24. 05. 2012
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Incity Immobilien AG legt Bilanzen für 2009 und 2010 aus
Die Kölner Immobilienaktiengesellschaft Incity Immobilien AG hat am vergangenen Freitag den Konzernbericht für das vergangene Geschäftsjahr vorgestellt. Demnach haben Verluste aus Verkäufen von Beteiligungen und Altprojekten zu einem Rekordminus in Höhe von 14,2 Millionen Euro geführt. Das Unternehmen hatte zwischenzeitlich die informica real estate AG veräußert und damit die Reißleine gezogen. Die notwendigen Investitionen in den Immobilienbestand der Beteiligung hatten die Liquidität "übermäßig belastet", wie das Unternehmen ausführte. Auch die ausgewiesene Bilanz für das Jahr 2009 wurde korrigiert. Statt des vormals ausgewiesenen Gewinns in Höhe von 8,3 Millionen Euro verzeichnete das Unternehmen nunmehr auch für dieses Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 4,3 Millionen Euro.
"Berichtigungen von laufenden und latenten Steuerforderungen und substantielle Fehleinschätzungen bei der Endabwicklung von Altprojekten machten diese bilanzielle Zäsur Notwendig", erklärte das Unternehmen. Allerdings zeige sich nach Aussage der Verantwortlichen bereits erste Anzeichen, dass der harte Schnitt Früchte trägt. Beispiel dafür ist der Verkauf der Beteiligung an der informica real invest. Der schlug zwar mit weiteren 1,5 Millionen Euro zum Gesamtverlust des Unternehmens bei, spülte zugleich aber 3,3 Millionen Euro an Liquidität in die Kassen. Auch das Kölner Großprojekt Breite Straße 100 wurde veräußert. Dies führte auch zu einer korrigierten Bilanzsumme für das Jahr 2009. Statt der ursprünglich ausgewiesenen 144,4 waren es nach neuerer Rechnung nur noch 48,3 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg der Konzernumsatz von 31,1 auf 56,4 Millionen Euro.
Aufarbeitung noch nicht gänzlich abgeschlossen
Im Sommer 2010 hat eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Überprüfung von Unregelmäßigkeiten bei Geschäftsvorfällen abgeschlossen. Der im Jahr 2010 neu gewählte Aufsichtsrat und Vorstand hatte daraufhin mit dem vormaligen Verantwortlichen Gespräche über einen Ausgleich des Schadens aufgenommen. "Wir sind uns im Klaren, dass diese Wertberichtigung für die Altaktionäre eine herbe Enttäuschung darstellt. Nichtsdestotrotz war sie unumgänglich und stellt jetzt die InCity auf eine gesunde Basis, auf welcher das neue Geschäftsmodell umgesetzt werden kann", sagt der amtierende Vorstandsvorsitzende Jürgen Oppelt. Der war im Oktober vergangenen Jahres an die Spitze des Unternehmens gewählt worden.
nterdessen hat das Unternehmen mit neuer Strategie erste Projekte gestartet, die eigenen Angaben zufolge. Zukünftig wolle man sich auf die Finanzierung von Immobilienprojekten mit geprüften Partnerfirmen konzentrieren. Dazu hält das Unternehmen an den entsprechenden Projektgesellschaften jeweils die Mehrheit der Anteile, wie Incity-Finanzvorstand Heiko C. Frantzen ausführte. Das dritte Projekt nach diesem "Partnermodell" liegt im Hamburger Stadtteil Blankenese und ist gerade gestartet worden. Hier entstehen für ein Investitionsvolumen von 23 Millionen Euro insgesamt 34 Eigenheime verschiedener Zuschnitte und Größen, meldete der neue Vorstand abschließend.

























