24. 05. 2012
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Köln verfehlt Zielvorgabe im Wohnungsbau deutlich
Noch in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres zeigte sich der Kölner Wohnungsmarkt von der Anbieterseite außerordentlich robust (Köln Nachrichten berichtete). Von der Anfangseuphorie des Jahres 2008 dank der guten Zahlen aus dem ersten Quartal ist allerdings wenig übrig geblieben. Die größte Kommune in Nordrhein-Westfalen hat sich damit dem landesweit rückläufigen Trend bei der Genehmigungspraxis im Wohnbaubereich weitgehend angepasst. Bei der Zahl der Wohneinheiten, die im vergangenen Jahr genehmigt wurden, fällt der Rückgang in der Millionenstadt sogar deutlich stärker aus als im Landestrend. 2644 Wohneinheiten wurden 2008 insgesamt genehmigt, 20,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Vor allem der Mietwohnungsbau (in Mehrfamilienhäusern) musste mit einem Rückgang von über einem Viertel (25,9 Prozent) kräftig Federn lassen. Bei der Zahl der genehmigten Neubauten im Wohnungssegment sank der Wert im vergangenen Jahr mit 993 Objekten um 8,1 Prozent und erreichte damit fast das Landesniveau. Hier sank die Zahl der genehmigten Neubauobjekte um 7,7, die der Wohnungen insgesamt um 10,7 Prozent (auf 34.451 Wohnungen), gab das Statistische Landesamt IT.NRW am gestrigen Montag bekannt.
Der Einbruch bei den Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser war auch im gesamten Bundesland der Hauptgrund für die rückläufigen Zahlen. Während die Zahl der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern in Köln aber drastisch einbrach, lag der Rückgang im gesamten Bundesland bei 16,5 Prozent. Deutlich geringer waren die Minuszahlen in den Segmenten Ein- und Zweifamilienhäuser. Hier sank die Zahl der Neubaugenehmigungen um 7,7 Prozent (Einfamilienhäuser) bzw. 4,9 Prozent bei den Zweifamilienhäuser. Auch hier zeigte der Kölner Wohnungsmarkt gravierende Abweichungen. Während sich in Köln die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser mit 760 gerade mal um 5,7 Prozent und damit positiver als im Landestrend entwickelt, rutsche die Zahl der Genehmigungen für Zweifamilienhäuser um 28,8 Prozent auf nur noch 37 ab. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser sank in der Domstadt mit 11,7 Prozent auf 196 Objekte ebenfalls geringer als im gesamten Bundesland. Zwar schwächte sich der Rückgang der genehmigten Wohnungen in Köln durch den relativ geringen Rückgang in der Kategorie Umbau/Ausbau (- 5,3 Prozent auf 321) etwas ab. Aber mit 2974 genehmigten Wohnungen verfehlte der Kölner Wohnungsmarkt seine im Wohnbauprogramm 2015 festgelegte Zielvorgabe zur Bedienung der anhaltend hohen Nachfrage um fast 1000 Wohneinheiten, ergab die Statistik der Landesbehörde. Köln gehört zu den wenigen Großstädten des Landes, die dank robuster Wirtschaftsstruktur und den zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiterhin steigende Einwohnerzahlen vermelden.

























