24. 05. 2012
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Vivacon AG übernimmt Mehrheit an curanis-Gruppe
Mit der Übernahme eines 80-prozentigen Anteils an der Curanis Holding
GmbH wird die Kölner Immobilien-Aktiengesellschaft eigener Aussage
zufolge zu einem der größten integrierten Immobiliendienstleister in
Deutschland.
Die im niedersächsischen Munster ansässige Curanis-Gruppe zählt mit
einem Immobilienbestand von rund 53.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten und
einem somit verwalteten Immobilienvermögen von rund vier Milliarden
Euro zu den Großen der Branche. Dabei ist das Unternehmen vor allem
durch seine flächendeckende Präsenz an insgesamt über 250 Standorten im
Bundesgebiet für den neuen Mehrheitsgesellschafter attraktiv. Vor allem
im Wohnungsbereich hatte Curanis in den zurückliegenden Monaten kräftig
zulegen können. Zusammen mit der neuen Muttergesellschaft soll der
gemanagte Immobilienbestand mittelfristig auf 100.000 Einheiten
ausgebaut werden, so das erklärte Ziel der strategischen Partner.
Die Geschäftszahlen der Curanis-Gruppe lesen sich dabei durchaus
positiv. Bei einem Gesamtumsatz in der Gruppe von rund 25 Millionen
Euro, erwirtschaftete das Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit
eine EBIT-Marge von rund zehn Prozent. Dabei soll der
Immobilienverwalter trotz geänderter Eigentumsverhältnisse auch
weiterhin eigenständig bleiben, hieß es dazu weiter. Um der Kontinuität
Ausdruck zu verleihen, haben sich die Altgesellschafter nicht
vollständig aus der Curanis-Gruppe zurückgezogen. Mit einer
Sperrminorität von 20 Prozent bleiben sie dem Unternehmen sowohl als
Miteigentümer wie auch als geschäftsführende Gesellschafter erhalten.
Akquisition stärkt das Standbein Asset Management
Mit der Übernahme der Anteilsmehrheit an Curanis ist der Kölner
Immobiliendienstleister seinen Zielen einen großen Schritt
nähergekommen. So wird die dritte Säule des Geschäftsmodells, der
Bereich Asset Management, durch die Akquisition eigenen Aussagen
zufolge entscheidend gestärkt. "Beide Gesellschaften arbeiten schon
seit Jahren sehr erfolgreich zusammen und ergänzen sich hervorragend",
kommentierte Vivacon-Vorstandssprecher Michael Jung. Dabei ergänzt die
Kompetenz der Curanis-Gruppe in Sachen Immobilienverwaltung den bisher
aufgebauten Immobilienbestand der Vivacon. Zukünftig kann, so das
Konzept, diese Dienstleistung aus einer Hand angeboten werden, um vor
allem auf dem internationalen Markt den Ansprüchen großer Investoren
gerecht werden zu können, erläuterte Vivacon-Chef Jung weiter. Mit
dieser Strategie reagiere man zudem auf die strukturell veränderten
Marktbedingungen, die dem Management von Immobilien eine immer größere
Bedeutung beimessen, so die Grundannahme der Verantwortlichen.
Dabei denkt Curanis-Geschäftsführer Frank Becht an
Renditesteigerungschancen für Portfolios internationaler
Großinvestoren. Durch Mietoptimierung und effizientes Kostenmanagement
könnten diese Potenziale gehoben und realisiert werden, was die
Attraktivität dieser Immobilienpakete entsprechend erhöhen kann. Doch
die Aufgabe ist überaus anspruchsvoll. : "Das geht inzwischen weit über
Miet- und Nebenkostenabrechnungen hinaus. Es umfasst Dienstleistungen
wie beispielsweise das strategische Entwickeln des Mietwachstums sowie
Leerstandsreduktion flankiert mit entsprechend professionellem
Reporting und Controlling“, weiß Managementexperte Becht. Und die
Anforderungen an professionelles und effizientes Managen solcher
Immobilienbestände werden weiter ansteigen. Ein Trend, den die nun
verstärkte Kölner Aktiengesellschaft gerne aufnimmt, schließlich ist
man mit der Curanis als strategischem Partner „hervorragend
positioniert“, wie Vivacon-Vorstand Oliver Priggemeyer ergänzt. So
musste das Unternehmen nach zwischenzeitlichen Kurshöhenflügen massive
Kursverluste hinnehmen. Die Aktie der Vivacon ging am Freitag mit einem
Kurs von 13,28 Euro pro Anteil aus dem Handel. Zu Beginn des
vergangenen Jahres lag der noch bei über 30, Mitte 2006 sogar bei über
40 Euro pro Anteil.

























