22. 02. 2012
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Stadt Köln will bekannteste Baulücke Kölns schließen
Die Kölner Stadtverwaltung will eine der bekanntesten Baulücken der Stadt endgültig schließen. An der so genannten Kristallpassage befindet sich heute auf dem Areal ein eingeschossiger Zweckbau, der als Ladenlokal genutzt wird. Schon seit Jahrzehnten gibt es in der Domstadt ein Baulückenprogramm, dass nicht nur in der Innenstadt versucht, den steigenden Bedarf an Nutzflächen, vor allem an Wohnungen, abzufedern. Die Immobilie am Wallrafplatz, nördlich der Flaniermeile Hohe Straße dürfte jedoch eher für eine gewerbliche Nutzung anstehen, schließlich erzielen Immobilien in diesem Bereich hohe Gewerbemieten. Oberbürgermeister Jürgen Roters hat nach Auskunft des Presseamtes die Schließung der Baulücke angeregt.
Schon seit den 1950er Jahre gibt es an dieser exponierten Stelle eine aus Sicht der Stadt bestehende „Mindernutzung“. Hier soll nun ein fünfgeschossiger Neubau errichte werden, der mit eingepasster Architektur die verbliebene Lücke vollständig schließt. Der Bauantrag, der bereits im Gestaltungsbeirat auf positives Echo gestoßen war, konnte jedoch noch nicht genehmigt werden, weil die „Kristallpassage“ und damit ein großer Teil der baulichen Anlagen im Erdgeschoss unter Denkmalschutz stehen, wie die Verantwortlichen einräumen mussten. Nach intensiver Prüfung aller alternativen Lösungsmöglichkeiten und deutlicher Nachbesserung zur Erhaltung sehr großer Bestandteile der denkmalgeschützten Schaufensteranlage war es dem Oberbürgermeister nun möglich, die Entscheidung zugunsten der einmaligen Gelegenheit zur Schließung der Baulücke zu treffen, hieß es dazu weiter.
Dank eines Kompromusses sollen nun die Interessen am Erhalt der schützenswerten Bausubstanz mit den Möglichkeiten des Standorts in unmittelbarer zu einer Top-Lauflage in der Kölner Innenstadt miteinander versöhnt werden. „Die Entscheidung zugunsten der Bebauung wurde schließlich auch von den
Denkmalschützern akzeptiert“ erklärte der Beigeordnete für Planen und Bauen, Bernd Streitberger. Der hatte sich bereits seit Jahren für diese Bebauung eingesetzt. „Wir werden natürlich darauf achten, dass dort eine hochwertige Bebauung mit entsprechender Fassadengestaltung entsteht“, versicherte der Beigeordnete. Unterdessen hat Roters seinen Kulturdezernenten beuaftragt, beim Rheinischen Denkmalpflegeamt für eine genehmigung des Bauvorhabens zu werben. Die Stadtspitze gab sich zuversichtlich, mit den Bauarbeiten schon bald beginnen zu können.

























