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24. 05. 2012
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Kölner Gebäudewirtschaft erhöht Jahresüberschuss


29.10.2007 23:00 von:

Schlagwörter: Köln,Unternehmen,Gebäudewirtschaft,Eigenbetrieb,Erhöhung,Jahresüberschuss,Gewinn

Dank verringerter Ausgaben für Instandhaltung und dem Verkauf des Disch-Hauses habe man im vergangenen Jahr den Jahresüberschuss auf 57,1 Millionen Euro erhöhen können. Alleine 14,2 Millionen dieses Betrages ergaben sich indes aus dem Verkauf der vormals städtischen Immobilie „Disch-Haus“, wie es in einer Verwaltungsmitteilung heißt. Ursprünglich sah der Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft einen Überschuss in Höhe von 51,637 Millionen Euro vor. Der größte Teil davon (51,516 Millionen Euro) soll im Rahmen einer „verwaltungsinternen Abstimmung“ an den Haushalt der Stadt Köln abgeführt werden. Dank des Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS) und der dadurch bedingten Verringerung der Ausgaben für Instandhaltung fiel der Jahresüberschuss jedoch höher aus. Die zusätzlichen rund 5,5 Millionen Euro sollen als Kapitalrücklage für zukünftige Investitionen und Instandsetzungen zurückgehalten werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Probleme bei der Ausgestaltung der Gewinnabführung

Allerdings machte die Verwaltung auf einen Knackpunkt aufmerksam, der in Zukunft zu einer höheren Fremdfinanzierung notwendiger Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen führen können. So argumentiert das Kölner Rechnungsprüfungsamt (RPA), dass sich der Abführungsbetrag an den städtischen Haushalt an der tatsächlichen Höhe des Betriebsergebnisses orientieren sollte. Zusätzlich müsse jedoch eine zweckgebundene Rücklage gebildet werden, um Eventualitäten vorbeugen zu können, empfehlen hingegen Wirtschaftsprüfer. „Bei einem Verzicht besteht die Gefahr, dass künftige (Erhaltungs-)Investitionen in einem steigenden Maße fremdfinanziert werden müssen, das Ergebnis (folgerichtig) durch den Mehraufwand an Zinsen zusätzlich belastet wird“, hieß es in der Mitteilung. Die geringe Eigenkapitalquote des städtischen Eigenbetriebs ist ohnehin mit 11,5 Prozent sehr niedrig, wie die Finanzexperten argumentieren. Die Eigenkapitalquote nach Abführung und unter Einbeziehung des Sonderposten Investitionszuschüsse verbesserte sich (bezogen auf die Bilanzsumme) im vergangenen Geschäftsjahr leicht von 35,1 auf 37,9 Prozent. Doch ohne diesen Sonderposten habe sich an dieser Situation seit dem Vorjahr nichts geändert, mahnen die Wirtschaftsprüfer an.

Die Bilanzsumme des Eigenbetriebs erhöhte sich im vergangenen Jahr trotz Veräußerung des Disch-Hauses kräftig von 1,042 auf 1,223 Milliarden Euro. Allerdings musste die Gebäudewirtschaft bei der Übernahme städtischer Immobilien auch deren Verbindlichkeiten übernehmen. Die beliefen sich zum Jahresende 2006 auf immerhin knapp eine halbe Milliarde Euro (494,895 Millionen Euro nach 468,697 Millionen Euro zu Beginn des Jahres 2006). Ansonsten verlief das vergangene Geschäftsjahr unter überwiegend positiven Vorzeichen. So konnte die Gebäudewirtschaft die Leerstandsquote von 4,4 auf 3,8 Prozent senken. Gleichzeitig erhöhte der Eigenbetrieb die Mieteinnahmen um vier Millionen Euro. Derzeit befinden sich 460 eigene Objekte sowie 200 angemietete Objekte im Bestand. Die Gebäudewirtschaft bewirtschaftet dabei 246 Schul-, 48 Verwaltungsgebäude sowie 80 Kindertagesstätten. Bedingt durch die PPP-Modelle erhöhte sich die Zahl der angemieteten Schulgebäude im vergangenen Jahr von zehn auf 18, die der angemieteten Verwaltungsgebäude hingegen ging von 38 auf 35 zurück.







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