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24. 05. 2012
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Stadt Köln schließt 3.000. Baulücke


19.07.2007 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,Baulücke,Bauvorhaben,Aufstockung,Köln-Bayenthal,Goldsteinstraße,Baulückenpr

Damit liegt die Domstadt bundesweit an einer Spitzenposition, wie das Presseamt am gestrigen Donnerstag verkündete. Seit 1990 wurden mit Hilfe des städtischen „Baulückenprogramms“ über 18.000 Wohnungen gebaut und eine Fülle von städtebaulichen Missständen beseitigt. Keine andere Stadt bundesweit hat damit einerseits so viele neue Wohnungen geschaffen und andererseits eine so große Zahl Lücken beseitigt wie Köln, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Obwohl nach der Reduzierung der Personalkapazität aufgrund der Haushaltsproblematik die Aktivitäten der Projektgruppe zwangsläufig zurückgefahren werden mussten, entstehen nach wie vor durch Baulückenschließung in Köln Monat für Monat 50 bis 60 neue Wohnungen. Nach aktuellem Stand sind von den rund 5.450 erfassten Baulücken derzeit noch 2.450 Fälle mit einer möglichen Kapazität von 14.700 Wohnungen offen.

Bereits vor 17 Jahren begann man in Köln diese Baulücken zu erfassen, die jeweiligen Eigentümer anzuschreiben und ihnen aktive Hilfe bei einer wirtschaftlich und städtebaulich besseren Nutzung durch eine Bebauung anzubieten. Die Mitarbeiter des Baulückenteams machten dabei bis zum heutigen Tage unterschiedliche Erfahrungen. Eigentümer, die sich nicht zutrauen, ohne Hilfe und Beratung einen Bau zu errichten, nehmen die Hilfe gern und schnell an – andere nutzten ihr Grundstück als Spekulationsobjekt und warten auf noch höhere Preise. Dabei ist die Rechtslage für solche Grundstücke eindeutig.

Die Stadt Köln kann in den Fällen, wo es dem Eigentümer wirtschaftlich und baurechtlich zuzumuten ist, verbindliche Baugebote verhängen und im schlimmsten Fall den bauunwilligen Eigentümer gegen Entschädigung auch enteignen. Vorrang hat nach der Rechtslage die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum. In ganz hartnäckigen Fällen musste letztinstanzlich das Bundesverwaltungsgericht das inzwischen verhängte Baugebot bestätigen. Der schwierigste Fall im Umfeld der Severinsbrücke zog sich 17 Jahre in die Länge, bis der Eigentümer nach verschiedenen juristischen Verfahren und Zwangsgeldern schließlich das Grundstück verkaufte. Inzwischen hat der neue Eigentümer darauf Wohnungen errichtet, wie das Presseamt erläuterte.

Das „Baulückenprogramm“ der Stadt Köln liegt in den Händen des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik. Die Wohnungsnot 1990 und die städtebaulich unbefriedigende Situation mit Kriegsruinen und nicht wieder aufgebauten Haushälften oder Grundstücken waren die Gründe zur Entwicklung dieses vom Stadtrat beschlossenen Programms, das damals mit elf Mitarbeitern ausgestattet wurde. Das Grundkonzept sieht eine umfassende Beratung und Aktivierung der Grundeigentümer „aus einer Hand“ vor. Die inzwischen auf vier Mitarbeiter reduzierte Gruppe besteht aus einem Architekten und Wohnungsspezialisten, die konkret Nutzungskonzepte, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, architektonische Hilfestellungen für das Grundstück entwickeln. Gemeinsam mit dem Eigentümer werden Ideen konkretisiert und durchgeplant. Die Hilfestellung geht von der Begleitung des Bauantrages bis hin zu Hilfen bei notwendigen Räumungsarbeiten und während der Bauphase. 

Die 3.000. Baulückenschließung in der Goltsteinstraße 2-25 in Köln-Bayenthal hat ebenfalls eine jahrelange Vorgeschichte. Zahlreiche Anschreiben, Beratungen, Erinnerungen, Abstimmungen mit Architekten und Ämtern waren notwendig, bis die Lücke und das angrenzende Grundstück mit einem ansprechenden Wohn- und Geschäftshaus bebaut werden konnte. Hier entstehen nun zehn neue Wohnungen, davon zwei behindertengerecht sowie ein Ladenlokal.







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