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24. 05. 2012
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GAG mit neuem Finanzvorstand und großen Plänen in 2007


20.01.2009 06:44 von:

Schlagwörter: Köln,GAG Immobilien AG,Finanzvorstand,Uwe Eichner,Günter Ott

Gleichzeitig will man die Arbeit in den Sozialräumen mit dem Konzept der Stadtverwaltung synchronisieren, wie der neue zweiköpfige Vorstand ausführte. Auch der Vertrag mit Günther Ott wurde auf der letzten Sitzung des Aufsichtsrates um fünf weitere Jahre verlängert. Neu im Vorstand ist seit 1. Februar dieses Jahres der Wohnungs- und Finanzexperte Uwe Eichner (43). Der Aufsichtsrat stellte sich auf seiner letzten Sitzung geschlossen hinter sein Führungsteam, betonte deren Vorsitzender Jochen Ott (SPD).
    
In den vergangenen Jahren hat die GAG seine Investitionen kontinuierlich erhöht, von rund 130 Millionen Euro im Jahr 2005 über rund 160 in 2006 auf nun fast 200 Millionen Euro. Doch Zeit zum Ausruhen wird es auch nach Abarbeiten des immer noch vorhandenen Sanierungstaus nicht geben. Nachdem die GAG ihre sanierungsbedürftigen Bestände aus den 20er, 50er und 60er Jahren saniert, modernisiert oder ersetzt hat, wird sie sich ab 2015 den Grubo-Beständen aus den 70er Jahren zuwenden müssen. Von der genannten Investitionssumme (knapp 200 Millionen Euro) soll vor allem das lokale Handwerk profitieren, 80 Prozent der Investitionssumme wird an Handwerksbetriebe aus der Region vergeben, versicherte GAG-Vorstand Ott weiter.

Aber auch das Bauträgergeschäft, ergänzt sein Vorstandskollege Eichner, soll im kommenden Jahr weiter wachsen. Nach einem Veräußerungsvolumen in Höhe von 19,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr soll es in diesem Jahr auf 24,3 Millionen Euro ansteigen. Dabei übernimmt die GAG auch einen Teil der neu gebauten Wohngebäude in den eigenen Bestand, wie Eichner weiter ausführte. In jedem Fall kann die GAG die gesamte Palette unterschiedlicher Wohntypen – vom Eigenheim, über Gemeinschaftswohnanlagen bis hin zum Mehrfamilienhaus – anbieten. Landesweit geht das Geschäftsvolumen mit Bauträgergeschäften eher zurück, wie Eichner berichtet. „Und für Eigenheime als Mietobjekte scheint tatsächlich einen Markt zu geben. Auf dem Madaus-Gelände haben wir es ausprobiert und die Häuser waren innerhalb kurzer Zeit alle vermietet“, bestätigt Günther Ott.

Soziale Verantwortung einer kommunalen Wohnbaugesellschaft

Hinter der Bestandspflege und den baulichen Maßnahmen und Investitionen liegt den Verantwortlichen auch die soziale Komponente am Herzen. Und hier hat die GAG in der Vergangenheit bereits umfangreiche Maßnahme in die Wege geleitet. Ob Spielplatzpatenschaften, Architektenwettbewerbe oder Praktika-Vermittlung, die GAG ist vielfältig engagiert, wie Aufsichtsrat Jochen Ott erklärte. Das dies wiederum zu einer höheren Vermietungsquote und damit zu mehr Rentabilität führt, wollte er indes nicht verschweigen. Gerade durch ihren Wohnungsbestand in Stadtteilen mit problematischer Sozialstruktur ist es auch ein Anliegen des städtischen Wohnungsbauunternehmens, Vandalismus in den eigenen Siedlungen entgegen zu wirken. Die Übertragung von Verantwortung an lokale Partner sei daher fester Bestandteil des sozialen Aspekts in der GAG-Unternehmens, wie Jochen Ott weiter betonte.

Als praktisches Beispiel nannte Günther Ott die Patenschaften in der Siedlung Bocklemünd. Ott berichtete davon, dass die Schäden durch Vandalismus rapide abgenommen haben, nachdem Anwohner die Verantwortung z.B. für die Pflege von Blumenbeeten übernommen hatten. Auch Kunst wolle man in die Stadtviertel tragen, um damit Menschen zu erreichen, „die niemals ein Museum besuchen würden“, wie der GAG-Vorstand erläuterte.

Großprojekte mit innovativen Ansätzen

Mehrere Großprojekte werden in naher Zukunft anlaufen. Eines der größten ist sicher die Sanierung der GAG-Bestände in Köln-Vingst. Bis 2011 will man alleine in diesem Stadtteil rund 200 Millionen Euro verbauen. Durch eine umweltgerechte Modernisierung will das Unternehmen alleine mit dieser Siedlung den jährlichen Ausstoß von Kohlendioxid um rund 6800 Tonnen reduzieren. Aber auch in Ostheim, Müngersdorf, Riehl, Niehl, Merheim oder Stammheim stehen Großprojekte bevor oder befinden sich bereits in der Realisierung. Gerade in älteren Gebäuden, die zudem häufig mit Strom beheizt werden, führe die zuletzt stark gestiegenen Energiekosten zu zusätzlichen Belastungen für die Mieter. Am Beispiel der Siedlung im Kölner Westend erläuterte GAG-Vorstand Ott, wie sich das sogar bei steigender Grundmiete für die Bewohner rechnen kann. Kostete bisher die umgelegten Heizkosten pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat 2,97 Euro, so kann die Modernisierung der Heizung (Solar, Holzpellet) zusammen mit umfassenden Wärmedämm-Maßnahmen schließlich zu einer Absenkung der Heizkosten auf 0,21 Euro pro Quadratmeter und Monat führen. Gleichzeitig will das Unternehmen nach Abschluss der Modernisierung die Grundmieten um durchschnittlich rund 1,50 Euro pro Quadratmeter und Monat anheben, unterm Strich ein Gewinn für die Mieter, wie der Vorstand abschließend vorrechnet.







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