24. 05. 2012
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Wirtschaftsdezernentin will Kulturnutzung des Staatenhauses fortsetzen
Das Staatenhaus liegt am rechten Rheinufer zwischen Tanzbrunnen und Hohenzollernbrücke. Nach einem Gespräch mit Veranstaltern hat Wirtschaftsdezernentin Ute Berg versichert, dass die Immobilie auch weiterhin kulturellen Zwecken zur Verfügung gestellt werden soll. "Die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft steht bei der Stadtspitze ganz oben auf der Tagesordnung", versicherte Kölns ranghöchste Wirtschaftsförderin. Entsprechende Vorwürfe aus den Reihen der Branchenvertreter wies die Beigeordnete entschieden zurück. Zwischenzeitlich hatten sich Vertreter der Kölner Kreativwirtschaft eher skeptisch zum Engagement der Stadtoberen geäußert. Die Kreativwirtschaft werde "vernachlässigt" zugunsten anderer Wirtschaftszweige.
Neben der Stärkung des Kulturstandorts ist auch das Thema Musical nach wie vor virulent. Der Stadt gehe es auch um die "Sicherung des Musicalstandorts", hieß es dazu in einer gestern veröffentlichten Presseerklärung der Stadt. "Ein Musical im Staatenhaus fördert nicht nur den in Köln sehr starken Teilmarkt der Musikwirtschaft, sondern auch den Tourismus", erklärte die Dezernentin. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort ein Musical untergebracht werden könnte, seien vonseiten der Stadt derzeit mit einer "klaren Präferenz" belegt. Das ergebe sich auch durch den zurückliegenden Ratsbeschluss vom 1. März zum Interim von Oper und Schauspiel. Mit der Mehrheit der Stimmen von CDU, FDP und Grünen hatte der Stadtrat den Musical Dome, besser bekannt als "Blaues Zelt", als Hauptspielstätte für die Kölner Oper und zugleich als weiteren Spielort für das Schauspiel bestimmt.
Mit den Veranstaltern von Musicals will die Dezernentin nun nach einer Lösung suchen, die für alle Seiten tragfähig ist. Mit einer neuen Beschlussvorlage soll auch der Stadtrat dem Erhalt des Musicalstandorts über das Jahr 2013 hinaus zustimmen. Allerdings müsse man auch mit den Veranstaltern im Staatenhaus unterhalten, die bereits ihre Veranstaltungen in der städtischen Immobilie vorsehen. "Die Stadtverwaltung führt derzeit intensive Gespräche mit verschiedenen Beteiligten über den Erhalt der für die nächsten Jahre im Staatenhaus vorgesehenen Veranstaltungen", hieß es in der Presseerklärung der Stadtverwaltung. Ein Umzug dieser Veranstaltungen an andere Standorte werde ebenso überprüft wie andere Alternativen, denn auch diese Veranstalter sollen am Standort Köln bleiben, wie die Beigeordnete betonte. Einen Konsens habe man zwar bislang nicht gefunden. Aber Berg zeigte sich zuversichtlich, die Verhandlungen erfolgreich abschließen zu können.

























