24. 05. 2012
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NRW: Preisrückgang bei Wohneigentum ist gestoppt
Die Kaufpreise für Wohneigentum haben sich im vergangenen Jahr leicht nach oben bewegt. Das ist die Kernaussage des Grundstücksmarktberichts, den das Landesinnenministerium am heutigen Donnerstag in Düsseldorf vorgestellt hat. Demnach stiegen die Kaufpreise für Erstverkäufe von Eigenheimen im Berichtsjahr 2010 erstmals nach zehn Jahren wieder an, wenn auch mit durchschnittlich einem Prozent eher moderat. In einigen Regionen stiegen die Kaufpreise für Wohneigentum sogar um bis zu drei Prozent an, wie das Ministerium bei der heutigen Vorstellung betonte. Die durchschnittlichen Kaufpreise für Baugrundstücke blieben hingegen 2010 auf Vorjahresniveau.
Im vergangenen Jahr stellte der Obere Gutachterausschuss in seinem Bericht fest, dass die Umsätze im Immobilienmarkt spürbar angezogen hat. 45.556 Ein- und Zweifamilienhäuser wechselten demnach im vergangenen Jahr die Besitzer, das entspricht einem Anstieg von fünf Prozent. Der Geldumsatz lag mit 8,86 Milliarden Euro sogar um sechs Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Bei der Zahl der verkauften Eigentumswohnungen stellten die Gutachter mit landesweit neun Prozent ein noch stärkeres Wachstum fest. Nachdem bereits 2009 in den Städten die Nachfrage nach Baugrundstücken anzog, wurden im Berichtsjahr landesweit 15 Prozent mehr Verkäufe registriert. Auch der Verkauf von Gewerbegrundstücken zog um zwölf Prozent an. Der rückläufigen Umsatzentwicklung in den letzten Jahren bei den Mehrfamilienhäusern stehen erstmals wieder steigende Umsätze gegenüber. Die Zahl der Käufe nahm um neun und der Geldumsatz um 14 Prozent zu. Einzig bei den landwirtschaftlich genutzten Grundstücken nahm die Anzahl der Verkäufe ab, gab das Innenministerium bekannt.
Rheinische Metropolen bleiben Spitzenreiter
Nichts geändert hat sich indes an der Reihenfolge der teuersten Wohnstandorte in NRW. Hier liegt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 280 Euro pro Quadrtameter Bauland weiterhin unangefochten an der Spitze. Die größte Kommune des Landes belegt hier hinter der Bergisch/Märkischen Städteregion mit 194 €/m² knapp gefolgt vom Ruhrgebiet mit 187 €/m² und der Region Bonn mit 180 €/m² den fünften Rang im Landesranking. Deutlich günstiger sind die Baulandpreise in ländlichen Gegenden wie Hallenberg im Hochsauerland mit 30 oder Marienmünster im Kreis Höxter mit 33 Euro pro Quadratmeter.
Ähnlich sieht es beim Wohneigentum aus. Auch hier belegt die Landeshauptstadt mit einem Durchschnittspreis von 3208 Quadratmeter Wohnfläche in mittlerer Lage den Spitzenplatz, gefolgt von Bonn mit 2780 €/m² und Monheim am Rhein mit 2630 €/m². Dagegen kostet eine Eigentumswohnung in Saerbeck lediglich 1470, in Herford 1443 und in Lemgo gar nur 1350 Euro pro Quadratmeter. Bei Reihenendhäusern und Doppelhaushälften liegt die Region Düsseldorf mit 305.000 Euro ebenfalls an der Spitze. Köln liegt hier hinter der Bergischen und Märkischen Städteregion (271.000) mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 270.000 Euro auf dem dritten Rang. Am günstigsten sind hier Eigenheime im Münsterland, sie kosteten im vergangenen Jahr im Durchschnitt lediglich 208.000 Euro. Reihenmittelhäuser sind in der Regel etwas günstiger, in Düsseldorf kosten sie aber immer noch durchschnittlich 278.000 Euro. Auch das ist in NRW unerreicht.
Der Grundstücksmarktbericht kann schriftlich bestellt werden. In gedruckter Form kostet das 129-seitige Werk 60 Euro und ist zu bestellen unter der Telefonnummer: 0211/475 2640 oder per Fax unter: 0211/4 75 29. Die Online-Version als pdf gibt es bereits für 45 Euro. Die kann bestellt werden auf der Internetseite der Gutachterausschüsse unter: www.boris.nrw.de.

























