24. 05. 2012
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Kernbündnis sieht LEG-Verkauf kritisch
Immer mehr Mieter in den ehemaligen LEG-Wohnungen berichten über
Schreiben des neuen Vermieters, in denen er Mieterhöhungen bis an die
gesetzlich vorgeschriebene Kappungsgrenze von 20 Prozent ankündigte.
Nun wurde bekannt, dass bereits genehmigte Instandhaltungen nicht
durchgeführt wurden, das Budget für solche Maßnahmen soll sogar um ein
Fünftel gekürzt worden sein, wie die Fraktionsgeschäftsführer beider
Fraktionen Michael Zimmermann und Jörg Frank in der Begründung ihres
Antrags ausführten. Ihr Antrag an die Stadtverwaltung, die Konsequenzen
dieser harten Geschäftspolitik abzuschätzen, wurde auf der gestrigen
Sitzung des Ausschusses Bauen und Wohnen mit Mehrheit beschlossen.
„Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Erfolge jahrelanger
kontinuierlicher Stadterneuerungspolitik, die auf Nachhaltigkeit setzt,
kaputt gemacht werden“, kündigte SPD-Fraktionschef Martin Börschel an.
„Whitehall als neuer Eigentümer der LEG agiert derzeit wie eine
Heuschrecke und nicht wie ein klassischer Bestandshalter“, ergänzte der
Kölner SPD-Chef Jochen Ott. Es sei daher äußerst fraglich, ob die LEG
unter dem Dach des neuen Eigentümers noch eine an öffentlichen
Interessen orientierte Politik betreiben will.
Die LEG hatte in der Domstadt einen Wohnungsbestand von rund 3600
Wohneinheiten. In der Vergangenheit hatte die LEG zahlreiche
Großprojekte erfolgreich umgesetzt, so unter anderem eine 600
Wohneinheiten umfassende Siedlung im Kölner Stadt Bocklemünd, die zu
einer Solarsiedlung ausgebaut wurden. Auch das Neubauprojekt
„Volksgarten Plus“ in der Kölner Südstadt mit immerhin 300
Wohneinheiten wurde von der LEG initiiert.

























