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24. 05. 2012
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Bohrung für Erdwärme-Wohnungsprojekt in Köln gestartet


24.01.2009 11:14 von:

Schlagwörter: Köln,Erdwärme,Projekt,GAG Immobilien,Köln-Niehl,Start,Wärmepumpe,Brunnen,Günter

Als Ehrengast erschien die nordrhein-westfälische Ministerin für Wirtschaft, Energie und Mittelstand Christa Thoben (CDU), um gemeinsam mit den beiden GAG-Vorstandsmitgliedern Günter Ott und Uwe Eichner den offiziellen Startschuss zu geben. „Wir sind ein wenig stolz, dass Kölns größte Wohnungsgesellschaft 383 attraktive Wohnungen und Häuser in Energiesparbauweise auf dem ehemaligen Siemensgelände errichtet. Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht innovativ und zukunftsweisend,“ erklärte GAG-Vorstand Günter Ott bei der Eröffnung.
       
Insgesamt bohrt das Unternehmen 21 Brunnen, die über moderne Wärmepumpentechnologie dafür Sorge trägt, dass die thermische Nutzung des vorhandenen Grundwassers, der kostenlosen Umweltwärme, für die Eigentümer und Mieter eine Energiekosteneinsparung von bis zu 50 Prozent bringt, verspricht der Bauherr. Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht innovativ und zukunftsweisend,“ erklärte GAG-Vorstand Günter Ott bei der Eröffnung: Insgesamt bohrt das Unternehmen 21 Brunnen, die über moderne Wärmepumpentechnologie dafür Sorge trägt, dass die thermische Nutzung des vorhandenen Grundwassers, der kostenlosen Umweltwärme, für die Eigentümer und Mieter eine Energiekosteneinsparung von bis zu 50 Prozent bringt, verspricht der Bauherr.

Mehrkosten rechnen sich nach 7 bis 10 Jahren

Die Mehrkosten sollen sich nach Ansicht von Fachleuten bereits in sieben bis zehn Jahren amortisieren. Dies vermindert den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid um rund 30 Prozent. „Wir wollen damit mehr als ein Zeichen setzen und Vorbild auch bei künftigen Bauvorhaben sein“, so die Verantwortlichen weiter.. Auch aus der sozialen Mitverantwortung für unsere Umwelt haben wir uns für dieses Projekt entschieden und engagieren uns darüber hinaus als Gastgeber der Auftaktveranstaltung der 8. Wärmepumpen-Wochen NRW (10. bis 24. März 2007) auf dem ehemaligen Siemensgelände und der 6. Wärmepumpen-Fachtagung mit 100 Teilnehmern aus der Branche, die am 14. März 2007 von 10 bis 15 Uhr Gäste der GAG sein werden. Ziel ist es durch verständliche Aufklärung die Vorteile dieser Technik noch mehr als bisher den Mietern, Erwerbern und Fachleute, z.B. der Haustechnikbranche und den Ämtern (z.B. untere Wasserbehörden) näher zu bringen. Veranstalter ist die Energie.Agentur NRW und der Wärmepumpen-Marktplatz NRW.

Innovative Wärme- und Energietechnologie im Einsatz

Für GAG-Vorstand Günter Eichner ist das Projekt nicht allein wegen der Vielzahl von Eigenheimen (50), Eigentumswohnungen (100) und öffentlich geförderten Mietwohnungen (233) von bundesweiter Bedeutung. Es gilt auch als Vorreiter für die Umsetzung größerer Bauvorhaben mit umweltschonender Geothermie-Technologie. Der Bauherr legte bei seinen Planungen viel Wert auf die Planungsqualität, das Freiraumkonzept und die architektonische Ausführung (z.B. Gebäudehülle und Innenarchitektur gelegt). Die Häuser werden nach dem Standard „KFW-Energiesparhäuser 60“ errichtet. Das heißt, der Jahresenergiebedarf liegt bei unter 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und sorgt damit für äußerst geringe Energiekosten.

Hohes Lob von der Energieagentur NRW

„Die Energiegewinnung mittels Wärmepumpen ist bereits seit 40 Jahren im Einsatz. Diese regenerative Energienutzung gewann in den letzten Jahren durch die Energieverteuerung von Öl und Gas zunehmend an Dynamik“, erklärte Dieter Schröder vom Wärmepumpen-Marktplatz NRW. Im vergangenen Jahr wurden deutschlandweit 44.000 Wärmepumpen verkauft. Das entspricht einer Steigerung von 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit gibt es derzeit insgesamt 170.000 Wärmepumpenanlagen.

