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24. 05. 2012
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GAG setzt Investitionen in Klimaschutz fort


02.07.2010 14:07 von:

Schlagwörter: Köln,GAG,Immobilien,Solarsiedlung,Köln-Bickendorf,Zwischenbilanz,Klimaschutz,Pho

Die stadtnahe Wohnungsgesellschaft GAG Immobilien AG gehört mit über 40.000 Wohnungen zu den größten Wohnungsgesellschaften bundesweit. Um möglichst nachhaltig zu agieren, Umweltbewusstein zu zeigen und dabei den Geldbeutel der eigenen Mieter zu schonen, investiert das Unternehmen bereits seit etwas längerer Zeit in erheblichem Maße in erneuerbare Energien. Inzwischen sind 107 Solaranlagen auf den nach Süden ausgerichteten Schrägdächern der GAG-Objekte installiert. Die Gesamtleistung beläuft sich auf inzwischen beachtliche 2,18 Megawatt, die ins Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG) vergütet werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt dabei bei rund 9,16 Millionen Euro. Zwar droht der aufstrebenden Solarbranche durch die Kürzungsvorschläge erhebliche Einbußen. Von der Umweltbilanz aus betrachtet, gibt es jedoch keine Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Aufrüstung mit Solarmodulen. "Photovoltaikanlagen sind bereits nach zwei Jahren energetisch amortisiert", beschrieb der planende Ingenieur Thorsten Ellenbeck die Energiebilanz eines solchen Investments.

Auch in naher Zukunft wollen die Verantwortlichen die Dächer der GAG-Objekte mit Steildächern weiter ausrüsten. Allerdings wird der Bestand an ehemaligen Grubo-Wohnungen aufgrund einer steuerlichen Besonderheit vorerst nicht mit Solarmodulen bestückt, wie GAG-Finanzvorstand Uwe Eichner erläuterte. "Das liegt daran, dass diese Immobilien von der Gewerbesteuer befreit sind", erläuterte der Finanzfachmann. Für alle anderen geeigneten Solarstandorte gilt eine Renditemöglichkeit nach alter Vergütungsordnung von rund sechs Prozent. Allerdings gelten ab 1. Juli aufgrund eines Beschluss des Bundesregierung neue Vergütungsgrundlagen. Statt bisher 29,37 bis 39,14 Cents pro Kilowattstunde werden seit Mitte des Jahres nur noch 26,14 bis 32,88 Cents pro Kilowattstune gezahlt. Alleine an der Wohnsiedlung entlang der Äußeren Kanalstraße hat die GAG gleich sechs Anlagen errichten lassen. Die Spitzenleistung dieser Solarsiedlung und ihrer Photovoltaikanlagen liegt bei knapp 160 Kilowatt. Die Inbetriebnahme der Anlagen in Köln-Bickendorf erfolgte zwischen August 2008 und Dezember 2009, die Kosten lagen bei insgesamt rund 585.000 Euro. Mit der Produktion von Solarstrom insgesamt liegt die Entlastungseffekt bei umgerechnet über 16 Eisenbahnwaggons mit Braunkohle beladen, wie GAG-Vorstandsmitglied Kathrin Möller erklärte. In 20 Jahren lässt sich damit alleine durch die bereits bestehenden Photovoltaikanlagen eine Menge von rund 37.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Die auf dem Dach zur Südseite montierten Solarpanele von rund zwei mal einem Meter werden über die alten Kaminschächte zu einer Steuerungszentrale im Kellergeschoss geführt. Fünf Wechselrichter sorgen für die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom. Dank einer Ferndatenübertragung und der Kopplung mit einer Internetdatenbank können die Verantwortlichen jederzeit überprüfen, ob eine Anlage einwandfrei funktioniert. Mögliche Fehler in dem Wechselrichtern oder den Solarpanelen können dann umgehend und schnell behoben werden. "Alle Solardaten werden über solche Module übertragen", versicherte Möller weiter. Derzeit experimentiert das Unternehmen auch mit Installationen auf Flachdächern. Das aber ist noch Zukunftsmusik. Auf Nachfrage des Kölner Oberbürgermeisters kam noch ein weiteres interessantes Detail heraus. Tatsächlich liegt die Spitzenproduktion in Wintertagen am höchsten. Das liegt an den kühlen Temperaturen. Mit steigender Hitze sinkt die Effizienz der Solarzellen. Allerdings scheint im Sommer die Sonne eher häufiger und wenn dann länger. Insofern war auch der heutige Termin gut gewählt. Ein Blick auf das Datenmodul zeigte an der Anlage einen Spitzenwert von knapp 30 Kilowatt an. Das reicht für die Stromversorgung von rund 20 Haushalten.

Im Rahmen des von der nordrhein-westfälischen Landesregierung eingeführten Programmes für Solarsiedlungen sieht sich die Stadt Köln gut aufgestellt. Von den landesweit bis Anfang 2009 errichteten oder generalsanierten 26 Solarsiedlungen mit insgesamt 2500 Wohneinheiten liegen 1875 auf Kölner Stadtgebiet. "Das ist ein gutes Beispiels für sparsamen Ressourcenumgang und trägt zur nachhaltigen Nutzung bei", lobte Oberbürgermeister Jürgen Roters abschließend.







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