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24. 05. 2012
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Am Waidmarkt wird hoch gebaut


24.01.2011 15:51 von:

Schlagwörter: Köln,Waidmarkt,Fay-Gruppe,Polizeipräsidium,Streitberger,Hochhaus,Höhenkonzept,St

(ehu) Kölns Stadtplanungsdezernent Bernd Streitberger sieht keine Möglichkeit, den Bau eines Hochhauses am Waidmarkt zu verhindern. Das stellte er am heutigen Montag bei einem Pressegespräch klar. Die Fay-Gruppe, die das Gelände gekauft hat, will das ehemalige Polizeipräsidium abreißen und dort einen Neubau mit den gleichen Abmessungen errichten. Die ursprünglich geplante Sanierung habe sich als unwirtschaftlich erwiesen. Der Neubau verstoße gegen das Höhenkonzept der Stadt, so Kritiker insbesondere aus dem Umfeld der gegenüberliegenden romanischen Kirche St. Georg.

Streitberger stellte eine 18-seitige "Mitteilung der Verwaltung" vor, sie soll bei der nächsten Sitzung von Stadtentwicklungsausschuss bzw. der Bezirksvertretung Innenstadt beraten werden. In ihr werden die bisherigen Diskussionen in den städtischen Gremien sowie das Wettbewerbs- und das Bauplanungsverfahren dargestellt. Vor allem letztere seien rechtmäßig zustande gekommen, worauf sich der Bauherr berufen könne. Außerdem genieße er Bestandsschutz.

Recht auf 42.000 Quadratmeter

Zudem sehe der Bebauungsplan eine Brutto-Geschossfläche von 42.000 Quadratmetern vor, die sei durch einen niedrigeren Bau nicht mehr gewährleistet. Die geplanteBebauung könne nicht weiter verdichtet werden, wie es etwa Die Linke fordert. Schließlich sehe auch das Höhenkonzept Ausnahmeregelungen vor, so Streitberger. "Aber selbst bei der vorgezogenen Bürgerbeteiligung zu diesem Projekt gab es keinen Protest mit Hinweis auf das Höhenkonzept", wunderte sich Streitberger im Nachhinein.

Für den Neubau will er zumindest einen Fassaden-Wettbewerb ausschreiben. Den Vorschlag, Balkone zu bauen, habe er schon aus ästhetischen Gründen abgelehnt. Ob er mit der Fay-Gruppe noch einmal wegen des Verzichts auf ein Hochhaus sprechen werde, machte Streitberger von den beiden Sitzungen am Donnerstag abhängig.

Nie an Neubau gedacht

Um ähnliche Auseinandersetzungen um Ersatzbauen in Zukunft zu vermeiden, müsse das Höhenkonzept künftig früher verhandelt werden, so Streitberger. Im aktuellen Fall sei das nicht geschehen, weil alle Beteiligten von einer erfolgreichen Sanierung ausgegangen seien, "einen Neubau hatten wir nie auf dem Schirm". Ob dies bei den Verhandlungen mit dem Land als Grundstückseigentümer und dem Bauherrn ein Fehler gewesen sei, wollte er nicht kommentieren. Hintergangen fühlt er sich allerdings nicht: "Die Sanierung ist ernsthaft begonnen worden." Die "mutwillige Zerstörung" tragender Teile schon bei der Errichtung des Gebäudes sei erst bei der Sanierung entdeckt worden.







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