24. 05. 2012
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Kernbündnis schlägt Lösung für Rennbahngelände in Köln-Weidenpesch vor
Der Lösungsvorschlag damals: Ein Teil des weitläufigen Areals rund um
die Rennbahn, der Grünzug zur Niehler Straße hin, sollte als Bauland
vermarktet werden und die Erlöse aus dem Verkauf der baureifen
Grundstücke sollten die Schulden abtragen.
Ganze vier Jahre versuchte die Mehrheit im Kölner Stadtrat genau das zu
verhindern. Eine Bebbauung des Parkplatzes und eines gegenüber der
Scheibenstraße liegenden Grünzugs wurden angedacht, doch die
kalkulierten Einnahmen hätten nicht ausgereicht. Nun haben Rot-Grün
einen weiteren Vorschlag eingebracht. Die Stadt Köln kauft das gesamte
Areal (54,5 Hektar) vom Rennverein. Der wird mit einem Schlag seine
Schulden los und die Stadt kann das Gelände als „grüne Lunge“ erhalten.
Einziger Haken: Um den Ankauf wenigstens teilweise zu refinanzieren,
soll ein Teil des ursprünglich zur Bebauung eingeplanten Grundstücks
doch bebaut werden. Am Donnerstag kommender Woche soll der Stadtrat
über den geplanten Deal beraten. Es wird damit gerechnet, dass der
Ausschuss den Vorschlag von Rot-Grün mit Mehrheit beschließen wird.
Sowohl vonseiten des Rennvereins als auch vonseiten der
Koalitionspartner hege man große Erwartungen. Auch die Bürgerinitiative
vor Ort sprach sich für diese Lösung aus. Einzig der Kaufpreis steht
noch nicht fest. Die Kommunalpolitiker erhoffen sich bereits in der
kommenden Ausschusssitzung ein entsprechendes Wertgutachten. Klar aber
dürfte sein, dass der Kaufpreis eine Mischkalkulation beinhalten wird.
So dürfte das Areals des Parkplatzes, auf dem Baurecht für eine
Mischbebauung besteht, teurer sein als Parkland, das nicht bebaut
werden darf. Außerdem wird der Rennverein zu jährlichen Pachtzahlungen
verpflichtet, hieß es dazu abschließend. Experten gehen von einem
Kaufpreis zwischen zehn und 15 Millionen Euro aus.

























