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24. 05. 2012
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Köln: Sozialer Wohnungsbau soll schöner werden


24.01.2009 10:07 von:

Schlagwörter: Köln,Sozialer,Wohnungsbau,Fachhochschule,RWTH,Aachen,Wettbewerb

Eine Jury, die sich zu gleichen Teil von Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Architekten des Lehrstuhl von van den Berg zusammensetzte, wollte sich schon eine Wohnung im Siegerentwurf sichern, scherzte der Juryvorsitzende und Lehrstuhlinhaber aus der Karlsstadt. Ursprünglich hatten die Stadt Preisgelder in Höhe von insgesamt 1750 Euro ausgelobt. Doch die Ergebnisse der Studierenden, die ein städtisches Grundstück in der Xantener Straße in Köln-Niehl zu überplanen hatten, überzeugte offenbar auch Eva-Marie Schneider, Geschäftsführerin des Projektentwicklers City-Projekt. Sie verdoppelte kurzerhand die städtischen Preisgelder, wie die zuständige Dezenentin zur Freude der Gewinner während der Veranstaltung verkündete.

Unverbrauchte Ideen vom Architekturnachwuchs

So erhielten das Siegerteam – Helene Gebhardt (23) und Sebastian Allkemper (24) – statt der ursprünglich vorgesehenen 1000 Euro die doppelte Summe. Vor allem die Aufteilung des Wohnraums zeigt ein erstaunlich hohes Niveau in seiner Ausarbeitung, lobte Städtebauexperte van den Bergh den Entwurf. Aber auch die zweiten und dritten Sieger sowie die drei Anerkennungen, die von der Jury ausgesprochen wurde, überzeugten. So beschäftigten sich zwei Entwürfe mit einer eher etwas südländischen Aufteilung der Räume. Entsprechend der eigenen Wohntradition wurde hier ein besonderes Augenmerk auf die Gemeinschaftsräume gelegt, erklärte Juryvorsitzender van den Bergh. Verdienter Lohn für die beiden Teams: ein zweiter Preis mit 1000 Euro für ein spanisch-südamerikanisches Team sowie eine Anerkennung für ein italienisches Studententeam. Eine weitere Anerkennung sprachen die Juroren für ein chinesisches Team. Hier war die ökonomische Wohnungsaufteilung Hauptargument.

Auch die städtischen Vertreter in der Jury waren voll des Lobes. In Zusammenarbeit mit der Aachener Hochschule sollte schließlich ein real existierendes Grundstück aus städtischem Besitz überplant werden. Die drei Wohnbaugrundstücke sind nach einem Ratsbeschluss für sozialen Wohnungsbau vorgesehen, wie der Leiter der städtischen Wohnungsversorgungsbetriebe Michael Schleicher verriet. Die dort noch vorhandenen Wohngebäude wurden bislang als Flüchtlingsheim genutzt, stehen aber seit einiger Zeit leer, da die Einwohner in anderen Wohnungen der Stadt untergebracht werden konnten. Hier hat die Stadt nun eine Chance, sozialen Wohnungsbau zu realisieren und mit einem innovativen Entwurf den sozialen Wohnungsbau „aus der Schmuddelecke“ zu holen, wie Bredehorst betonte. Neben dem Preisgeld erhalten die Sieger noch eine weitere „Belohnung“. Zwar könne er noch keine abschließende Zusage machen, aber er werde sich dafür einsetzen, dass Gebhardt und Allkemper bei der Planung der Häuser ebenfalls miteinbezogen werden.

Zudem werden die Beiträge der Siegerteams sowie die Anerkennungen im Rahmen der bevorstehenden Architekturwoche plan08 in der Kyllburger Straße der Öffentlichkeit vorgestellt, ergänzte Olaf May, im städtischen Wohnungsamt zuständig für den Bereich Sozialer Wohnungsbau.







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