24. 05. 2012
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Bohrung für Erdwärme-Wohnungsprojekt in Köln gestartet
Als Ehrengast erschien die nordrhein-westfälische
Ministerin für Wirtschaft, Energie und Mittelstand Christa Thoben
(CDU), um gemeinsam mit den beiden GAG-Vorstandsmitgliedern Günter Ott
und Uwe Eichner den offiziellen Startschuss zu geben. „Wir sind ein
wenig stolz, dass Kölns größte Wohnungsgesellschaft 383 attraktive
Wohnungen und Häuser in Energiesparbauweise auf dem ehemaligen
Siemensgelände errichtet. Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht
innovativ und zukunftsweisend,“ erklärte GAG-Vorstand Günter Ott bei
der Eröffnung.
Insgesamt bohrt das Unternehmen 21 Brunnen, die über moderne
Wärmepumpentechnologie dafür Sorge trägt, dass die thermische Nutzung
des vorhandenen Grundwassers, der kostenlosen Umweltwärme, für die
Eigentümer und Mieter eine Energiekosteneinsparung von bis zu 50
Prozent bringt, verspricht der Bauherr. Das Projekt ist in mehrfacher
Hinsicht innovativ und zukunftsweisend,“ erklärte GAG-Vorstand Günter
Ott bei der Eröffnung: Insgesamt bohrt das Unternehmen 21 Brunnen, die
über moderne Wärmepumpentechnologie dafür Sorge trägt, dass die
thermische Nutzung des vorhandenen Grundwassers, der kostenlosen
Umweltwärme, für die Eigentümer und Mieter eine Energiekosteneinsparung
von bis zu 50 Prozent bringt, verspricht der Bauherr.
Mehrkosten rechnen sich nach 7 bis 10 Jahren
Die Mehrkosten sollen sich nach Ansicht von Fachleuten bereits in
sieben bis zehn Jahren amortisieren. Dies vermindert den Ausstoß des
Treibhausgases Kohlendioxid um rund 30 Prozent. „Wir wollen damit mehr
als ein Zeichen setzen und Vorbild auch bei künftigen Bauvorhaben
sein“, so die Verantwortlichen weiter.. Auch aus der sozialen
Mitverantwortung für unsere Umwelt haben wir uns für dieses Projekt
entschieden und engagieren uns darüber hinaus als Gastgeber der
Auftaktveranstaltung der 8. Wärmepumpen-Wochen NRW (10. bis 24. März
2007) auf dem ehemaligen Siemensgelände und der 6.
Wärmepumpen-Fachtagung mit 100 Teilnehmern aus der Branche, die am 14.
März 2007 von 10 bis 15 Uhr Gäste der GAG sein werden. Ziel ist es
durch verständliche Aufklärung die Vorteile dieser Technik noch mehr
als bisher den Mietern, Erwerbern und Fachleute, z.B. der
Haustechnikbranche und den Ämtern (z.B. untere Wasserbehörden) näher zu
bringen. Veranstalter ist die Energie.Agentur NRW und der
Wärmepumpen-Marktplatz NRW.
Innovative Wärme- und Energietechnologie im Einsatz
Für GAG-Vorstand Günter Eichner ist das Projekt nicht allein wegen der
Vielzahl von Eigenheimen (50), Eigentumswohnungen (100) und öffentlich
geförderten Mietwohnungen (233) von bundesweiter Bedeutung. Es gilt
auch als Vorreiter für die Umsetzung größerer Bauvorhaben mit
umweltschonender Geothermie-Technologie. Der Bauherr legte bei seinen
Planungen viel Wert auf die Planungsqualität, das Freiraumkonzept und
die architektonische Ausführung (z.B. Gebäudehülle und Innenarchitektur
gelegt). Die Häuser werden nach dem Standard „KFW-Energiesparhäuser 60“
errichtet. Das heißt, der Jahresenergiebedarf liegt bei unter 60
Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und sorgt damit für äußerst
geringe Energiekosten.
Hohes Lob von der Energieagentur NRW
„Die Energiegewinnung mittels Wärmepumpen ist bereits seit 40 Jahren im
Einsatz. Diese regenerative Energienutzung gewann in den letzten Jahren
durch die Energieverteuerung von Öl und Gas zunehmend an Dynamik“,
erklärte Dieter Schröder vom Wärmepumpen-Marktplatz NRW. Im vergangenen
Jahr wurden deutschlandweit 44.000 Wärmepumpen verkauft. Das entspricht
einer Steigerung von 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit gibt
es derzeit insgesamt 170.000 Wärmepumpenanlagen.
