24. 05. 2012
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Colonia Real Estate rutscht 2010 tief in die Verlustzone
Die Kölner Immobilienaktiengesellschaft Colonia Real Estate AG (CRE) hat am heutigen Gründonnerstag die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr bekannt gegeben, und die waren alles andere als erfreulich. Wie die inzwischen zur TAG Immobilien AG gehörende Aktiengesellschaft weiter mitteilte, belief sich der Nettoverlust aus dem zurückliegenden Geschäftsjahr auf 27,2 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit einem deutlich geringeren Verlust gerechnet. Ein Jahr zuvor hatte das börsennotierte Kölner Unternehmen noch einen Gewinn in Höhe von sieben Millionen Euro ausgewiesen. Dieses Niveau wollte man ursprünglich halten, hieß es bei der damaligen vorstellung der Geschäftszahlen für das Jahr 2009.
Als Grund für die unerwartet hohen Verluste gaben die CRE-Verantwortlichen an, dass neben hohen Investitionen in den Wohnungs- und Immobilienbestand, immerhin rund 19.000 Wohnungen, auch ein eher mageres Vermietungsgeschäft für zusätzliche Ergebnisbelastungen sorgte. Auch ein steuerlicher Effekt zulasten des Ergebnisses habe es gegeben. Das hängt aber auch teilweise mit der Beteiligung und der Übernahme und Konsolidierung der CRE in der Bilanz der TAG zusammen, hieß es dazu weiter. Noch Ende vergangenen Jahres hatte das Unternehmen eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Durch die absehbaren Steuereffekte werde das Ergebnis "negativ beeinflusst". Belastet wurde die Bilanz durch hohe Einnahmeausfälle wegen überdurchschnittlich hoher Leerstände (12,9 Prozent). Die haben sich zwar im Jahresverlauf verbessert, liegen aber weiterhin unter der angestrebten Leerstandsquote von zwölf Prozent. Insgesamt investierte CRE im vergangenen Jahr 14 Millionen Euro in seinen Bestand. Das Ergebnis aus der Vermietung des eigenen Immobilienbestandes verringerte sich um mehr als ein Viertel auf 24,3 Millionen Euro, hieß es dazu weiter.
Angesichts der Gewinnprognose für den neuen Mehrheitsaktionär, die Hamburger TAG Immobilien AG, steht nun eine Menge Arbeit bevor. Schon im laufenden Jahr hatte TAG-Vorstand Rolf Elgeti ein Vorsteuergewinn in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro für den Mutterkonzern angekündigt. Eigentlich sollte die neue Tochtergesellschaft dazu einen nennenswerten Ergebnisbeitrag erwirtschaften. Nun wollen die neuen Mehrheitseigner die CRE wieder in die Gewinnzone bringen. Synergien im Asset Management und Einsparungen sollen helfen, dieses Ziel zu erreichen. An der Gewinnprognose halten die Verantwortlichen aber unverändert fest.

























