24. 05. 2012
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RheinBoulevard: Der erste Spaten ist bewegt
Für Landesbauminister Lutz Lienenkämper war es einer seiner letzten Auftritte in der Regierungsverantwortung. Beim heutigen Spatenstich eröffnete der CDU-Politiker gemeinsam mit Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar und Oberbürgermeister Jürgen Roters die Bauphase zum Rhein-Boulevard, dem Vorzeigeprojekt der Regionale 2010. Zwar haben sich die Baukosten aufgrund von Planänderungen und zusätzlicher Anforderungen an den Hochwasserschutz gegenüber den ursprünglichen Planungen deutlich erhöht. Aber trotz angespannter Haushaltslage waren sich Stadtvorstand und Landesregierung einig, den Rhein-Boulevard mit seiner Freitreppe zwischen Deutzer und Hohenzollernbrücke zu realisieren. "Der RheinBoulevard ist ein qualitätvolles Rückgrat im öffentlichen Raum. Das ist ein schöner Tag für Köln und die Region", erklärte der Minister, der aus Landesmittel immerhin 80 Prozent der Investitionskosten für die Realisierung des Projekts zusteuert.
Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters zeigte sich in seiner Rede für das Festhalten der Landesförderung dankbar. "Die Kölner blicken mit Freude dem Jahr 2012 entgegen", erklärte Kölns erster Bürger bei der heutigen Veranstaltung. Das Projekt startete bereits im Jahr 2006 mit der ersten Bürgerbeteiligung. Allerdings musste der Stadtrat gleich zwei Mal einer Erhöhung der Baukosten und damit auch der Erhöhung des städtischen Eigenanteils zustimmen. Nach derzeitigem Planungsstand soll das Projekt insgesamt rund 18 Millionen Euro kosten. 80 Prozent der Investitionskosten sollen als Zuschüsse in das Vorhaben fließen. "Einige andere Städte haben zurückstecken müssen. Dafür erhält Köln aber ein neues Klingelschild", erläuterte der Chef der Regionale 2010, Dr. Reimar Molitor. Im Rahmen der Regionale wird derzeit an immer mehr Projekten gearbeitet. Und auch die Zahl der fertig gestellten Projekte steigt kontinuierlich an. Für das nach Molitors Worten "mit Abstand prominenteste Projekt" der Regionale in Köln ist es zugleich eine Hommage an den Fluss, der die Stadt verbinden und nicht trennen soll. "Nirgendwo sonst gibt es eine derartige Bekenntnis zum Rhein", so Molitor abschließend.
Das Büro "Planorama" hatte sich in einem Ideenwettbewerb im Jahr 2008 gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Die Planungen sehen eine rund einen halben Kilometer breite Freitreppe zum Rhein vor. Die erst im vergangenen Jahr abgeschlossene Hochwasserschutzmaßnahmen machte jedoch eine Umplanung notwendig. Bereits vor einigen Wochen hatte die Stadt die Alleebäume am Rheinufer fällen lassen. Seitens der Stadt ist das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen für die Umsetzung der Maßnahmen zuständig. Auch der Umbau des Ottoplatzes am fußläufig entfernten Deutzer Bahnhof steht als weiteres Regionale-Projekt noch in diesem Jahr an. Die Arbeiten dort sollen aber bereits Ende kommenden Jahres abgeschlossen werden. Der RheinBoulevard soll in zwei Jahren fertig gestellt sein.

























