24. 05. 2012
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RheinEnergie legt Grundstein für neue Unternehmenszentrale
Gefühlte 30 Grad Celsius und ein wolkenloser Himmel, das waren die äußeren Rahmenbedingungen für die heutige Grundsteinlegung der neuen Unternehmenszentrale der RheinEnergie AG. Das stadtnahe Unternehmen wird direkt neben dem derzeitigen Verwaltungsgebäude bis zu 140 Millionen Euro investieren. Dann sollen die rund 1900 Mitarbeiter des stadtnahen Energieversorgers am neuen Standort zusammengefasst werden und damit eine lange Zeit der Provisorien beenden. In dem derzeitigen Verwaltungsbau, der im Mai 1980 am Parkgürtel bezogen wurde, arbeiten derzeit etwas weniger als 1000 Menschen an PC-Arbeitsplätzen. Viel zu wenig und so mussten in der Vergangenheit immer mehr Mitarbeiter auf dem weitläufigen Areal im Kölner Stadtteil Neu-Ehrenfeld in Containern und Nebengebäuden untergebracht werden. Ende 2012 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen und die neue Immobilie bezogen werden, teilte der Bauherr und Investor mit.
"Ein schöner Tag für Köln", dieser Satz tauchte gleich in mehreren Reden der Beteiligten und Ehrengäste auf. "Wir fühlen uns weiter als fester Bestandteil der Stadt", bekannte der Vorstandsvorsitzende der RheinEnergie AG, Dr. Dieter Steinkamp. "Die erste Etappe ist geschafft und das Ziel ist nicht mehr weit", freute sich auch Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters. Tatsächlich hatte sich die 80-prozentige Stadtwerke-Tochter mächtig ins Zeug gelegt, um der Grundsteinlegung einen würdigen Rahmen zu geben. So boten die Organisatoren unter anderem ein richtiges Orchester auf, dass mit Sängerin und professioneller Beschallung für Partystimmung in der Baugrube sorgte. Am äußeren Rand der weitläufigen Baugrube schauten nach und nach immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche Schaulustige dem Spektakel unter ihnen zu. Und direkt im Anschluss ging es auf die andere Seite des Parkgürtels, wo im Blücherpark der restaurierte Brunnen gleich mit einem Nachbarschaftsfest und dem ersten Kölner Brunnenlauf würdig seiner Bestimmung übergeben wurde.
Dass der Energieversorger in Zeiten der Krise und des Sparens eine solche millionenschwere Investition in die Tat umsetzt, macht aber Sinn, wie der Vorsitzende des RheinEnergie-Aufsichtsrates, Karl Klipper, ausführte. "Die Investitionsentscheidung war alles andere als einfach. Aber wir müssen die Prosperität des Unternehmen langfristig sichern", erklärte der CDU-Politiker, der zugleich auch Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses (Stea) ist. Die Investitionen in Höhe von maximal 140 Millionen Euro sollen zudem der lokalen und regionalen Wirtschaft zugute kommen und darüber hinaus den hohen Maßstäben an ökologischer und baulicher Nachhaltigkeit entsprechen. Trotz bleibt die neue Zentrale ein reiner Zweckbau und keine Luxusimmobilie, wie Klipper und der Vorsitzende des Betriebsrate, Wolfgang Nolden, betonten. Nicht zuletzt für das Energiekonzept, das mit einer der größten Erdwärmeanlagen in Köln 95 Prozent des Wärme- und 85 Prozent der Kühlenergie abdecken soll. Eine intelligente Haustechnik, die vor allem auf die optimale Ausnutzung des natürlichen Tageslichts setzt, sowie eine solarthermische Anlage für die Warmwasseraufbereitung runden das innovative Konzept der Gebäudetechnik ab. Die ergonomischen Arbeitsumgebungen wurden dabei in enger Abstimmung zwischen Bauherr, Architekten und dem Betriebsrat geplant. Barrierefreiheit ist für das stadtnahe Unternehmen ebenso notwendig wie der Schallschutz innerhalb des Gebäudes, zum Beispiel durch flexible Trennwände oder schallschluckende Bodenbeläge.
Nur wenige Stunden zuvor musste RheinEnergie-Personalvorstand Thomas Breuer noch zittern. Aber als in den Morgenstunden der Himmel aufriss und sich zur feierlichen Grundsteinlegung fast alle Wolken verzogen hatten, stand einer perfekten Zeremonie nichts mehr im Wege. "Der liebe Gott muss ein Kölner sein", äußerte Breuer, während Aufsichtsratschef Klipper die passenden Rahmenbedingungen mit einer Kerze begründete, die er noch am Morgen dieses Tages in einer Kirche zu Ehren der Schwarzen Mutter Gottes entzündete. Da passt es ins Bild, dass Kölns Weihbischof Manfred Melzer den Baubeginn und damit auch den Bau selbst mit dem kirchlichen Segen bedachte. Nach der Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat war dem Neubau damit auch der allerhöchste Beistand sicher.

























