24. 05. 2012
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Corpus Sireo Makler präsentieren Wohnungsmarktbericht
"Wir beobachten derzeit eine starke Bewegung im Wohneigentumsmarkt.
Grund dafür sind die deutlich gestiegenen Ausdifferenzierungen
einzelner Marktsegmente", erläuterte der Geschäftsführer der Corpus
Sireo Makler GmbH Jürgen Probst bei der Präsentation des neuen
Wohnungsmarktberichts in Köln. Im Durchschnitt sanken die Kaufpreise
für Eigenheime und
Eigentumswohnungen über das gesamte Gebiet hinaus. So ermittelte die
von Manfred Nutz, Professor am Geographischen Institut der Universität
Bonn,
entwickelte Methodik der Angebotsauswertung von Immobilieninseraten aus
Zeitungen und Internetbörsen einen Rückgang der Angebotspreise von
Kaufimmobilien. Bei Eigentumswohnungen betrug der Rückgang 2,9 Prozent
(von 1886 auf 1833 Euro pro Quadratmeter), Eigenheime (Einfamilien- und
Reihenhäuser ließen sich aufgrund der Inserate nicht trennen) wurden im
vergangenen Jahr mit einem Durchschnittspreis von 280.000 Euro
angeboten. Im Jahr zuvor betrug dieser „Medianwert“ noch 292.000 Euro.
Der ermittelte Medianwert liegt zwischen dem arithmetischen Mittel und
dem so genannten Moduswert, in dem der Preis der am häufigsten
angebotenen Kaufpreise ausgedrückt wird.
Ende der Wohneingetumsförderung schlägt durch
Als einen der wesentlichen Erklärungsansätze für diese eigentlich
widersprüchliche Entwicklung machten die Verantwortlichen das zum
Jahreswechsel 2005/2006 beschlossene Ende der Wohneigentumsförderung
aus. Dieser Effekt beginne sich nun verstärkt auf die Wohnungsmärkte
auszuwirken. Davon seien aber vor allem Immobilien im Umkreis der
beiden Großstädte betroffen. „Der Wohnungsmarkt folgt den
Zahlungsströmen“, so interpretierte der Leiter der Kölner Niederlassung
von Corpus Sireo Makler GmbH die Effekte der Neuregelung staatlicher
Subventionspolitik. Dabei befinden sich vor allem so genannte
„Schwellenhaushalte“ in der Zwickmühle. Auf der einen Seite trifft
gerade diese Familien die Erhöhung der Energie- und Kraftstoffpreise im
Besonderen. Der Wunschtraum nach Wohneigentum rückt für die
Nachfragergruppe in Städten wie Köln und Bonn zunehmend in die Ferne.
Allerdings hat die Branche der Projektentwickler bereits darauf
reagiert. Immer mehr Bauprojekte und Eigenheime werden auf optimierten
Grundstücksflächen errichtet. Vorteil für die Interessenten: Der Anteil
der Grundstücksfläche am Gesamtkaufpreis liegt deutlich unter den
Eigenheimen im Bestand, die häufig auf Grundstücken ab einer Größe von
500 Quadratmeter errichtet wurden.
Kaufpreise in Köln und Bonn mit steigender Tendenz
Zwar machten die Neubauwohnungen im Geschosswohnungsbau im vergangenen
Jahr einen Anteil von knapp unter 15 Prozent aus. Trotzdem wirken sich
hier die gestiegenen Herstellungskosten bemerkbar. Neubauwohnungen gibt
es nur noch an suboptimalen Standorten in Köln für einen Kaufpreis von
unter 2500 Euro pro Quadratmeter. In begehrten Wohnlagen wie zum
Beispiel in den westlichen Stadtteilen des Stadtbezirks Lindenthal
kosten neu errichtete Wohnungen immer häufiger über 3000 Euro pro
Quadratmeter. In Junkersdorf ermittelten die Initiatoren des
Marktberichts sogar einen Durchschnittswert von über 3000 Euro. Bei
Eigentumswohnungen gibt es hingegen Abschläge auf Bestandswohnungen, in
noch stärkerem Maße trifft dies bei Einfamilienhäusern zu. Allerdings
sind die Städte Köln und Bonn von diesen Preisabschlägen bei
Bestandsimmobilien deutlich geringer betroffen als zum Beispiel Städte
im Ruhrgebiet. Hier gibt es nach Auskunft Brodessers Abschläge von bis
zu 30 Prozent, in Krefeld wissen die Wohnungsexperten sogar von
Abschlägen bei Grundstückspreisen zu berichten. Das schließt das
Maklerunternehmen allerdings für die Standort Köln und Bonn aus.
Tendenziell wird es wegen der bereits genannten Trend eher zu einer
Verschärfung der Verknappung von bezahlbarem Wohnraum geben. Davon
ausgenommen sind jedoch hochpreisige Objekte in exklusiven Lagen. Hier
richtet sich der Blick der potenziellen Käufer eher auf die
Ausstattung, wie die Vermittler der Corpus Sireo-Tochter wissen.
Trend zurück in die Stadt / Wertminderungen für Objekte im Umland
Wer heute ein Eigenheim in einem der umliegenden Kleinstädte von Köln
und Bonn erbt, sollte sich mit dem Verkauf beeilen. Zwar müssen die
Immobilienberater den Verkaufswilligen Hausbesitzern immer häufiger die
schlechten Nachrichten über preisliche Abschläge überbringen. Doch
statt teures Geld in die Aufwertung der eigenen Ausstattung zu
investieren sollte man sich im Umland tendenziell eher mit einem
Verkauf des Objekts anfreunden. Das gelte aber nicht für jeden
Standort, so Probst. Angesichts gestiegener Kraftstoffpreise und dem
Aspekt Wohnqualität und Erreichbarkeit von infrastrukturellen Angeboten
(Nahversorgung, Arzt, Kulturangebote usw.) werde der Trend zurück in
die Ballungsräume aber weitergehen. Aber auch für die Projektentwickler
und Baugesellschaften wird die Lage schwieriger. Um ihre Klientel mit
finanzierbarem Wohnraum versorgen zu können, muss entweder an der
Ausstattung gespart werden oder die Marge gerät unter Druck, so
Brodesser. „An der Ausstattung kann man nicht sparen“, stellt Probst
klar und deutet damit an, dass sich in der ohnehin schon gebeutelten
Bauträgerbranche der Konsolidierungsprozess fortsetzen wird.

























