24. 05. 2012
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GAG informiert Aktionäre über Sanierungsmaßnahmen
Zwischen 10 und 16 Uhr besuchten die Vertreter nacheinander die GAG-Projekte in Müngersdorf (Dansweiler Weg), Bickendorf (Häuschensweg), Ossendorf (Solarsiedlung Westend), Höhenberg (Germania-Siedlung) und Vingst (Lustheider Straße). Neben den immobilienrelevanten Daten und Fakten ging es dem GAG-Verantwortlichen aber auch um die Darstellung sozialer Zusammenhänge.
Soziale Zusammenhalt rechnet sich
„Nachbarschaften muss man stiften. Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist
das heute nicht mehr selbstverständlich. Zunehmend werden aktive
Nachbarschaften sogar zum Kinderersatz“, erläuterte GAG-Vorstand Günter
Ott den anwesenden Aktionärsvertretern. Das kann sich durchaus auch
rechnen, wie die Verantwortlichen herausfanden. So werden u.a. durch
die aktive Einbindung von Mieterräten Belange aus der Bürgerschaft auch
in die Planungen eingebracht. Dies gilt insbesondere für den Ablauf
größerer Sanierungsprojekte, wie zum Beispiel seit 1999 im Stadtteil
Vingst. In drei Bauabschnitten werden insgesamt rund 1600 Wohnungen
saniert sowie teilweise abgerissen und neu gebaut. Fast 200 Millionen
Euro wird die GAG bis zur voraussichtlichen Fertigstellung alleine in
diesem Stadtteil investiert haben. Hier begleitete ein Mieterrat die
Bauvorhaben. „Durch die Vertrauensbasis ist es wesentlich leichter, zum
Beispiel Entmietungen durchzuführen. Die sind bei solchen Projekten wie
in Vingst notwendig, sind aber zum Teil schwierig, wenn einzelne Mieter
einfach nicht ausziehen wollen. In dieser Siedlung ließ sich einer
dieser Mieter schließlich von seiner Nachbarin überzeugen“, beschreibt
GAG-Vorstand Ott die Vorteile solcher Mieterräte.
Vingst I bis III bis 2009 abgeschlossen
Noch sind die Arbeiten in Vingst nicht abgeschlossen. Eines der letzten
Teilprojekte wird die Revitalisierung eines zentralen Platzes mit einem
markanten Eckgebäudes („Vingst-Mitte“) sein. Die Abrissarbeiten dazu
haben bereits begonnen, ab November dieses Jahres sollen auch die
oberirdischen Bauarbeiten beginnen, mit dem Abschluss dieses zentralen
Projekt rechnen die Verantwortlichen bis Ende 2008. Insgesamt wird sich
mit dem Abschluss der letzten Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in Vingst
zudem die Zahl der Nutzflächen um stolze 50 Prozent erhöhen. „Die
Erhöhung der Nutzfläche haben wir durch Grundrissänderungen und höhere
Bautiefen erreicht“, erklärte Ott. Trotz dieser intensiveren
Flächenausnutzung bleibt der durch Grünflächen aufgelockerte Charakter
der Siedlung erhalten. „Mehr Verdichtung geht nicht, ohne die Siedlung
zu überfrachten und ihr damit ein Ghettocharakter zu geben“, so Ott
weiter.
Die GAG-Siedlungen waren zuletzt auch Ziel von Delegationen aus
Frankreich. Deren Vertreter waren vor allem überrascht über die
sozialen Aktivitäten im Viertel, wie Ott nicht ohne Stolz erzählt.
Nicht nur die nachzbarschaftlichen Errungenschaften alleine stehen
dabei im Mittelpunkt. „Solche Aktivitäten sind auch gelebte
Integrationsarbeit im Viertel“, sagt der GAG-Vorstand auf den
18-prozentigen „Ausländeranteil in den über 40.000 Wohnungen seines
Unternehmens. Der Anteil von Bewohnerinnen und Bewohnern mit
Zuwanderungshintergrund ist dabei deutlich höher und wird in der
näheren Zukunft noch weiter steigen, weiß Ott abschließend.

























