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24. 05. 2012
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Vivacon AG privatisiert kommunale Wohnungsbestände in Salzgitter


25.10.2007 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,Vivacon AG,Privatisierung,Salzgitter,Koimmunaler Wohnungsbestand,Privatinve

Wie das börsennotierte Unternehmen am heutigen Freitag bekannt gab, soll die über Erbbaurechte funktionierende Lösung durch den günstigeren Kaufpreis für Mieter besonders sozialverträglich sein. Der Wohnungsbestand umfasst eine Gesamtfläche von rund 62.000 Quadratmetern, heißt es in der Meldung weiter. Die Vermarktung der kommunalen Bestände ist eine Fortsetzung einer bereits im Sommer dieses Jahres begonnenen Partnerschaft mit der Stadt Salzgitter. Damals übernahm das Kölner Unternehmen 126 Wohnungen der kommunalen Salzgitter Wohnbau, um sie nach Bestellung eines Erbbaurechts den Mietern „so kostengünstig anbieten (zu) können, dass alle Wohnungen innerhalb von nur acht Wochen verkauft wurden“, wie Vivacon-Vorstand Timo Herbrand erläuterte.

Nicht ganz die Hälfte der Wohnungen geht an die Mieter

Im vorliegenden Fall funktionierte das gleiche Prinzip. Die Vivacon als Geber des Erbbaurechts veräußerte einen Teil des Bestandes (474 Wohneinheiten) an einen Privatinvestor. Der hat nach Angaben des Verkäufers seinen Willen bekundet, dem Vorbild des Kölner Unternehmens die Wohnungen zu einem günstigen Kaufpreis den Mietern anzubieten. Allerdings wird nur ein Teil der Wohnungen tatsächlich provatisiert, der etwas größere Anteil, weitere 555 Wohn- sowie vier Gewerbeeinheiten - wurden zusätzlich an private Kapitalanleger veräußert, so Herbrand.

Prinzip Erbbaurecht

Der Geber eines Erbbaurechts bleibt auch nach der Veräußerung der einzelnen Objekte Eigentümer des Grundstücks. Die üblichen Erbbauzeiten liegen bei 99 Jahren, können aber ein Einzelfällen auch bis zu 198 Jahren laufen. Durch den Wegfall des Grundstücksanteils am Kaufpreis seiner Immobilie ergeben sich deutliche Einsparungen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Eigentümer der Erbbauobjekte zur Zahlung eines Erbbauzinses. Vivacon AG sieht die Erbbaurechtslösung als Konzept für eine sozialverträgliche Privatisierung kommunaler Wohnungsbestände an Mieter oder Kapitalanleger. Dem Vorbild Salzgitter sollen bald weitere deutsche Städte folgen. Auch im Ausland möchte das Unternehmen mit diesem Konzept Märkte erschließen und damit seine Expansion fortsetzen. Mit Osteuropa sei man dazu bereits in Gesprächen, verriet der Vivacon-Vorstand abschließend.







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