24. 05. 2012
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Kölner Gebäudewirtschaft erhöht Jahresüberschuss
Dank verringerter Ausgaben für Instandhaltung und dem Verkauf des
Disch-Hauses habe man im vergangenen Jahr den Jahresüberschuss auf 57,1
Millionen Euro erhöhen können.
Alleine 14,2 Millionen dieses Betrages ergaben sich indes aus dem
Verkauf der vormals städtischen Immobilie „Disch-Haus“, wie es in einer
Verwaltungsmitteilung heißt. Ursprünglich sah der Wirtschaftsplan für
den Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft einen Überschuss in Höhe von 51,637
Millionen Euro vor. Der größte Teil davon (51,516 Millionen Euro) soll
im Rahmen einer „verwaltungsinternen Abstimmung“ an den Haushalt der
Stadt Köln abgeführt werden. Dank des Ausbaus der Offenen
Ganztagsschule (OGS) und der dadurch bedingten Verringerung der
Ausgaben für Instandhaltung fiel der Jahresüberschuss jedoch höher aus.
Die zusätzlichen rund 5,5 Millionen Euro sollen als Kapitalrücklage für
zukünftige Investitionen und Instandsetzungen zurückgehalten werden,
heißt es in der Mitteilung weiter.
Probleme bei der Ausgestaltung der Gewinnabführung
Allerdings machte die Verwaltung auf einen Knackpunkt aufmerksam, der
in Zukunft zu einer höheren Fremdfinanzierung notwendiger Bau- und
Instandsetzungsmaßnahmen führen können. So argumentiert das Kölner
Rechnungsprüfungsamt (RPA), dass sich der Abführungsbetrag an den
städtischen Haushalt an der tatsächlichen Höhe des Betriebsergebnisses
orientieren sollte. Zusätzlich müsse jedoch eine zweckgebundene
Rücklage gebildet werden, um Eventualitäten vorbeugen zu können,
empfehlen hingegen Wirtschaftsprüfer. „Bei einem Verzicht besteht die
Gefahr, dass künftige (Erhaltungs-)Investitionen in einem steigenden
Maße fremdfinanziert werden müssen, das Ergebnis (folgerichtig) durch
den Mehraufwand an Zinsen zusätzlich belastet wird“, hieß es in der
Mitteilung. Die geringe Eigenkapitalquote des städtischen Eigenbetriebs
ist ohnehin mit 11,5 Prozent sehr niedrig, wie die Finanzexperten
argumentieren. Die Eigenkapitalquote nach Abführung und unter
Einbeziehung des Sonderposten Investitionszuschüsse verbesserte sich
(bezogen auf die Bilanzsumme) im vergangenen Geschäftsjahr leicht von
35,1 auf 37,9 Prozent. Doch ohne diesen Sonderposten habe sich an
dieser Situation seit dem Vorjahr nichts geändert, mahnen die
Wirtschaftsprüfer an.
Die Bilanzsumme des Eigenbetriebs erhöhte sich im vergangenen Jahr
trotz Veräußerung des Disch-Hauses kräftig von 1,042 auf 1,223
Milliarden Euro. Allerdings musste die Gebäudewirtschaft bei der
Übernahme städtischer Immobilien auch deren Verbindlichkeiten
übernehmen. Die beliefen sich zum Jahresende 2006 auf immerhin knapp
eine halbe Milliarde Euro (494,895 Millionen Euro nach 468,697
Millionen Euro zu Beginn des Jahres 2006). Ansonsten verlief das
vergangene Geschäftsjahr unter überwiegend positiven Vorzeichen. So
konnte die Gebäudewirtschaft die Leerstandsquote von 4,4 auf 3,8
Prozent senken. Gleichzeitig erhöhte der Eigenbetrieb die Mieteinnahmen
um vier Millionen Euro. Derzeit befinden sich 460 eigene Objekte sowie
200 angemietete Objekte im Bestand. Die Gebäudewirtschaft
bewirtschaftet dabei 246 Schul-, 48 Verwaltungsgebäude sowie 80
Kindertagesstätten. Bedingt durch die PPP-Modelle erhöhte sich die Zahl
der angemieteten Schulgebäude im vergangenen Jahr von zehn auf 18, die
der angemieteten Verwaltungsgebäude hingegen ging von 38 auf 35 zurück.

