Im Kölner Norden wird eine Lücke geschlossen

Bis Ende 2009 sollen 800 bis 1.000 neue Bewohner ihr Quartier im Neubauprojekt „Niehler-WohnArt: Veedel mit Hätz“ beziehen. „Der größte Teil des ruhenden Verkehrs (parkende Autos) wird unter der Erde verschwinden, erläuterte Ott, „so dass ruhige, qualitätsvolle Freiräume als „Bürger-Boulevard“ sowie Spielstraßen entstehen. Im Innenbereich laden Wege und Grünflächen zum Flanieren, zum Treffen, zum Verweilen ein  – frei vom Autoverkehr.“ Mit der Konversion des ehemaligen Werksgeländes der Firma Siemens ergibt sich die Chance, unter Einbeziehung der anstehenden Neubebauung des südlich angrenzenden GAG-Geländes, ein rund 3,2 Hektar umfassendes Gebiet in seiner zentralen Lage innerhalb des Stadtteils neu zu überplanen und einer Wohnnutzung zuzuführen. Da wo Anfang 1900 bis vor kurzer Zeit Maschinen hergestellt wurden, werden bald Familien, Paare und Singles wohnen. Die verschiedenen Gebäude soll in drei- bis viergeschossiger Bauweise errichtet werden. Das denkmalgeschützte Gebäude Amsterdamer Str. 191 bleibt erhalten. Die Architekturbüros HOME (Hoffmann und Mehlich, Pulheim) und Meuter (Köln) zeichnen für die Entwürfe und die Planung verantwortlich.

Wohnungsmix soll Wohnprojekt attraktiver machen

Der Entwurf sieht eine Vielzahl verschiedener Wohnformen – vom Einfamilien-Reihenhaus, über die 5-Zimmerwohnung, bis hin zum Apartment für verschiedene Altersgruppen und Lebensformen - vor. 233 öffentlich geförderten Mietwohnungen (Förderweg A und B) machen auch Normalverdienern die modernste Energiespartechnologie zugänglich. Wichtig ist der GAG auch die richtige soziale Mischung durch Eigentümer- und Mieterstrukturen, so Günter Ott. Die Neubau-Kaltmieten liegen bei 4,85 Euro für Förderweg A (15.850 Euro Jahreseinkommen Einpersonenhaushalt) und 5,90 Euro pro Quadratmeter für Förderweg B (bis zu 40 Prozent höhere Einkommensgrenze gegenüber Förderweg A). Damit können sich auch weniger gut verdienende Arbeitnehmer, wie z.B. Polizeibeamte des mittleren Dienstes oder Krankenschwestern das Wohnen im Neubaugebiet leisten, so die GAG weiter.

Insgesamt hat die GAG in unmittelbarer Umgebung in Niehl mit dem Siemensgelände zusammen 480 öffentlich geförderte Wohnungen und 346 freifinanzierte Wohnungen. Im ersten Bauabschnitt der Mietwohnungsobjekte wird die Initiative doMS LeDo-Mehrgenerationenhaus rund 30 Wohnungen anmieten. Dies ist eine Wohn-Initiative von Multiple-Sklerose Betroffenen. Träger ist DoMS, Lebensbogen. Hier werden junge und ältere Mieter mit und ohne Handycap  zusammen leben. Egal ob Singles, Paare oder Familien: Jeder, der die Wohnidee mitleben möchte darf teilnehmen.  Wichtig ist die uneingeschränkte Haushaltsführung bleibt bestehen. Gegenseitige Achtsamkeit prägen das Zusammenleben. Hilfe so viel wie gewünscht und so viel Eigenleben und Privatsphäre wie gewollt.

Das Neubauprojekt umfasst ein Investitionsvolumen in Höhe von 65 Millionen Euro. Insgesamt hat die GAG durch unmittelbar an das Siemensgelände angrenzende Abriss/Neubauvorhaben  (Ruhrorter Str./Reeser Str./Hamborner Str. Emmericher Str. weitere 253 attraktive öffentlich geförderte Wohnungen bereits fertig gestellt. Die Gesamtinvestition für alle 636 Wohneinheiten beträgt rund 100 Millionen Euro.







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