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24. 05. 2012
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Kölner Immobilienmarkt milliardenschwer und voller Potenzial


22.09.2010 20:12 von:

Schlagwörter: Köln,Immobilienmarkt,Studie,BulwienGesa,2010,Wohnungsmarkt,Büromarkt,Forum,Platt

Die Erkenntnisse der Studie aus dem Hause BulwienGesa sind nicht neu, ebenso wenig wie die Diagnose zum Kölner Immobilienmarkt. Neu ist jedoch der Rahmen der Studie, die am heutigen Mittwoch im Vorfeld des ersten Kölner Immobilienkongresses vorgestellt wurde. So beträgt demnach der Wert aller Kölner Immobilien rund 115 Milliarden Euro, etwas mehr als 33 Milliarden Euro sind es in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Die erreichte Wertschöpfung durch Bau- und Dienstleistungen rund um die Immobilie belaufen sich auf rund 4,8 Milliarden Euro. Nach Angaben der IHK haben die Bau- und Immobilienbranche mit rund 25.000 Beschäftigten trotz deutlicher Rückgänge in den vergangenen zwei Jahrzehnten noch immer eine überragende Bedeutung für die Wirtschaftskraft einer Millionenstadt wie Köln und den umliegenden Gemeinden. Und es gibt Potenziale sowohl auf dem Wohnungs- wie auch auf dem Markt für Gewerbeimmobilien, so eine dadurch gewonnene Erkenntnis der Initiatoren.

Mit einer fundamentalen Untersuchung, die auch Faktoren wie Wertschöpfung und Gesamtvermögen einbezieht, wolle man eine Diskussionsbasis schaffen, erklärten die Initiatoren weiter. "Viele Dinge sind unbekannt. Wenn man nicht weiß, was man hat, weiß man auch nicht, wo man hin will", begründete Dr. Ulrich Soenius die Unterstützung der Kammer für die Studie. Die Schlussfolgerung liegt nach Ansicht des zuständigen IHK-Geschäftsführers auf der Hand. "Die Immobilienwirtschaft ist ein echter Standortfaktor. Das muss mehr in die Köpfe", so Soenius weiter. Die Studie und die Initiative zur Gründung einer neuen Plattform ist auch ganz im Interesse des Haus- und Grundbesitzervereins. "Es fehlt an Kommunikationsplattformen für die Immobilienwirtschaft", beklagte der Vorsitzende des Vereins, Dr. Konrad Adenauer. Nachdem man vergeblich beim Land NRW um Unterstützung bat, wolle man nun die Immobilienwirtschaft in diesem neuen Forum sammeln, "ohne das Land", wie Adenauer betonte. "Im Umfeld der Immobilienwirtschaft gibt es bundesweit rund 500 Verbände. Da ist klar, dass die Branche kein Sprachrohr hat", ergänzte Thomas Tewes, Geschäftsführer des Haus- und Grundbesitzervereins. Die Immobilienbranche ist dabei relativ kleinteilig. Neben den rund 20.000 Beschäftigten in der Bauindustrie kommen weitere rund 5000 "Dienstleister". Die aber verteilen sich insgesamt auf mehr als 6000 Unternehmungen. Ein Grund mehr für die Initiatoren auch diesen Vertretern ihrer Branche eine Möglichkeit zum Austausch und zur Willensbildung zu bieten, so das Credo der Anwesenden.

Kurz nach dem Pressegespräch fand sogleich ein erster Immobilienkongress in den Räumen der Kammer statt. Mehrere Stunden lang sollten sich die Gäste zu eben jenem neuen Forum formieren und damit die drängenden Probleme anzugehen. "Gesundes Flächenmanagement" nennt das IHK-Geschäftsführer Soenius. Gemeint ist eine Mischung aus Wohn- und Gewerbeflächen. An beidem mangelt es in der Domstadt und das obwohl Köln sogar flächenmäßig größer als München ist. Auch der Wohnungsmarkt in Köln ist angesichts der Wanderungsgewinne und der Attraktivität als Arbeits- und Ausbildungsplatz unter Druck. Grund dafür sind die alljährlichen Zielverfehlungen. Nach Ansicht der Experten benötigt der Kölner Wohnungsmarkt pro Jahr zwischen 3000 und 4100 neue Wohnungen. Tatsächlich waren es im Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2008 gerade einmal 2500. In der Folge verzeichnen immer mehr Stadtteile spürbar steigende Mieten. Selbst in ehemaligen Arbeitervierteln wie Ehrenfeld oder Nippes werden beim Wohnungsneubau immer häufiger zehn Euro und mehr pro Quadratmeter verlangt. Für viele auswärtige Unternehmen ist das inzwischen ein Problem. Schließlich entsenden solche Konzerne in der Regel Führungspersonal aus der Zentrale ins ferne Köln. Und die wollen angemessen untergebracht werden, so Tewes abschließend.

Zum Unterstützerkreis zählen neben der Kammer und dem Kölner Interessenverein für Immobilieneigentümer auch die beiden größten Sparkassen der Region, der stadtnahe Wohnungskonzern GAG und die Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen sowie weitere namhafte Partner.

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