24. 05. 2012
Seite drucken
Corpus baut Asset Management aus
Die Deutsche Telekom (bisher 51 Prozent) fährt ihre Beteiligung auf 25,1 Prozent
zurück, die Morgan Stanley Bank AG hält weiterhin 24,5 Prozent. Bereits vor
Monaten hatte die Corpus bereits ihr gewerbliches Asset Management auf
Sireo übertragen. Mit einem Volumen von über 14 Milliarden Euro bleibt die
Corpus zwar auf Platz 5 der nationalen Rangliste der größten Asset
Manager Deutschlands, vergrößert aber den Abstand zu den weiteren
Plätzen deutlich. Zudem soll der Markenname Sireo erhalten bleiben und
den Bereich gewerblicher Immobilien abdecken. Kernbereich der Sireo
bleibt jedoch das Management von Immobilien der Telekom, erläuterte
Michael Zimmer, Sprecher der Geschäftsführung von Corpus. Der Asset
Management-Bereich von Corpus machte zuletzt durch den Ankauf der
Berliner GHG (5100 Wohnungen) sowie das Joint-Venture mit Morgan
Stanley zur Immeo Wohnen bei der Übernahme von 48.000 Wohnungen der
Thyssen Krupp Immobilien GmbH auf sich aufmerksam. Allerdings hält die
Corpus-Gruppe in diesem Joint-Venture lediglich einen Anteil von 6,5 Prozent.
Beteiligungen dieser Art soll es in Zukunft jedoch häufiger geben.
Auch hat sich die Geschäftsführung zum Ziel gesetzt, die Anzahl der
betreuten gewerblichen Objekte von 10.000 auf 20.000 zu steigern,. Die
Übernahme der Mehrheit an Sireo bedeutet für Corpus eine Abrundung der
Dienstleistungspalette im Bereich Asset Management. Fast noch
deutlicher gestiegen war das Beratungsgeschäft („Consulting“) der
Corpus. Beim Verkauf der Viterra AG an die Deutsche Annington habe die
Corpus ihr bislang größtes Beratungsmandat erhalten. Immerhin umfasst
der Verkauf ein Volumen von 7 Milliarden Euro. Auch die anderen beiden
Geschäftsbereiche der Corpus (Projektentwicklung, Makler) verliefen
positiv. Im Maklerbereich steht im nächsten Jahr eine Konsolidierung
an. So sollen alle Maklertöchter unter dem Dach der Corpus verschmolzen
und zusätzlich die Maklerabteilung der Sparkasse Bonn übernommen
werden. Im Bereich Projektentwicklung zählt die Corpus schon heute zu
den Großen in Köln. Alleine in Köln stehen 3 Großprojekte im
Wohnungsbau an. So entwickelt das Unternehmen u.a. die Projekte
„Rheinkai“ in Mülheim, „Paulihöfe“ in Braunsfeld und die Wohnbebauung
auf dem DaimlerChrysler-Gelände an der Luxemburger Straße.
Mittelfristig will man 800 Wohneinheiten pro Jahr errichten und zudem
weiter in neuen Standorten aktiv werden, erläuterte Zimmer weiter.
Erst vor wenigen Tagen hat das Unternehmen einen Teil seiner neuen
Geschäftsräume in der ehemaligen Renault Bank an der Aachener Straße
bezogen. Bis Anfang nächsten Jahres soll der Umbau abgeschlossen sein.
Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 372
Millionen Euro und damit ein zweistelliges
Wachstum.
Die Corpus Immobiliengruppe gehört zu gleichen Teilen der Sparkasse
KölnBonn, der Sparkasse Düsseldorf, der Frankfurter Sparkasse (Fraspa)
und der M. Zimmer-Gruppe.

























