24. 05. 2012
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GAG Immobilien AG mit Geschäftsjahr 2007 zufrieden
Im Vorjahr waren es noch rund 30 Millionen Euro weniger, wie die beiden
Vorstände des Konzerns am Donnerstag auf ihrer Bilanzpressekonferenz
bekannt gaben.
Auch die anderen Geschäftszahlen, die das stadteigene Unternehmen dabei
präsentierte, können sich sehen lassen. So legte die Gesellschaft beim
Umsatz um 5,45 Prozent oder 13,9 Millionen Euro auf 268,7 Millionen
Euro zu. Der Konzernüberschuss lag bei 11,48 Millionen Euro, der
Bilanzgewinn bei 9,25 Millionen Euro. Gestiegen ist auch das
Konzernergebnis vor Ertragssteuern und zwar deutlich von 20 auf 26,5
Millionen Euro. Allerdings führte die Ertragssteuern (17,918 Millionen
Euro) sowie der Abzug latenter Steuern (23,788 Millionen Euro) zu einem
ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von 15,2 Millionen Euro, wie das
Management erklärte.
Vorstand will an Investitionskurs festhalten
Trotz des negativen Ergebnisses im GAG-Konzern hält der Vorstand an der
Fortsetzung seiner bestehenden Investitionsstrategie fest. „Würde die
GAG wie andere rein am Kapitalmarkt orientierte Wohnungsunternehmen
agieren und die Aufwendungen für Instandhaltung auf deren Niveau
zurückfahren, würde die GAG rund 50 Millionen Euro pro Jahr als
Ergebnis einfahren“, erläuterte GAG-Vorstand Günter Ott. Das aber
verbiete sich zu Gunsten einer „nachhaltigen Wertsteigerung“, wie der
Immobilienmanager ergänzte. Neben den notwendigen Reparaturen am
Bestand hat die GAG dabei einige Großprojekte in der Pipeline. Dazu
gehören das Projekt „Neue Mitte Müngersdorf“ am Dansweiler Weg. Hier
werden 170 öffentlich geförderte Wohnungen sowie weitere 40
Eigentumswohnungen und 21 Einfamilienhäuser nach dem so genannten
„Null-Emissionshaus“-Standard entstehen. 34 Millionen Euro sind dafür
veranschlagt. Größtes Einzelprojekt ist aber das so genannte
„Vingst-Veedel“ mit einem Gesamtrahmen von 206 Millionen Euro.
Insgesamt 1120 Wohnungen werden hier bis 2010 auf den neuesten Stand
modernisiert, weitere 941 öffentlich geförderte Wohneinheiten werden
noch neu hinzukommen. Weitere Großprojekte des Konzern liegen in den
Stadtteilen Ostheim („Häuser mit Knick“ – 60,1 Millionen Euro),
Buchforst („Blauer Hof“ – 22 Millionen Euro) sowie das derzeit größte
Erdwärmeprojekt in Köln-Niehl mit einem Gesamtvolumen von knapp über 70
Millionen Euro.
Das Gesamtvolumen der derzeit in der Pipeline befindlichen Projekte des
Konzerns beläuft sich demnach auf rund 466 Millionen Euro, wie der
GAG-Vorstand vorrechnet. Neben der Versorgung der Kölner Bevölkerung
mit bezahlbarem Wohnraum kommt das hohe Investitionsniveau auch dem
Handwerk der Region zugute. GAG-Finanzvorstand Günter Eichner rechnet
damit, dass das hohe Investitionsniveau in den kommenden Jahr
allmählich zurückgefahren werden kann. Schon 2008 erwarte man ein
planmäßig positives Ergebnis.
Aufgrund der positiven Gesamtentwicklung (und trotz des
Jahresfehlbetrags) schlägt das Management eine Dividende in Höhe von
0,50 Euro pro Aktie vor. Damit ist das Dividendenniveau bereits seit
sechs Jahren gleichbleibend, wie es dazu abschließend hieß. Der
Wohnungsbestand des größten Kölner Wohnungsunternehmens belief sich zum
Jahreswechsel auf 40.972 Wohneinheiten, 110 weniger als im Vorjahr.
Allerdings blieb die Gesamtwohnfläche mit 2,75 Millionen Quadratmetern
konstant. Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit stieg die
Leerstandsquote im vergangenen Jahr deutlich auf 5,64 Prozent an.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2030 (303 weniger als in 2006)
fertig gestellt. Im kommenden Jahr will das Unternehmen seine
Investitionen auf 143 Millionen Euro zurückfahren. Die GAG beschäftigte
zum Jahresende 2007 408 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

























