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24. 05. 2012
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Einvernehmliche Lösung für Erweiterungsbau des Stadtmuseums


30.04.2009 19:01 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtmuseum,Erweiterungsbau,Workshopverfahren,Architektenwettbewerb,Entwurf

Die Entscheidung des Stadtrats liegt zwar schon mehr als ein halbes Jahr zurück. Doch aufgrund von Differenzen zwischen der politischen Mehrheit im Stadtrat und den Stiftern selbst ruhten die Planungen bis auf Weiteres. Mit der nun gefundenen Kompromisslösung könnten die Planungen für den rund fünf Millionen Euro teuren Erweiterungsbau des Museums an der Zeughausstraße bald in die entscheidende Phase eintreten. Erst vor etwas mehr als einem Monat hatte sich Kölns Oberbürgermeister hinter die Forderungen der Stifterfamilie gestellt. Die hatte ihre Spende in genannter Höhe davon abhängig gemacht, dass der von ihnen favorisierte Entwurf des Kölner Architekten Hanspeter Kottmair mindestens 50 Prozent der Arbeiten an dem neuen Gebäudeteil übernehmen sollte. Der Siegerentwurf des Workshops aus der Feder des Berliner Architekturbüros raumzeit stieß allerdings bei den Stiftern nicht auf ungeteilte Zustimmung. Zwar vereinbarten beide Seiten eine intensive Zusammenarbeit, aber noch Mitte März dieses Jahres schien die Situation verfahren. Oberbürgermeister Schramma nannte dies eine "Nagelprobe, wie wir mit Stiftern umgehen".

Kompromiss: Beide Büros arbeiten gemeinsam an den weiteren Planungen

Zunächst hatte nach dem einstimmigen Ratsbeschluss am 25. September vergangenen Jahres alles gut ausgesehen. In einem Schenkungsvertrag kamen beide Seiten – Stifter und Stadt – darin überein, ein Workshopverfahren durchzuführen. Das wurde einvernehmlich durchgeführt und abgeschlossen, wie das städtische Presseamt am heutigen Donnerstag nochmals hervorhob. In dem anschließenden eingeschränkten Architektenwettbewerb im Rahmen einer so genannten "Mehrfachbeauftragung" setzte sich das Berliner Modell schließlich durch. Heute nun erklärte Architekt Kottmair, der den Vorentwurf lieferte und Vertreter des Berliner Workshop-Siegers, dass sie eine Arbeitsgemeinschaft zur Durchführung weiter Planungen für Neubau und Bestandsgebäude gebildet haben. Basis für den Neubau ist der Vorentwurf des Berliner Büros raumzeit. Nachdem dieser Kompromiss bekannt wurde, zeigten sich Schramma und Vertreter der Stifter zufrieden. "Den architektonisch herausragenden Museumsbauten der Stadt werde über diese großzügige Schenkung eine weitere "Perle" hinzugefügt, die mit dem Namen der Stiftung untrennbar verbunden sein wird", erklärte das Kölner Stadtoberhaupt weiter. Mit den Bauarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden, hieß es von offizieller Seite weiter. Die Bauzeit dürfte nach derzeitigem Planungsstand zwischen drei und vier Jahren dauern. Neben der baulichen Erweiterung und der Sanierung des Stadtmuseums wird auch das Umfeld des Museums neu gestaltet. Dies hatten die zuständigen Fachausschüsse des Stadtrates bereits im vergangenen Jahr debattiert und mehrheitlich beschlossen.

Insgesamt fünf Entwürfe für An- und Umbau des Stadtmuseums standen zur Debatte. An dem moderierten Workshop waren Oberbürgermeister Fritz Schramma, Vertreter der Stiftung, des Gestaltungsbeirates, des Rates der Stadt Köln und der Verwaltung beteiligt. Fachmoderatorin des Verfahrens war Frau Prof. Christl Drey, Büro Drey + Riemer aus Köln.







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