24. 05. 2012
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Palais Oppenheim soll in neuem Glanz erstrahlen
Das Palais Oppenheim ist eine zwischen 1906 und 1908 erbaute Villa direkt am südlichen Kölner Rheinufer. Die Stadtvilla wurde von den Architekten Charles Mewes und Alfons Bischoff entworfen und im Auftrag des Bankiers Dr. Emil Freiherr von Oppenheim errichtet. Der französische Einfluss ist bis zum heutigen Tage sichtbar, das historische Gebäude ähnelt dabei in seinem Äußeren dem eines Stadtschlosses. Mit dem Erwerbs des 12.300 Quadratmeter großen Areals gingen auch die beiden benachbarten, deutlich schlichteren Bürozweckbauten in den Besitz des neuen Eigentümers, die Projektentwicklungsgesellschaft, die developer, über. Nach ersten Vorarbeiten fand zuletzt ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb statt, dessen Ergebnisse am gestrigen Donnerstagabend in feierlicher Runde präsentiert wurden.
So sollen die beiden Bestandsgebäude neben dem Palais zur Alteburger Straße hin abgerissen und durch zwei neue Gebäude ersetzt werden. Die Flächen auf der weitläufigen Parkanlage soll entsiegelt, der Park als solcher aber insgesamt erhalten bleiben, ließen die Verantwortlichen durchblicken. Am Wettbewerb nahmen fünf Büros aus Köln, München, Hamburg und München teil. Aufgabe war es, die bestehende Liegenschaft zu überplanen und gleichzeitig die denkmalgeschützten Bestandteile des Ensembles bestmöglich zu integrieren. Gewonnen hat das Hamburger Architekturbüro Renner Hainke Wirth Architekten, Zweiter wurde das Berliner Büro Barkow Leibinger Architekten. In ihrem Siegerentwurf ist eine Dreiteilung des Ensembles vorgesehen, nach Ansicht der Fachjury in einer ausreichenden "städtebaulichen Körnung". Auch das Verhältnis von Neu- und Altbauten sei im Siegerentwurf angemessen, so das Urteil. Aber auch am Palais selbst wird sich trotz Denkmalschutz etwas ändern. Nachdem das Dach der Villa im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, installierten die Inhaber in den 50er Jahren einfach ein neues. Nun soll eine zweigeschossige Mansard-Konstruktion mit Kuppel die ursprünglichen Proportionen der Villa wiederherstellen.
Die Villa war nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst Standort der Musikhochschule, nach 1956 nutzte der ADAC die Villa als Club- und Veranstaltungsraum. Zwischen 1982 und 2009 war das Rheinische Studieninstitut Hauptnutzer, nach dessen Auszug konnte die Liegenschaft für private oder gewerbliche Events angemietet werden. Insgesamt sollen mit der Villa und den zwei Neubauten 15.800 Quadratmeter vermietbare Fläche entstehen. Der Investor und Entwickler ist eine Beteiligungsgesellschaft der Bremer Zechbau und der SHM Beteiligungsgesellschaft des Immobilieninvestors Stefan Mühling. Über die Höhe des Investitionsvolumens machten die Verantwortlichen keine Angaben.

























