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24. 05. 2012
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Drei Jahre lang war sie ein Ärgernis, die Baustelle an der Salmstraße 70-72. Nun hat die mehrheitlich in städtischem Besitz befindliche GAG Immobilien AG die Bauruine im Kölner Stadtteil Poll vom Bauherrn, der Firma F.A.L. Immobilien, übernommen.


24.01.2009 10:51 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Poll,Bauruine,GAG Immobilien AG,Erwerb,F.A.L. Immobilien,Missstand,Joc

Wie die GAG-Pressestelle am heutigen Dienstag mitteilte, will das städtische Immobilienunternehmen den Bau von Mietwohnungen wieder aufnehmen und zu Ende bringen. „Wir haben den Ankaufbeschluss getätigt, um den Missstand in Poll endlich zu beseitigen. Es ist ein Skandal, dass hierüber ein Zeitraum von zwei Jahren vergehen musste“, erklärte der Vorsitzende des GAG-Aufsichtsrates Jochen Ott (SPD) nach der heutigen Sitzung des Kontrollgremiums. Der private Bauträger hatte bis zuletzt versprochen, einen Weg aus der eigenen finanziellen Misere zu finden, um das Bauvorhaben fortzusetzen.

Auf Drängen der Stadt hat sich der private Investor schließlich Anfang Juli dieses Jahres mit dem Vertreter des Wohnversorgungsbetriebs, dem Vorstand der GAG und den Gläubigern zusammengesetzt und eine Lösung erarbeitet. Außerdem wird die Stadt Köln mit ihrem Wohnversorgungsbetrieb eine Anmietverpflichtung für die geplanten 26 Wohnungen gegenüber der GAG abgeben und zudem weitere drei Häuser, die auf einem zweiten Grundstück neben der Baustelle entstehen können, mit nochmals 18 Wohnungen, pauschal anmieten. Zu diesem Zweck wird die GAG zusätzlich zu dem Ruinengrundstück ein weiteres angrenzendes und derzeit noch im städtischen Besitz befindliche, unbebaute Grundstück in der Größe von 3.530 Quadratmeter ankaufen und bebauen.

„Wenn alle Gebäude stehen, hat Poll weitere 7 Häuser mit 44 Wohnungen und mit einer Mietwohnfläche von 3.497 qm“, so GAG-Vorstand Günter Ott. Gemeinsam mit Michael Schleicher vom Wohnversorgungsbetrieb der Stadt Köln (WVB) wurde die Strategie zum Ankauf der Objekte entwickelt. Der WVB sicherte der GAG die Anmietung der Häuser auf 20 Jahre zu. „Für den WVB entstehen hier Wohnungen im Rahmen eines Versorgungsgefüges mit preiswerten öffentlich geförderten Mieten von 4,80 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Heiz- und Betriebskosten, auf die die Stadt dringend angewiesen ist und insbesondere für die Poller Bürger ein ortnahes Angebot schafft“, erklärte Schleicher.

Die Stadt Köln hat das betroffene Grundstück im Jahre 2003 an einen privaten Bauträger verkauft, mit der Verpflichtung, auf der über 4.900 Quadratmeter großen Grundstücksfläche insgesamt vier Häuser mit 26 öffentlich geförderten Wohnungen und 25 PKW-Stellplätzen zu errichten. Nach Baubeginn im Jahre 2004 geriet der Bauträger in Zahlungsprobleme und ließ die Objekte in Poll sehr zum Ärger der Poller Bürger verwahrlosen.







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