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24. 05. 2012
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Köln-Südstadt: Comedia-Start verzögert sich um sechs Monate


16.01.2009 19:10 von:

Schlagwörter: Köln,Comedia-Theater,Südstadt,Umzug,Neubau,Verzögerung,Imhoff-Stiftung,Städtebau

Am heutigen Freitag stellten Oberbürgermeister Fritz Schramma und die Verantwortlichen des Theaters die weiteren Meilensteine sowie die Einrichtung des neuen Gebäudes vor. Die ehemalige Feuerwache in der Vondelstraße in der Kölner Neustadt-Süd wird ab Ende August, also mit Beginn der Spielsaison 2009/2010, wird derzeit noch kernsaniert, der benachbarte Neubau (die ehemalige Feuer-Kommandatur) ausgebaut. Insgesamt sieben Millionen Euro kostet der neue Standort für den renommierten Kölner Kulturbetrieb, wie Comedia-Verwaltungsleiter Norbert Dardenne erläuterte.Ermöglich wird der Neubau vor allem durch einen Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von vier Millionen Euro. Die Finanzhilfe ist allerdings gedeckelt, da es sich im vorliegenden Fall um Mittel aus den Fördermitteln für Städtebau handelt. 2,2 Millionen Euro werden über Kredite finanziert, die Haftung für die Kredite müssen allerdings die Theaterverantwortlichen sicherstellen. Die restlichen Gelder entfallen auf Spenden von privaten Dritten, allen voran der Imhoff-Stiftung, sowie durch die Stadt Köln selbst (250.000 Euro). Im Gegenzug verzichtet die Stadt, die weiterhin Eigentümer des Grundstücks bleibt, für einen Zeitraum von 30 Jahren auf die anfallenden Erbbauzinsen, wie Dardenne die Finanzkonstruktion beschreibt.

Historische Bausubstanz für den neuen Comedia-Standort

Das Gebäude selbst befindet sich in Besitz der Stadt Köln. Das war auch wichtig, um in den Genuss der Landeszuschüsse zu kommen, wie die Verantwortlichen einräumten. Einen Neubau "auf der Grünen Wiese" wäre nicht zuschussfähig gewesen. Und so war der Standort der ehemaligen Feuerwache Südstadt samt einem Neubau auf dem Grundstück der ehemaligen Feuerwehr-Kommandantur der bestmögliche Standort für den Theaterneubau. Die historische Gebäudesubstanz aus dem Jahr 1904 bietet dabei zwar einige altersbedingte Einschränkungen, er beinhaltet aber auch regelrechte "Schätzchen", wie zum Beispiel das mit Holzsäulen gestützte Dachgeschoss. Früher war hier der Gymnastik- und Sportraum der Feuerwehrmänner, sogar ein alter Basketballkorb hat die Zeiten bis heute überlebt. Leider wird der Raum nur als Proberaum und damit nicht der Öffentlichkeit zugänglich sein. Verwaltungschef Dardenne begründet dies mit dem Brandschutz, der nach den strengen Regeln der deutschen Verordnungen einen Ausbau in diesem Geschoss nicht zulässt. Der große Veranstaltungssaal befindet sich derzeit ebenfalls mitten im Umbau. Bis zu 400 Personen finden in dem Raum Platz, der vordere Bereich ist abgesenkt und soll mit flexiblen Stuhlreihen möbliert werden. Bei größeren Theaterstücken lässt sich allerdings auch die Bühne selbst auf das Maximalmaß von zehn Mal zehn Metern ausbauen, je nach Bedarf.

Neben dem großen Saal wird es in dem neuen Comedia-Theater auch eine Raumbühne mit einer Maximalkapazität von rund 160 Gästen geben. Die restlichen Quadratmeter in dem Gebäude beinhalten neben Büros für Verwaltung, Aufenthaltsräumen für das künstlerische Personal inklusive Garderobe, Maske und Werkstätten für die Bühnenbildner auch zwei komplett eingerichete Zimmer. Die ehemaligen Rutschstangen der Feuerwehrleute werden ebenso erhalten bleiben wie die klare Architektur des 104 Jahre alten Gebäudes. An der Nahtstelle zwischen Neu- und Altbau soll es eine Glasfuge geben. Das Gesamtgebäude umfasst eine Raumfläche von rund 3800 Quadratmeter. Und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Im Erdgeschoss wird eine großzügige Gastronomie einziehen, Pächter der Liegenschaft ist Norbert von der Grün. In der Kölner Kulturszene ist der kein Unbekannter, schließlich leitet er seit Jahren und das sehr erfolgreich die Stadtgarten Restaurant-Betriebs GmbH.







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