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24. 05. 2012
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Mehrere Interessenten für Nachnutzung des Rautenstrauch-Joest-Museums


21.10.2007 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,Rautenstrauch-Joest-Museum,Nachnutzung,Interessenten,Südstadt,Denkmalschutz

Schon in der Vergangenheit gab es vielfältige Vorschläge, die eine kulturell ansprechende Nachnutzung zum Inhalt hatten.  Zu den Interessenten des derzeit vom einzigen Völkerkundemuseums in Nordrhein-Westfalen genutzten Gebäudes gehören die kommunale Rheinische Musik Schule (RMS), die Entertainment-Schule „The Voyce Factory“ und die Projektentwicklungsgesellschaft Luxet. Jetzt signalisiert auch die Fachhochschule Köln (FH) Raumbedarf. Das benachbarte Rautenstrauch-Joest-Museum wäre ideal, um unseren Standort in der Südstadt zu erweitern, erklärte die Kanzlerin der FH Gisela Nagel. Sie begründet ihr Interesse mit in den nächsten Jahren absehbar steigenden Studierendenzahlen. Bereits jetzt seien die Raumkapazitäten an drei nahegelegenen Standorten ihrer Hochschule nahezu ausgeschöpft.

Am Dienstagabend stellte nun Luxet, eine Interessengemeinschaft der Architekten Annette Hillebrandt und Martin Schneider, des Filmjournalisten Horst Peter Koll (Filmdienst) sowie den Kölner Kinobetreibern Joachim Kühn, Dirk Steinkühler (Filmpalette) und Christian Schmalz (Off Broadway), ihr Konzept für ein “Haus für Kino, neue Medien und Filmbildung“ vor. Im Modell hatten Hillebrandt und Schneider das Gebäude u.a. mit drei Kino-Sälen, einer Buchhandlung, Gastronomie, Räumen für Filmbildung und einem großen Saal für After Show Parties belegt – als Abschluss ein „Themenhotel“ auf Dachhöhe. Elf von 13 Funktionen, die dem Projekt konzeptionell zugeschrieben wurden, kommt auch das Kölner Filmhaus nach, wie der stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Jörg Frank in einer Presseerklärung bekannt gab.

Geschützter Raum gefordert

Bei ihrer Präsentation betonten die potenziellen Nachfolger ihr Interesse an einer fortgesetzten kulturellen Nutzung. Insbesondere der Bereich bietet sich nach Meinung der Initiatoren an. So seien Tagesausflüge von Schulklassen in Richtung Ubierring denkbar. Auf der anderen Seite äußerten die unabhängigen Kinobetreiber den Wunsch, eine weitere Abspielstätte für Filme zu errichten. Die könne aber nach Meinung der Betreiber nur in einer Immobilie stattfinden, die an einem Standort wie diesen eben nicht frei finanziert ist. Die Rheinische Musikschule strebt ohnehin Kooperationen mit anderen Musikschulen an, da sie die komplette Nutzfläche (ca. 5000 Quadratmeter) nicht alleine nutzen kann. Die Einrichtung von Yana Kris und Marcelo Molina steht als möglicher Partner bereit.

Auf seiner kommenden Sitzung (Montag, 29. Oktober 2007) wird sich nun der Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt die verschiedenen Konzepte zur Kenntnis nehmen und über mögliche Entscheidungen vorberaten. Unterdessen liegt dem Liegenschaftsausschuss eine vorläufige Kostenschätzung zur Sanierung und Modernisierung der denkmalgeschützten Immobilie vor. Der Zustand der Statik und Haustechnik mache eine Gesamtsanierung notwendig, hieß es darin. Vorläufige Kalkulationen gehen von einem Kostenrahmen in Höhe zwischen 17 und 20 Millionen Euro aus, wie Grünen-Vize Frank weiter berichtete. Der Grüne Lokalpolitiker, der zudem Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses ist, schlug daher Verhandlungen mit der Fachhochschule vor. Eine Nachnutzung des Gebäudes sei jedoch erst nach erfolgter Sanierung realistisch. Experten rechnen damit, dass dies noch bis 2012 dauern kann.







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