Ergebnisse der Auswertungen Konzepte von seinen Fachleuten auswerten lassen und hat zugleich eine Empfehlung ausgesprochen. Demnach soll nun die Rheinische Musikschule im ehemaligen Völkerkundemuseum ihre neue Zentrale eröffnen. Deren Konzept für ein "Zentrum für Musik und Tanz" konnte die Fachleute der Stadtverwaltung mehr überzeugen als das Konzept der Betreiberinitiative Luxet, die in dem repräsentativen Gebäude ein "Haus für Kino- und Medienkultur" etablieren wollten. Nach abschließender Diskussion im Stadtvorstand hatte sich auch die Verwaltungsspitze für die Rheinische Musikschule als zukünftigem Nutzer entschieden, mit einer Ausnahme. Berichten in der Kölner Lokalpresse war zu entnehmen, dass Kulturdezernent Prof. Georg Quander der Empfehlung nicht zustimmte.

Musik- und Tanzzentrum in der Südstadt

Nach dem Auszug des Völkerkundemuseums zu Beginn vergangenen Jahres suchte die Stadt nach einem Ersatzmieter der repräsentativen Immobilie nahe des Rheinauhafens. Nachdem sich zunächst drei Bewerber gemeldet hatten, schränkte sich die Zahl der seriösen Vorschläge schnell auf zwei ein. Bereits in den zurückliegenden Wochen nutzten die Verantwortlichen der Rheinischen Musikschule die Gelegenheiten, zum Beispiel im Schulausschuss für ihre Idee zu werben. Beide Konzepte waren zudem darauf angewiesen, dass die Stadt den marktüblichen Mietzins entsprechend subventioniert. Und genau da lagen die Schwierigkeiten beim Luxet-Vorschlag, argumentierte Walter-Borjans, der zugleich auch für das Ressort Liegenschaften verantwortlich ist. So müsse der zukünftiger Nutzer einen gewissen Anteil gemeinnütziger Aktivitäten vorweisen. Was der Rheinischen Musikschule kaum Probleme bereitet, ist für eine privatrechtlich organisierte Initiative schon deutlich schwieriger. Hinzu kommt der rechtlich Rahmen des europäischen Beihilferechts, so der Dezernent weiter.

Ungeachtet der nun getroffenen Empfehlung will die Stadt aber weiter mit Luxet in Kontakt bleiben. Gerade aus dem Bereich Film wurde immer wieder bemängelt, dass ein repräsentatives Premierenkino in Köln schlichtweg fehle. Nichtsdestotrotz fehle dem Luxet-Konzept ein belastbarer Businessplan, ein privater Investor und eine klarer Zeitrahmen, fasste Walter-Borjans seine Kritik zusammen. Dass die Stadt allerdings in diesem Bereich ein echte Manko hat, blieb auch den Befürwortern der Rheinischen Musikschule nicht verborgen. Für den neuen städtischen Nutzer spricht zudem, dass die bisherige Zentrale auf der Vogelsanger Straße samt Grundstück verkauft und der Erlös in die Finanzierung mit aufgenommen werden kann. Nun muss der Stadtrat über die Vorlage der Stadtverwaltung entscheiden. Bereits in der Vergangenheit hatten sich vor allem die Kölner Grünen für das Luxet-Vorhaben stark gemacht. Auch der Kompromissvorschlag ist noch lange nicht vom Tisch. Der sieht vor, dass beide Akteure sich das klassizistische Gebäude in der Südstadt teilen und auch hierfür gibt es nicht wenige Unterstützer unter den Kölner Stadträten.







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