Wetter

Webtipps:
Wo kann man sich am besten nach Immobilien in Liechtenstein informieren?


Immobilien Köln - hier online suchen und finden

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





24. 05. 2012
Seite drucken

Kölner Wohnungsunternehmen gehen in die Offensive


08.01.2009 23:25 von:

Schlagwörter: Köln,Wohnungsunternehmen,ARGE,Wohnungswirtschaft,Neujahrsempfang

Angesichts einer ungleichen Verteilung von Vermögen und Einkommen soll der Wohnraum nicht nur bezahlbar sondern auch energie- und ressourcenschonend und selbstverständlich auf dem neuesten technischen Stand sein. Das bedeutet eine gewaltige Aufgabe, der sich die insgesamt 57 Wohnungsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen – ARGE in Zukunft stellen müssen. Beim gestrigen Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft, an der mit Bernd Streitberger und Marlis Bredehorst gleich zwei Mitglieder des Stadtvorstandes teilnahmen, formulierten die Wohnungsunternehmen deshalb nicht zum ersten Mal, aber mit neuem Selbstbewusstsein ihre Ansätze, diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

Gemeinnütziger Ansatz

Dabei repräsentieren die in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossenen Wohnungsunternehmen auf dem Wohnungsmarkt der Region Köln einen durchaus beachtlichen Anteil. Die Mitglieder der ARGE bewirtschaften alleine in Köln rund 100.000 Wohnungen und damit rund ein Viertel aller in Köln vorhandenen Wohnungen. In der Region sind es gar 180.000. Allen gemein ist seit ihrer Gründung im Jahr 1949 der Ansatz der Gemeinnützigkeit. Neben dem größten ARGE-Mitglied, der börsennotierten GAG Immobilien AG mit einem Bestand von alleine über 40.000 Wohneinheiten gehören vor allem kommunale und private Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften sowie kirchliche und industrieverbundene Bestandshalter. Mit ihrem Wohnungsbestand sorgen sie für eine Stabilisierung in den Stadtvierteln, nicht nur in Sachen Mietpreisgestaltung sondern auch bei der Umsetzung sozialer und ökologischer Standards. Zeit also, im Jubiläumsjahr die Anliegen der ARGE offensiver in die Öffentlichkeit zu tragen, wie der Vorsitzende der ARGE Georg Potschka in seiner Rede betonte.

Meilensteine zur Stärkung des Kölner Wohnungsmarktes

Ein wichtiger Baustein ist dabei neben den Sanierungs- und Modernisierungsleistungen der Unternehmen auch die Frage, nach welchen Kriterien die sozial geförderten Wohnungen vermittelt werden. Hier hatten ARGE und die Kölner Stadtverwaltung in den zurückliegenden Monaten an einer Regelung gearbeitet, die nun unterschriftsreif sei, wie der ARGE-Vorsitzende ausführte. Das soll den Unternehmen zukünftig ein „aktives Belegungsmanagement“ ermöglichen. Das wiederum bedeutet in der Praxis, dass „sämtliche Investitionshemmnisse beseitigt werden“, so Potschka weiter. Ein weiterer wichtiger Baustein im neuen Konzept der Arbeitsgemeinschaft ist die erste Ausgabe der Wohnungsmesse WOMEX, die im April dieses Jahres in der Kölnmesse stattfinden wird. Die ARGE selbst wird dort unter anderem ihre alljährliche Mitgliederversammlung abhalten. Die Messe soll Entscheider der Wohnungswirtschaft aus der gesamten Bundesrepublik ansprechen und neueste Trends und Entwicklungen zum Inhalt machen, kündigte der Chef der Wohnungs-ARGE an. Bundesweit bewirtschaften die im GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zusammengeschlossenen gemeinnützigen Unternehmen und Genossenschaften einen Bestand von 6,2 Millionen Wohnungen. Dabei bleiben die Mieter im Schnitt zwischen 22 und 23 Jahren in ihren Wohnungen, ein Umstand, den US-Immobilienmanager mit zumeist ungläubigem Kopfschütteln quittieren.

Wohnungssanierung stabilisiert regionalen Arbeitsmarkt

Nicht alleine wegen der in diesem Jahr neu eingeführten Energieeinsparverordnung, die in erster Linie für Neubauvorhaben gilt, sind Investitionen in den Bestand der Wohngebäude dringend notwendig. Positivbeispiele wie die GAG-Siedlung im Westend oder die derzeit in Bau befindliche Erdwärmesiedlung in Köln-Niehl machen deutlich, dass Kölner Wohnungsunternehmen abseits internationaler Investoren auch innovativ wirken. Für das regionale Handwerk hat diese Investitionstätigkeit einen nicht zu unterschätzenden stabilisierenden Einfluss. Das wird nicht nur in Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge deutlich. Alleine im laufenden Jahr summieren sich die geplanten Investitionen in den Neu- und Umbau sowie in die Modernisierung und Instandhaltung bestehender Wohngebäude auf rund eine halbe Milliarde Euro. Und durch die Verpflichtung zur Gemeinnützigkeit sorgen diese Unternehmen auch mit ihrem frei finanzierten Wohnungsbestand für eine Stabilisierung der Mietpreise und damit für Nachhaltigkeit, wie Potschka betonte. Was läge also näher, auch vonseiten der Wohnungswirtschaft kraftvoll staatliche Unterstützung einzufordern. „In unserem Bereich rufen staatliche Anreize echte zusätzliche Investitionen hervor, die nicht zu Ausfällen in den Folgejahren führen“, so der abschließende Hinweis des ARGE-Vorsitzenden. Aber auch so sind sich Potschka und die anderen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sicher, gestärkt aus der derzeitigen Wirtschaftskrise hervor zu gehen.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse