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24. 05. 2012
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Kinderheime in Köln-Sülz werden umgebaut


30.10.2007 23:00 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Sülz,Verkauf,Kinderheime,Neubaugebiet,Ideenwettbwerb,Luszak,Architekt,

Genau dieses Plangutachten wurde am Montag (30.10.2006) im Bezirksrathaus Lindenthal der Öffentlichkeit vorgestellt. Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker (CDU), die Leiterin der Kinderheime Lie Selter sowie Vertreter des Preisgerichts und der Politik stellten sich dabei den Fragen der Presse.

Der Siegerentwurfs des Kölner Architektenbüros Luczak Architekten sieht eine solide und gradlinige Anordnung von sieben individuellen Gebäudeensembles vor. Die derzeit noch vorhandenen Mauern und Zäune rund um das Areal sollen verschwinden, das Gelände aufgelockert bebaut und ausreichend begrünt werden, hieß es dazu weiter. Neben der überwiegend geplanten Wohnnutzung soll es auch einige Gewerbeeinheiten geben. Städtebauliches Highlight ist ein offener Platz vor der Kirche St. Bruno zum Gürtel hin. Hier wünscht sich Bezirksbürgermeisterin Blömer-Frerker sogar eine Außengastronomie.

Ein weiterer Vorteil des Siegerkonzeptes ist die Möglichkeit, das Areal „behutsam“ umzubauen. Jedes der einzelnen Baufelder kann individuell und unabhängig voneinander errichtet werden. Im Vorfeld dieses Gutachtens hatten Anwohner und Betroffene ihre Sorge geäußert, ein Investor könnte das Areal als Gesamtes übernehmen und bebauen. Die Beteiligten bemühten sich bei der Präsentation, diese Befürchtungen zu zerstreuen. Insgesamt soll der Verkauf des Areal knapp über 30 Millionen Euro einbringen. Derzeit stehen dort Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 31.000 Quadratmeter, nach dem Umbau des Areals sollen es etwas mehr sein.

Planung für Kinderheimgelände in Köln-Sülz geht in die nächste Runde

Das Plangutachten zur Umnutzung des zum Verkauf stehenden städtische Grundstück der Kinderheime in Köln-Sülz ist entschieden. Von den sieben eingereichten Vorschlägen setzte sich der Entwurf des Kölner Architektenbüros Luczak Architekten durch. Der Siegerentwurf sieht die Entwicklung von sieben individuell gestaltbaren Neubauten vor. Verschiedenste Nutzungsformen sind dabei denkbar, so das Konzept der Architekten. Besonders wichtig war, dass das Areal der Kinderheime in Sülz „behutsam“ entwickelt wird. „Eine schrittweise Realisierung ist mit diesem Konzept möglich“, so eines der Hauptargumente der Befürworter. Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker betonte, dass genau das vonseiten des Auslobers (Kinderheime der Stadt Köln) und auch der Politik vorgesehen wurde. Eine weitere Vorgabe war der Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude inklusive der Kirche St. Bruno. Hier könnte sich Blömer-Frerker sogar eine Wiederbelebung der Kunstszene im Stadtteil vorstellen. „In diesem Viertel wohnen sehr viele Künstler. Der Gemeindesaal der Kirche eignet sich hervorragend zum Beispiel für eine Kleinkunstbühne“, argumentiert die Lindenthaler Bürgermeisterin.

Ein weiteres Highlight ist die Öffnung des gesamten Areals. Die derzeit noch vorhandenen Mauern und Zäune sollen komplett abgerissen werden, eine Blickachse vom Gürtel in Richtung Beethovenpark (Ost-West-Richtung) ist mit diesem Entwurf gelungen, erklärte die Vorsitzende des Preisgerichts Architektin Prof. Ursula Ringleben. In diesem Preisgericht saßen neben Lie Selter, der Leiterin der städtischen Kinderheime, Bernd Streitberger, Beigeordneter der Stadt Köln und der Bezirksbürgermeisterin auch sieben Architekten sowie die Vertreter der vier Ratsfraktionen im Stadtrat. Weitere Dienststellen der Stadt, wie zum Beispiel das Amt des Stadtkonservators, waren beratend am Plangutachten beteiligt.

„Der vorliegende Entwurf ist eine Chance, verschiedene Angebote zu einem unverwechselbaren urbanen Quartier zusammen zu fassen“, erläuterte Architekt Axel Thon vom Preisträger das vorgelegte Konzept. Insbesondere an den Rändern sollen städtebauliche Akzente gesetzt werden, damit das dazwischen liegende Areal frei von Belastungen durch Straßenverkehr bleibt. Überhaupt soll der Individualverkehr auf dem Areal weitgehend verbannt werden. Zu jedem der vorliegenden Gebäudeensembles sind Tiefgaragen in Planung, hieß es dazu weiter. Die Geschosshöhe der verschiedenen Gebäude sollen sich an denen der umliegenden Gebäude orientieren. Auch die denkmalgeschützten Bestandsgebäude sollen verkauft und für verschiedene Nutzungen umgebaut werden, auch hier denken die Verantwortlichen an Wohnen in verschiedenen Formen und gemischt mit kleinteiligem (Dienstleistungs-)Gewerbe.

Kinderheim-Chefin freute sich über das aus ihrer Sicht gute Ergebnis des Gutachtens. Am Zeitplan (Beginn der Baumaßnahmen frühestens ab 2008) habe sich nichts geändert. „Nun sind wir auf der Suche nach einem Projektentwickler, der das Grundstück überplanen soll“, erklärte Selter weiter. Was aus den derzeit noch am Standort befindlichen Vereinen und Initiativen wird, ist allerdings noch unklar. Zwar versicherte Blömer-Frerker, dass die Vereine eine Perspektive auf dem Areal erhalten sollen. In welchem Gebäude z.B. die Seniorengemeinschaft neue Räumlichkeiten erhalten wird, steht nicht fest. „Wenn wir nicht direkt davon betroffen wären, fände ich den Entwurf richtig gut“, sagte der kommissarische Vorsitzende der Seniorengemeinschaft.

Der Verkauf des Areals der Kinderheime in Köln-Sülz beschloss der Kölner Stadtrat bereits im Frühjahr 2006. Mit dem Verkauf des 4,5 Hektar großen Areals sollen rund 25 Millionen Euro in die Stadtkasse fließen. Die sollen aber zweckgebunden den Kinderheimen zugute kommen, die damit ihre dezentralen Standorte mit einer zentralen Koordinierungsstelle ausbauen wollen. Auch ein Neubau für behinderte Kinder im Innenstadtbereich ist angedacht. Der Verkauf der Grundstücke soll knapp über 30 Millionen Euro einbringen. Die rund 400 Kinder und Jugendliche, die derzeit noch auf dem Areal betreut werden, sollen dezentral auf verschiedene Standorte der Stadt verteilt werden. Insgesamt sieht der vorgelegte Entwurf eine Bruttogeschossfläche von insgesamt rund 35.000 Quadtratmeter vor, derzeit sind es mit 31.200 etwas weniger.







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