24. 05. 2012
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Flughafen KölnBonn und Bund erzielen Einigung über Grundstück
Wie die Flughafengesellschaft am heutigen Mittag bekannt gab, haben der
Betreiber Flughafen Köln/Bonn GmbH und die Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (BImA) nun den notariellen Kaufvertrag für das
Betriebsgelände des Flughafens unterzeichnet. Das Areal wird damit in
den Besitz der Flughafengesellschaft übergehen.
Immer wieder hatte es in der Vergangenheit aufgrund der komplexen
Interessenlage der verschiedenen Flughafeneigner Unstimmigkeiten
gegeben. Zuletzt hatte das Land einem Verkauf des Grundstücks an die
gemeinsame Flughafengesellschaft nur unter der Bedingung zugestimmt,
selbst die Mehrheit der Anteile übernehmen zu können. Der Bund hingegen
hatte wiederholt den Verkauf des Grundstücks an bestimmte Bedingungen
geknüpft. Die Frage des Kaufpreises scheint dabei ebenfalls zur
Zufriedenheit aller gelöst. 100 Millionen Euro wird das rund 1000
Hektar große Areal in der Wahner Heide kosten. Damit sind gleichzeitig
auch sämtliche Pachtforderungen des Bundes an die Flughafen GmbH
abgegolten, hieß es in der Mitteilung. Über die Höhe der
Pachtforderungen hatte es sogar eine gerichtliche Auseinandersetzung
gegeben, die allerdings auf Antrag beider Streitparteien bereits
ausgesetzt wurden.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir diese Einigung erzielen konnten. Ich
übertreibe nicht, wenn ich sage, dass der Grundstückskauf und die
Beendigung des Erbbaustreits von existentieller Bedeutung für unser
Unternehmen sind“, zeigt sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der
Flughafen Köln/Bonn GmbH, Michael Garvens, erleichtert. Angaben
des Flughafenchefs zufolge waren dies „die schwierigsten und komplexesten
Verhandlungen in meiner beruflichen Laufbahn.“ Der Abschluss und die
Grundstücksübertragung geben der Betreibergesellschaft, die sich
weiterhin zu jeweils rund 31 Prozent in Besitz von Bund, Land NRW und Stadt
Köln befinden (die restlichen Anteile entfallen auf andere
Umlandgemeinden des Flughafens), nun Planungssicherheit über die
bisherige Erbpachtregelung hinaus. Die wäre im Jahr 2020 ausgelaufen.
Flughafenchef Garvens hofft nun auf weitere Investitionen im Umfeld
seines Flughafens. Derzeit betreibt der Logistiker FedEx die größte
Baustelle am Luftdrehkreuz. Ab 2010 soll hier das neue Luftfrachtzentrum in
Betrieb gehen, alleine die baulichen Investitionen belaufen sich auf
rund 70 Millionen Euro.

























