24. 05. 2012
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Grundstein für ein Stück Afrika gelegt
Rechtzeitig zur feierlichen Grundsteinlegung kam sogar die Sonne zum Vorschein. Zwar machte die Mikrofonanlage am Anfang ein wenig Schwierigkeiten, trotzdem zeigten sich die Verantwortlichen sichtlich erfreut, dass mit der Grundsteinlegung nun die Arbeiten an der neuen Einrichtung zwischen Regenwaldhaus und Zoogastronomie auch offiziell eingeläutet wurden. Neben dem symbolischen Grundstein ist jedoch schon kräftig Hand angelegt worden. Das Fundament ist bereits weitgehend gegossen. Nun stehen die weiteren Hochbauarbeiten des 15 Millionen Euro teuren Zooprojekts auf dem Plan. Nach dem neuen Regenwald – und Elefantenhaus wird das Hippodom die dritte größere Investition in den Zoo, der im Jahr 1860 gegründet wurde. Bis zum Frühsommer des Jubiläumsjahres soll das neue Erlebnishaus dann fertig sein und somit eine neue Attraktion für die Zoobesucher sein, versprach Zoodirektor Theo Pagel. "Sie werden eintauchen in ein Stück Afrika", so der Zoochef weiter. Seine Einrichtung zählt dabei nicht zuletzt auch dank der beliebten Zooserien im Mittagsprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten auf einem guten dritten Rang. Dabei soll es allerdings nicht bleiben. Wie Pagel aus sicherer Quelle weiß, soll demnächst ein europaweites Zoo-Ranking der Kölner Einrichtung einen noch besseren Platz verschaffen. "Vergessen sie das alte Ranking", so Pagel weiter.
"Das ist eine Idee für wegweisenden Artenschutz. Im Hippodom werden Nilpferde, Krokodile sowie die anderen Tiere so leben wie in ihrer natürlichen Umgebung", versprach Oberbürgermeister Fritz Schramma in seiner Festrede. Und der Zoo sei mit seinen rund 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr auch ein wichtiges Aushängeschild für die Domstadt. Das neue Hippodom ist dabei als "Erlebnis-Projekt" geplant. Die 3500 Quadratmeter große Anlage bietet dabei unter anderem eine Art Wissens-Parcour. Durch verschiedene Niveauhöhen soll den Besuchern zudem eine "ungetrübte Sicht" auf die Tiere auch unter Wasser geboten werden. Die Tiere können dabei auch die 750 Quadratmeter große Außenanlage nutzen. Zwar konnte Pagel neben dem Verein der Förderer des Kölner Zoos auch dem Großsponsor RheinEnergie AG danken. Der Kölner Versorger spendierte alleine zehn Prozent der veranschlagten Investitionssumme. So wird das mehrheitlich in städtischem Besitz unter anderem die Wasseraufbereitung und das Energiekonzept liefern. Auch der interaktive Lernpfad wird von dem Unternehmen gestellt. Dank der innovativen Wasseraufbereitung mit Mikrofiltration und Keimbekämpfung durch Ozon soll das Wasser zukünftig nur noch maximal zehn Mal pro Jahr ausgetauscht werden. Der Heinzenergiebedarf wird durch Fernwärme des Energieversorgers gedeckt.
Als Vertreter des Sponsors nahm RheinEnergie-Vertriebsvorstand Dieter Hassel an der Zeremonie teil. Auch Zoo-Vorstand Christopher Landsberg, der Chef des Aufsichtsrates Walter Grau sowie Projektleiter Wolf Brass griffen zur Mauerkelle, um der Tradition folgend eine Reihe Münzen sowie eine Auswahl tagesaktueller Zeitungen im Grundstein zu versenken. Vor den Bauarbeiten standen hier die Wagen der Zoo-Mitarbeiter.

