Im Kölner Norden wird eine Lücke geschlossen
Bis Ende 2009 sollen 800 bis 1.000 neue Bewohner ihr Quartier im
Neubauprojekt „Niehler-WohnArt: Veedel mit Hätz“ beziehen. „Der größte
Teil des ruhenden Verkehrs (parkende Autos) wird unter der Erde
verschwinden, erläuterte Ott, „so dass ruhige, qualitätsvolle Freiräume
als „Bürger-Boulevard“ sowie Spielstraßen entstehen. Im Innenbereich
laden Wege und Grünflächen zum Flanieren, zum Treffen, zum Verweilen
ein – frei vom Autoverkehr.“ Mit der Konversion des ehemaligen
Werksgeländes der Firma Siemens ergibt sich die Chance, unter
Einbeziehung der anstehenden Neubebauung des südlich angrenzenden
GAG-Geländes, ein rund 3,2 Hektar umfassendes Gebiet in seiner
zentralen Lage innerhalb des Stadtteils neu zu überplanen und einer
Wohnnutzung zuzuführen. Da wo Anfang 1900 bis vor kurzer Zeit Maschinen
hergestellt wurden, werden bald Familien, Paare und Singles wohnen. Die
verschiedenen Gebäude soll in drei- bis viergeschossiger Bauweise
errichtet werden. Das denkmalgeschützte Gebäude Amsterdamer Str. 191
bleibt erhalten. Die Architekturbüros HOME (Hoffmann und Mehlich,
Pulheim) und Meuter (Köln) zeichnen für die Entwürfe und die Planung
verantwortlich.
Wohnungsmix soll Wohnprojekt attraktiver machen
Der Entwurf sieht eine Vielzahl verschiedener Wohnformen – vom
Einfamilien-Reihenhaus, über die 5-Zimmerwohnung, bis hin zum Apartment
für verschiedene Altersgruppen und Lebensformen - vor. 233 öffentlich
geförderten Mietwohnungen (Förderweg A und B) machen auch
Normalverdienern die modernste Energiespartechnologie zugänglich.
Wichtig ist der GAG auch die richtige soziale Mischung durch
Eigentümer- und Mieterstrukturen, so Günter Ott. Die Neubau-Kaltmieten
liegen bei 4,85 Euro für Förderweg A (15.850 Euro Jahreseinkommen
Einpersonenhaushalt) und 5,90 Euro pro Quadratmeter für Förderweg B
(bis zu 40 Prozent höhere Einkommensgrenze gegenüber Förderweg A).
Damit können sich auch weniger gut verdienende Arbeitnehmer, wie z.B.
Polizeibeamte des mittleren Dienstes oder Krankenschwestern das Wohnen
im Neubaugebiet leisten, so die GAG weiter.
Insgesamt hat die GAG in unmittelbarer Umgebung in Niehl mit dem
Siemensgelände zusammen 480 öffentlich geförderte Wohnungen und 346
freifinanzierte Wohnungen. Im ersten Bauabschnitt der
Mietwohnungsobjekte wird die Initiative doMS LeDo-Mehrgenerationenhaus
rund 30 Wohnungen anmieten. Dies ist eine Wohn-Initiative von
Multiple-Sklerose Betroffenen. Träger ist DoMS, Lebensbogen. Hier
werden junge und ältere Mieter mit und ohne Handycap zusammen leben.
Egal ob Singles, Paare oder Familien: Jeder, der die Wohnidee mitleben
möchte darf teilnehmen. Wichtig ist die uneingeschränkte
Haushaltsführung bleibt bestehen. Gegenseitige Achtsamkeit prägen das
Zusammenleben. Hilfe so viel wie gewünscht und so viel Eigenleben und
Privatsphäre wie gewollt.
Das Neubauprojekt umfasst ein Investitionsvolumen in Höhe von 65
Millionen Euro. Insgesamt hat die GAG durch unmittelbar an das
Siemensgelände angrenzende Abriss/Neubauvorhaben (Ruhrorter
Str./Reeser Str./Hamborner Str. Emmericher Str. weitere 253 attraktive
öffentlich geförderte Wohnungen bereits fertig gestellt. Die
Gesamtinvestition für alle 636 Wohneinheiten beträgt rund 100 Millionen
Euro.

























