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24. 05. 2012
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Köln-Ehrenfeld: Wohnungsgenossenschaft eröffnet Nachbarschaftshaus


13.11.2009 18:35 von:

Schlagwörter: Köln,Nachbarschaftshaus,Ehrenfelder,Köln-Neuehrenfeld,Wohnungsgenossenschaft,Pot

Mitten im Wohngebiet von Neu-Ehrenfeld steht die Kirche St. Barbara. Lange Jahre befand sich in einem Seitengebäude das dortige Jugendheim, für mindestens eine Generation eine feste Anlaufstelle. Nachdem vor einigen Jahren die Kirche das Jugendheim aus Geldmangel schloss und die Jugendarbeit vor Ort einstellte, dauerte es noch zwei Jahre, bis die Ehrenfelder Wohnungsgenossenschaft zugreifen konnte. Im Jahr 2005 wechselte das Gebäude an der Ansgarstraße den Besitzer. In zwei Bauabschnitten rüsteten die Verantwortlichen des neuen Eigentümers das Gebäude auf den neuesten Stand her. Am heutigen Freitag nun wurde das neue Nachbarschaftshaus feierlich übergeben. Nun sind auch die oberen zwei Stockwerke ausgebaut, zu einem "Multifunktionshaus", wie die Verantwortlichen es nannten. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil und den umliegenden Wohnhäusern konnten so erstmals einen Blick in die neuen Räume werfen. "Das ist ja richtig klasse geworden", so eine erfreute Anwohnerin. Die ersten Kurse und Probeläufe wurden bereits im Oktober getätigt, aber nun ist offizielle Eröffnung. Sechs Kooperationspartner, darunter NetCologne und Phönix e.V. und das Quäker Nachbarschaftshaus

Auch der Vorsitzende des Vorstandes der Ehrenfelder Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft eG, Georg Potschka, zeigte sich hochzufrieden. "Wir haben uns gerne zwingen lassen, den ersten Bauabschnitt bereits im Jahr 2006 zu vollenden", so der Genossenschaftschef in seiner Rede. Die Räumlichkeiten der privaten Kindertagesstätte Nesthäkchen, die sich in der Nähe des neuen Hauses befanden, waren zum damaligen Zeitpunkt viel zu eng. Seit inzwischen drei Jahren betreibt der Verein im Untergeschoss des Hauses ihre Kleinkindergruppe. Zusätzlich wird ab dem ab dem 1. Januar kommenden Jahres eine neue Angestellte für den Verein Quäker Nachbarschaftsheim e.V. als Koordinatorin eingestellt. Bezahlt wird die Vollzeitstelle von der Genossenschaft. Die neue Ansprechpartnerin soll dabei die verschiedenen Maßnahmen im Haus koordinieren und beispielsweise auch das Vermietungsmanagement übernehmen. Nicht nur Vereine können die verschiedenen Räumlichkeiten anmieten, auch für Privatpersonen soll die "Multifunktionsimmobilie" offen stehen.

Neben dem großen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss, befindet sich im Untergeschoss eine Fläche, die für eine Betreuung von Kleinkindern vorgesehen ist. Im ersten und zweiten Stock des kernsanierten und umgebauten Gebäudes befinden sich unter anderem ein Musikzimmer, ein Spiele- oder Sportraum sowie ein mit sechs PC-Arbeitsplätzen und einem riesigen Flatscreen ausgestatteten Multimediaraum. Hier können zukünftig Senioren erste Einblicke in das Medium Internet nehmen, erste Bestellungen liegen nach Angaben der Initiatoren bereits vor. Wer mal eine zünftige Party feiern will, kann im zweiten Obergeschoss im umgebauten Partyraum Diskoatmosphäre erzeugen. Und selbst das Musikzimmer ist absolut schallisoliert. Selbst eine Performance mit einem Schlagzeug war schon wenige Meter weiter kaum noch zu hören.

Im Ehrenfelder Nachbarschaftshaus engagieren sich insgesamt sechs Kooperationspartner. In Kürze soll ein Förderverein gegründet werden, der die Aktivitäten im Haus zusätzlich unterstützen soll. "Genossenschaft ist mehr als ein Dach über dem Kopf", begründete Potschka das nicht ganz selbstverständliche Investment. "Ich freue mich zu sehen, dass das Jugendheim meiner Kindheit nun einem neuen Zweck zugeführt wird", lobte auch der Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld und gebürtige Neuehrenfelder Josef Wirges. Die erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes sollte eigentlich in Vertretung des Oberbürgermeisters ein Grußwort überbringen, musste aber kurzfristig absagen. Der Umbau hat insgesamt 954.000 Euro gekostet. Das Nachbarschaftshaus ist zwar ab Januar zu den normalen Arbeitszeiten erreichbar, eine Offene Tür ist es nicht, wie Genossenschaftsvorstand Werner Nußbaum abschließend versicherte.



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