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24. 05. 2012
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Köln-Poll: Schlüsselübergabe für Mehrgenerationen-Wohnprojekt


09.11.2010 01:13 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Poll,Auf dem Sandberg,Mehrgenerationen-Wohnen,GAG Immobilien AG,Stadt,

Mehrgenerationenwohnen ist ein Trend. Kölns größte Wohnungsgesellschaft GAG Immobilien AG hat bereits drei solcher Vorhaben erfolgreich auf den Markt gebracht. Nun folgte im Kölner Stadtteil Poll das vierte und gleichzeitig das erste auf der rechten Rheinseite. Auf einer ehemaligen Brachfläche in der Straße Auf dem Sandberg realisierte das stadtnahe Wohnungsunternehmen in enger Abstimmung mit den späteren Mieterinnen und Mietern ein zwölf Wohneinheiten umfassendes Wohngebäude. Das Grundstück stellte die Stadt im Rahmen eines städtischen Förderprogramms bereit. Und bereits im Februar 2008 lernten sich die zukünftigen Nachbarn bei einer ersten Veranstaltung kennen. Es folgte ein immer intensiverer Austausch der neuen Hausgemeinschaft mit den ausführenden Architekten und später den Bauhandwerkern. Nun haben Stadt und GAG-Verantwortlichen der Hausgemeinschaft den symbolischen Schlüssel überreicht. Das Projekt Auf dem Sandberg folgt damit den Beispielen "Villa anders", "Ledo" und Stellwerk".

Insgesamt umfasst das Gebäude 955 Quadratmeter Wohnfläche mit Wohngrößen zwischen 52 und 112 Quadratmetern. Neben drei frei finanzierten Wohnungen gibt es in dem Haus auch sechs Wohnungen, die nach den Regeln des geförderten Wohnungsbau in der Einkommensgruppe A unterstützt werden, drei weitere in der Einkommensgruppe B. Der Gemeinschaftsraum im Souterrain des Wohnhauses wiederum wird durch die Stadt und die GAG bezahlt, die Mieter zahlen lediglich anteilig die Betriebs- und Nebenkosten, hieß es dazu weiter. Barbara Wilhelmus, Sprecherin der Hausgemeinschaft, zeigte sich in ihrer Begrüßungsrede froh, nun endlich das gemeinsame Haus beziehen zu können. "Es wurde immer schöner. So mancher Wunschtraum konnte erfüllt werden", so die neue Mieterin mit Blick ins Grüne. "Wir nehmen in Besitz, was zu uns passt", so Wilhelmus weiter.

Für den Leiter des Kölner Wohnungsamtes Michael Schleicher ist die Schlüsselübergabe die Fortsetzung eines Trends, der sich in den kommenden Jahren weiter intensivieren wird. "Gemeinschaftliches Wohnen wird der Renner werden. Das hier ist ein Vorzeigeprojekt für die Zukunft", erklärte er bei seiner heutigen Ansprache. Immer mehr Menschen müssen sich mit der Frage auseinander setzen, in welcher Umgebung sie ihren Lebensabend verbringen wollen. Und mit der Landesförderung über zinsverbilligte Darlehen konnte man auch die Mietpreise auf einem bezahlbaren Niveau halten. Das Wichtigste bei Projekten dieser Art sei es aber, dass die Gruppe als solche funktioniert. Nicht zuletzt aus gesellschaftlichen Gründen sollte Mieterschaft bunt gemischt sein. Mobilitätseingeschränkte Senioren und junge Familien mit Kindern unter einem Dach zusammenzuführen ist schließlich kein Selbstläufer, wie es in zahlreichen Wohnquartieren immer wieder zu beobachten ist. Für die Stadt selbst könne das aber nur ein Baustein im Rahmen des Megatrends Barrierefreiheit sein. "Der demografische Wandel bringt das mit sich", weiß der frühere Chef der städtischen Wohnungsversorgungsbetriebe.

Das stadtnahe Wohnungsunternehmen selbst übte bei diesem Projekt die Rolle des "Moderators" und "Mittlers" aus. Von der Entstehung der Wohngemeinschaft, die bei einem ersten Treffen gesät wurde, über die konkrete Gestaltung der Wohnungszuschnitte und Gemeinschaftsflächen über die Planung bis hin zu konkreten Hilfen im Alltag begleitete die Abteilung Sozialmanagement des Wohnungsunternehmens den Prozess von der Grobskizze bis zur Schlüsselübergabe. "Das hier ist keine Zwangsgemeinschaft wie anderswo", beschreibt Elmar Lieser, Leiter dieser Abteilung, die Ausgangslage. Dass die Stimmung unter den Hausbewohnern ausgelassen war, ist nicht alleine dem Einzug in die neuen vier Wände zu verdanken. Es ist auch Beleg dafür, dass sich die Richtigen gefunden haben. Gemeinsame Projekte, wie zum Beispiel ein hausinterner Flohmarkt, belegen den Gemeinschaftssinn und brachten den einzelnen Hausbewohnern sogar monetäre Vorteile. Es wird nicht die letzte Idee sein, bei dem die zwölf Mietparteien an einem Strang ziehen.







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